MACNOTES

Veröffentlicht am  26.05.06, 17:57 Uhr von  Alexander Trust

Viren am Mac: Dichtung und Wahrheit

Phishing Thema: Phishing

Mac360 entkräftigt die fünf hartnäckigsten Mythen zum Thema Viren auf dem Mac. Macnotes fasst die wichtigsten Antworten zusammen.

Macs sind genauso verwundbar wie Windows PCs

Für Mac OS X gibt es bisher keinen einzigen erfolgreichen Virus, für Windows knapp 114.000. Das hat seinen Grund: Mac OS X basiert auf einer Unix-Variante, die von Anfang an auf Sicherheit ausgelegt wurde und nicht wie ein großflächig gelöchertes Sieb nachträglich gestopft werden muss. Das macht sich z. B. daran bemerkbar, dass Systemdateien nur mit Root-Zugriff manipuliert werden können, wofür die Eingabe des Admin-Passwortes notwendig ist. Das bedeutet nicht, dass es nie einen Virus auf dem Mac geben wird. Aber die Gefahr ist gering und der mögliche Schaden sehr begrenzt.

Macs mit intel-Prozessoren sind anfälliger für Viren

Die Anfälligkeit für Viren und Trojaner hängt nicht vom Prozessor, sondern vom System und dem Menschen davor ab.

Die Zahl der Sicherheitslücken am Mac ist gestiegen.

Relative Zahlen sagen wenig aus. Es gab bisher drei bekannte Proof-of-Concepts und zwei erfolglose Trojaner. Kommt morgen ein neuer Trojaner-Versuch hinzu, wäre das ein Anstieg um 50%. Klingt also dramatischer als es ist.

Je beliebter der Mac wird, desto mehr Viren wird es geben.

Sicherlich wird mit steigenden Nutzer-Zahlen das Interesse der Hacker steigen. Doch der Großteil der Viren und Würmer unter Windows stammt nicht von professionellen Hackern, sondern von sogenannten “Script Kiddies”, die sich mit wenigen Klicks im Viren-Baukasten ihre schädliche Software zusammenstellen, ohne jedoch viel davon zu verstehen. Um Mac OS X gefährlich zu werden, braucht es Spezialwissen, das nur sehr wenige Leute besitzen.

Mac-Nutzer sollten Anti-Viren-Programme kaufen.

Wenngleich die Hersteller dieser Programme immer wieder dazu raten: Es gibt derzeit keinen sachlichen Grund, eine Anti-Viren-Software zu installieren – sie hätte schlicht nichts zu tun und würde das System nur unnötig verlangsamen. Wer viel mit Windows-Dateien hantiert, der tut PC-Nutzern natürlich einen Gefallen, wenn er nur solche Dateien weiterverbreitet, die virenfrei sind. Dafür genügt aber ein kostenloses Tool.

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