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Veröffentlicht am  27.05.06, 12:11 Uhr von  

Apple unterliegt im Asteroid-Prozess

Frohe Kunde aus Kalifornien: Ein Berufungsgericht des US-Bundesstaates hat das erste Urteil im Prozess “Apple vs. Gerüchte-Blogger” verworfen. Apple hatte Ende 2004 u.a. die Betreiber von Apple Insider und Power Page, die über ein neues Projekt namens “Asteroid” berichtet hatten, auf Preisgabe ihrer Informanten verklagt und damit zunächst Erfolg gehabt. Das Berufungsgericht entschied nun, dass auch nicht-hauptberuflichen Journalisten das Recht auf Pressefreiheit zustehe. Zudem könne man keine praktikablen Kriterien entwickeln, nach denen zwischen “legitimen” und “nicht-legitimen” Nachrichten und Gerüchten unterschieden werden könnte. Die Beklagten wurden von der Electronic Frontier Foundation vertreten, die den Fall ausführlich zusammengefasst und das Urteil im Volltext (PDF) bereitgestellt hat.
Macnotes meint: Ohne Frage hat jedes Unternehmen, und um so mehr ein innovativer Hersteller wie Apple, ein berechtigtes Interesse daran, dass Interna auch intern bleiben. Dafür muss es jedoch selbst sorgen, z.B. in dem vertrauliche Informationen nur einem sehr kleinen Kreis von Mitarbeitern offenstehen, so dass ein möglicher “Maulwurf” schnell identifiziert ist. Die bloggenden Mac-Enthusiasten auf Herausgabe ihrer Informationen in Anspruch zu nehmen, ist jedoch der falsche Weg – juristisch und moralisch.

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