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Veröffentlicht am  21.09.06, 18:25 Uhr von  

Test: Tables 1.0

TablesAls Mac-User bekommt man von Apple allerlei hauseigene Software an die Hand, mit welcher man bequem eine Vielzahl von Aufgabenbereichen abdecken kann. Vom iLife-Paket , über iWork bis hin zu professionellen Tools wie Final Cut Pro ist alles dabei. Diese Programme sind auf eine größtmögliche Benutzerfreundlichkeit ausgelegt. Doch gerade im wichtigen Office-Bereich muss man immer wieder auf Alternativen zurückgreifen. Zu den gängigsten gehören Microsoft Office für Mac oder die Open-Source Variante OpenOffice. Zwar bieten die Programme Pages und Keynote vielfältige Möglichkeiten zur Textverarbeitung und Präsentation, doch herrscht im Bereich Tabellenkalkulation im Hause Apple gerade Flaute. Einzig die schon arg angestaubte Works-Suite bietet eine Microsoft Excel ähnliche Software. Frischer Wind kommt dieser Tage aus Deutschland. Tables heißt das Programm, welches das iWork-Paket durch eine Tabellenkalkulation abrunden will.

Eines gleich vorweg: Tables erhebt nicht den Anspruch als Excel-Ersatz zu fungieren. Es richtet sich an private Anwender, die nicht den vollen Funktionsumfang des Microsoft-Programms benötigen. Makros oder Pivot-Funktionen sucht man daher vergeblich.

Oberfläche und Design
Schlicht und schlank präsentiert sich die Benutzeroberfläche von Tables. Vom Design her den iWork Programmen sehr ähnlich und natürlich im Apple typischen Aqua-Look kommt die Tabellenkalkulation daher. Gerade mal fünf Buttons und eine Suchmaske zieren die Menüleiste und bieten vollen Zugriff auf alle Funktionen. Der Aufbau der Tabellen ist dabei mit Excel identisch: Spalten werden mit Buchstaben und Zeilen mit Zahlen indiziert. Eine markierte Zelle wird farbig hinterlegt.

OberflächeOberfläche
Tables im Vergleich mit Pages

Funktionsumfang
Das Hauptaugenmerk wurde bei Tables auf die mathematischen Funktionen gelegt, die unumstritten wohl am häufigsten benötigt werden. Bei der Vielfalt der Formeln und Logik-Funktionen bleiben keine Wünsche offen. Das Einfügen funktioniert per Mausklick auf einen der Menü-Buttons oder “per Hand” wie beim Microsoft-Pendant. Der Umgang mit Grafiken funktioniert ganz Mac-like: einfach das gewünschte Bild in die Tabelle ziehen und schon ist man fertig. Sehr schön auch die Suchfunktion: in gewohnter Spotlight-Manier kann man Tabellen und Arbeitsblätter sowohl nach Stichwörtern, als auch nach Werten und Funktionsbegriffen durchsuchen. Bei der Formatierung der Spalten und Zeilen arbeitet man wie in Pages oder Keynote: über zwei Buttons in der Menüleiste hat man unter anderem Zugriff auf Ausrichtung, Zellengröße, Einstellungen für Grafiken, Schriftauswahl und vieles mehr. Hervorzuheben ist an dieser Stelle auch, dass man einzelne Zellen mit einer Stilvorlage versehen kann um das Dokument einheitlich zu gestalten oder bei Bedarf schnell eine neue Formatierung zu wählen. Soweit so gut. Für die tägliche Arbeit mit Tables fehlt mir allerdings die Möglichkeit eigene Diagramme zu erstellen. Da liegen Excel oder OpenOffice weit vorne. Eine Implementierung in eine der nächsten Versionen wäre durchaus wünschenswert.

Import und Export
Wichtig für den täglichen Umgang ist natürlich auch der Import von Excel-Dateien. Dieser funktioniert tadellos. In unserer Testdatei wurden Formeln, Farben und Rahmen komplett und einwandfrei übernommen. Existiert in der Vorlage allerdings ein erstelltes Diagramm, so wird dieses von Tables nicht importiert. Vorbildlich dagegen ist die Möglichkeit erstellte Tabellen als PDF zu exportieren.

BrechnungenGrafiken
Tables im Einsatz

Fazit
Tables präsentiert sich als innovatives Tool mit frischen Ideen und einigen kleineren Schwächen. Neben dem Umgang mit mathematischen Funktionen gehört auch das Erstellen von Diagrammen zu den Hauptaufgaben einer Tabellenkalkulation. Diese fehlende Möglichkeit und der recht hohe Anschaffungspreis von 39 Euro schlagen bei der Bewertung negativ zu Buche. Ansonsten bekommen Besitzer von iWork mit Tables eine gut funktionierende Tabellenkalkulation an die Hand, welche das Paket durchaus abrunden kann. Für die Besitzer einer Office-Suite lohnt sich die Anschaffung allerdings nicht.

4/5Testurteil: 4/5 Macs
Bezeichnung: Tables 1.0 (Universal Binary)
Entwickler: Daniel Schwill
Preis: 39 Euro

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 1 Kommentar(e) bisher

  •  vivaldi sagte am 13. November 2006:

    Ich habe mir die Tables Demo-Version heruntergeladen.
    Sehr nettes look and feel.
    Allerdings ist der Preis von 39 Euro gnadenlos überzogen beim jetzigen Funktionsumfang.
    Andere Software wie etwa Graphic Converter bietet ein Vielfaches zum bescheidenen Preis von 25 Euro.
    Oder Mellel etwa kostete ganz zu Beginn (bei etwa analogem Funktionsumfang zum jetzigen Tables) erst 17, dann 19 Dollar.
    Neben der bereits angesprochenen Füllen-Funktion vermisse ich so elementare Dinge wie eine Summen-Funktion komfortabel über einen Button zu setzen. Es fehlen gänzlich Kontextmenüs.
    Das manuelle Einsetzen der (englischen) Formel-Kürzel erinnert doch sehr an das Level von Bedienerfreundlichkeit einer Claris-Works Version 2.3 oder allenfalls 3.0.
    Also ich sehe zu diesem Preis (noch) keine Marktfähigkeit dieses Produkts.
    Und die Entwicklung bei iWork 07 bleibt erst noch abzuwarten.

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