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Veröffentlicht am  20.09.06, 16:58 Uhr von  

Test: Nike+iPod Sport Kit

Fast eine halbe Million Exemplare des Nike+iPod Sport Kits hat Apple in den USA bereits an den mehr oder weniger sportbegeisterten Kunden gebracht. Auch wenn sich die Markteinführung hierzulande wohl noch bis in den Oktober hinein verzögern wird: Mit dem kleinen Add-On wird aus dem iPod nano ein multitalentierter Laufpartner. So verspricht es Apple zumindest – wir haben es in gewohnter Gründlichkeit überprüft.

Design und Formfaktor

Das Sport Kit besteht aus zwei fast gleich winzigen Komponenten: Dem Sender, der in den Schuh gelegt wird und die Bewegung misst, sowie dem Empfänger, der per Dock-Connector am iPod befestigt wird und diesen mit den Daten des Läufers füttert. Da der Sender so klein ist, lässt er sich auch problemlos mit Schuhen nutzen, die anders als die speziellen Nike+iPod Modelle keine passende Aussparung in der Sohle haben. Ein bißchen selbstklebendes Klettband sorgt hierbei für festen Halt. Einzig der Empfänger lässt Raum für Verbesserungen: Er hat keinen eigenen Dock-Eingang und muss daher jedesmal abgenommen werden, wenn der iPod synchronisiert werden soll.

Nike+iPod Nike+iPod


Installation

Damit der iPod nano das Sportkit erkennt, muss man ihn zunächst mit der aktuellen Firmware-Version 1.2 ausstatten. Auch iTunes sollte auf einem nicht allzu antiken Stand sein, Version 6.0.5 ist hier Mindestvoraussetzung. Danach geht es ganz einfach: Sender am Schuh befestigen, Empfänger an den iPod anschließen und den entsprechenden Menüpunkt anwählen. Wer möchte, kann den Sensor vor Trainingsbeginn noch kalibrieren. Dazu bietet sich eine gleichmäßige, abgemessene Strecke wie zum Beispiel eine 400 m Bahn an. In unserem Test zeigte sich aber, dass der Sensor bereits ab Werk erstaunlich exakte Messungen liefert.

Nike+iPod Nike+iPod

Funktion

Am iPod lässt sich zwischen drei verschiedenen Programmen wählen: Eine bestimmte Strecke, eine bestimmte Trainingsdauer oder freies Training. Dazu wählt man bei Bedarf eine passende Playlist und schon kann das Laufvergnügen losgehen. Dass sich eine neue Trainings-Session so schnell und unkompliziert beginnen lässt, ist einer der ganz großen Vorteile des Sport Kits. Während des Workouts teilt einem eine recht mechanisch klingende Stimme in regelmäßigen Abständen die aktuellen Leistungsdaten mit. Negativ fällt allerdings auf, dass sich diese Intervalle nicht individuell festlegen lassen. Zumindest ambitioniertere Läufer werden auch eine Funktion zur Herzfrequenz-Messung vermissen, denn diese Größe ist für die Trainingsplanung meist wichtiger als das Tempo. Einen Pulsgurt plus Uhr ersetzt das Sportkit also nicht. Wenigstens funken die beiden aber auf unterschiedlichen Frequenzen und kommen sich deshalb nicht in die Quere.

Hat man sein Trainingsziel (Zeit oder Strecke) erreicht, wird man auch darüber akustisch informiert. Wer neue persönliche Bestleistungen aufstellt, wird zudem mit einem Gruß von Lance Armstrong belohnt. Für zusätzliche Motivation schon während des Trainings soll der sogenannte “Power-Song” sorgen, den man zuvor festlegen und dann per Knopfdruck abrufen kann.

Nike+iPod Nike+iPod

Nach dem Training verbindet man den iPod wie gewohnt per Dock-Kabel mit dem Mac. iTunes synchronisiert dann neben Musik und Fotos auch die Trainingsdaten. In iTunes selbst findet man jedoch nur eine sehr dürftige Übersicht über die absolvierten Workouts – und das auch nur, wenn man bereits die Mitte September veröffentlichte Version 7 nutzt. Richtig interessant wird es erst, wenn man seine Daten mit nikeplus.com abgleicht. Dort hat man dann Zugriff auf ein ganzes Bündel von Zusatzfeatures und kann sich sogar eine Leistungskurve für jedes einzelne Training anzeigen lassen. Weltweite ranglisten runden das auch optisch sehr aufwendig gestaltete Angebot ab. Trotzdem kann das nicht darüber hinwegtäuschen, dass man die gleichen Funktionen genauso gut in iTunes hätte integrieren und das Sportkit damit unabhängig von einer Internetverbindung machen können.

Fazit

Mit dem Nike+iPod Sportkit dient der iPod nano endlich nicht mehr nur als Beschallungslieferant beim Laufen. Für den semi-professionellen Läufer fehlt zwar ein Pulsmesser sowie die Möglichkeit, einzelne Trainings noch detaillierter erfassen, d.h. zusätzliche Angaben z.B. zu Streckenprofil, Befinden, Laufschuh etc. speichern zu können. Doch gerade in Verbindung mit dem Angebot auf nikeplus.com macht das Gerät einfach Spaß. Zum Preis von 30 Euro gibt es daher wohl kaum ein besseres Argument, die Laufschuhe künftig häufiger zu schnüren.

4/5Testurteil: 4/5 Macs
Bezeichnung: Nike+iPod Sportkit
Hersteller: Apple
Preis: 29 Dollar

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 5 Kommentar(e) bisher

  •  marc sagte am 24. September 2006:

    Hallo,

    vielen Dank für diesen Test! Ich hätte gern gewusst, wo genau Ihr den Sender am Schuh befestigt habt.

    Vielen Dank!

    Gruß
    Marc

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  •  ha sagte am 24. September 2006:

    Also ich lege ihn einfach auf die Lasche unter den Schnürsenkeln und schnüre ihn dann mit ein…

    Antworten 
  •  Mario sagte am 9. November 2006:

    …vorher noch etwas klettband an schuh und sender, fertig!
    http://picasaweb.google.com/mariowagner/LaufschuheFRGehobeneAnsprChe

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  •  Haeby sagte am 10. November 2006:

    Sehr einfache und preiswerte Befestigungsmöglichkeit:
    http://haeberlen.alfahosting.org/haeby/?p=7

    Antworten 
  •  Haeby sagte am 10. November 2006:

    Feine Sache mit dem Anti-Spam Code, nur sollte er für das menschliche Auge noch zu entzifferns sein und nicht erst im 10. Versuch ;-)

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        1. Gew am 20. Januar 2009
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