MACNOTES

Veröffentlicht am  20.07.06, 11:07 Uhr von  

Auf welchen Macs läuft Leopard?

Mac OS XMit jedem großen System-Upgrade stellt sich für Apple die Frage, inwieweit man auch ältere Macs noch unterstützen soll. Auf der einen Seite verlangen viele der neuen Features möglichst neue Hardware, auf der anderen Seite will man auch Kunden mit etwas betagteren Geräten nicht vom Software-Fortschritt ausschließen.

Als Mac OS X Tiger Anfang 2005 vorgestellt wurde, war die Firewire-Schnittstelle das ausschlaggebende Kriterium. Betroffen waren also vor allem iBooks der ersten Generation sowie die älteren G3-PowerBooks, die noch ohne Firewire-Anschluss ausgeliefert worden waren.

Angeregt durch David Morgenstern von der eWeek fragen wir uns derweil, nach welchen Kriterien Apple bei Leopard aussortieren wird. Sicher ist wohl nur, dass Leopard als Universal Binary erscheinen wird, also auch Macs mit PowerPC-Prozessor unterstützt. Ähnlich wie beim Umstieg von 68k- auf PowerPC-CPUs wird Apple noch einige Jahre zweigleisig fahren müssen. Die übernächste Version von Mac OS X, die Anfang 2009 erscheinen dürfte, ist der früheste denkbare Zeitpunkt, ab dem PowerPC-Macs außen vor bleiben könnten.

Denkbar und durchaus wahrscheinlich ist es, dass Leopard mindestens einen G4-Prozessor voraussetzt. Die letzten Macs mit G3-CPU waren iBooks aus dem Jahre 2003, die zum Verkaufsstart von 10.5 fast vier Jahre alt sein werden und damit ganz einfach zum alten Eisen gehören. Neben der zweiten Generation der iBooks kämen damit auch sämtliche Knubbel-iMacs sowie PowerMacs und -Books mit G3-Prozessor nicht mehr in den Genuss neuer Systemsoftware. Auch für Macs, die mittels G4-Prozessorkarten auf Trab gebracht wurden, sieht es nicht gut aus. Denn schon beim Tiger wurden Upgrade-Karten nicht unterstützt.

Ein weiterer Knackpunkt könnte die Grafikkarte sein. Hier könnte Apple den Schnitt bei Macs mit 32 MB Videospeicher ansetzen, um Entwicklern für Leopard-kompatible Software mehr Möglichkeiten zu geben. Wer weniger hat, würde dann sprichwörtlich in die Röhre gucken.

Allerdings war bereits in der Vergangenheit weniger der Video-, als vielmehr der Arbeitsspeicher das KO-Kriterium beim Einsatz von OS X. Schon Tiger verlangt offiziell mindestens 256 Megabyte, ist aber eigentlich erst mit der doppelten Menge vernünftig nutzbar. Selbst wenn Apple insoweit die theoretischen Anforderungen bei 10.5 nicht hochschraubt, dürfte in der Praxis kein Mac mit weniger als 512 MB RAM Freude am System-Upgrade haben.

Schließlich könnte Leopard nur noch auf DVD zu haben sein. Ein Austauschprogramm wie bisher, mit dem das System auch auf CDs erhältlich ist, verursacht Kosten, die die wenigen G4-Macs ohne DVD-Laufwerk wohl nicht rechtfertigen werden.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

Kommentar verfassen

Werbung
© 2006-2013 MACNOTES.DE. Made with insanely great for all things Mac. Apple.de