News & Rumors: 20. August 2006,

Report: Der Cocoa-Firefox kommt

Die übernächste Version von Mozillas Firefox soll ein echter Mac-Browser werden, der auf der Cocoa-Bibliothek aufsetzt und damit die Altlasten über Board werfen wird.

Für die Mac-Plattform stehen viele Browser zur Verfügung. Die wichtigsten sind Camino, Shiira, Flock, Omniweb, Opera und natürlich Firefox. Doch es gibt ein Problem mit Firefox: er wurde unter Verwendung der Carbon-API programmiert, um die Kompatibilität zu älteren Systemen zu gewährleisten. Diese Carbon-Bibliothek steht sowohl unter Mac OS 9 als auch unter Mac OS X zu Verfügung, so dass portierte Anwendungen, die Carbon benutzen (theoretisch) in beiden Betriebssystemen benutzt werden können.

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Firefox sieht altbacken aus

Auf den ersten Blick sieht das nach einem Vorteil aus, doch vor allem bei den GUI-Widgets von Firefox wird ein deutlicher Nachteil offensichtlich. Sie passen optisch nicht zu den typischen GUI-Widgets von Mac OS X. Firefox verwendet nicht die modernere Cocoa-Bibiothek, wie z. B. Camino, der die gleiche Rendering-Engine einsetzt. Dadurch sieht der aktuelle Firefox etwas „altbacken“ aus. Das Look-and-Feel harmoniert nicht mit dem Betriebssystem. Systemdiaologe sehen nicht wie gewohnt aus, Buttons und Drop-Down-Menüs sind nicht adäquat.

Die übernächste Version von Firefox soll auf der Cocoa-Bibliothek aufsetzen. Cocoa ist ein objektorientiertes Framework, das bestimmte Kernfunktionen des Betriebssystems zu verwenden ermöglicht. Unter anderem GUI-Widgets wie Buttons, Listenelementen, etc.
Erst durch die Verwendung dieses Cocoa-Frameworks wird der Firefox zu einem erwachsenen Browser werden. Leider ist für die Version 2.0, die im Oktober erscheinen soll, noch die Verwendung der alten Carbon-Bibliothek zu erwarten, so dass frühestens im Laufe des Jahres 2007 mit einem echten Mac-Firefox, der die Version 3.0 tragen wird, gerechnet werden kann. Diese Version soll mit der neuen 2D Grafik-Bibliothek names Cairo ausgeliefert werden, die hardwaregestützte Effekte benutzen wird.

Eine sehr frühe Alpha-Version von Firefox 3.0 mit Cocoa-Widgets ist schon seit ein paar Monaten zum Testen freigegeben, jedoch ist diese noch sehr instabil und soll nur einen kurzen Ausblick auf die übernächste Version geben.

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 2 Kommentar(e) bisher

  •  Nils (21. August 2006)

    Och, ich habe nichts gegen das „altbackene“ Aussehen vom Firefox. Im Gegenteil. Man kann z.B. auch die Absende-Buttons mit CSS gestaltet – das geht bei Camino und Safari (dann auch beim Cocoa-Firefox) flöten. Ich finde die Cocoa-Submits, -Checkboxes und -Radiobuttons nicht ansehnlich, sie (zer)stören so manches Design.

  •  Lomovogt (5. November 2006)

    Da kann ich Nils nur zustimmen. Ich empfinde es als Design-Bevormundung, wenn meine per CSS gestalten Formular-Elemente kurzerhand im OSX-Design angezeigt werden.


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