Kommentar: 27. September 2006,

Kommentar: iPod ohne iTunes-CD kein Verpackungskünstler

iPod-Modelle
iPod-Modelle (iPod 6G, iPod nano 2G, iPod shuffle 2G)

Seit der Vorstellung der überarbeiteten iPod und iPod nano verzichtet Apple auf die Beigabe einer Installations-CD mit iTunes. Dabei ginge es viel einfacher.

In einem Support-Dokument heißt es dazu lapidar, dass es normal sei für iPods, die nach dem 12. September 2006 in den Verkauf gegangen sind, dass sie ohne CD ausgeliefert werden.

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Apple geht davon aus, dass der iPod nur zu dem Zweck gekauft wurde, ihn in Zusammenhang mit dem iTunes Store zu benutzen und damit natürlich unterstellt werden kann, dass jeder einen Internet-Zugang besitzt und sich iTunes herunterladen kann.

Ohne Internet nutzlos

Es soll doch daran erinnert werden, dass es Haushalte gibt, die keinen Internet-Zugang zur Verfügung haben und die den iPod gekauft haben, um ihre CD-Sammlung mobil hören zu können. Ohne iTunes ist der iPod wertlos und kann als luxuriöser Briefbeschwerer benutzt werden.

Als Lösung schlägt Apple im Support-Dokument vor, dass man sich die zwingend benötigte Software aus dem Internet herunterladen müsse. Falls man keinen privaten Internetzugang besitze, könne man ja bei der Arbeit, in der Schule, bei Freunden oder in einem Internet-Cafe die Software herunterladen. Ob das private Surfen am Arbeitsplatz allerdings erlaubt ist, scheint nicht weiter interessant zu sein. Dessen sollte sich der Käufer allerdings vergewissern.

Die Kürzung des Lieferumfangs ist nicht neu und die Strategie spätestens seit der Ausklammerung des Netzteils (Kostenfaktor: 29 €) fragwürdig, doch langsam wird es grotesk. Zuvor wurde schon die Verpackung Stück für Stück auf ein Minimum reduziert. iPod-Auspack-Zeremonien, sogenannte Unboxings, sind längst nicht mehr so spannend wie sie es vor einigen Jahren einmal waren. Ich erinnere mich gerne an das Entkleiden meines ersten 3G iPods.

Auf allen iPods ist ausreichend Speicherkapazität vorhanden, die benötigte iTunes-Software direkt mitzuliefern. So kann sich der Anwender die Software direkt vom iPod kopieren bzw. installieren. Kostet nichts und erfordert minimalsten Aufwand.

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 5 Kommentar(e) bisher

  •  JörgL (27. September 2006)

    Den Vorschlag (Software auf iPod ausliefern) find ich genial (machen ja auch manche USB-Stick-Produzenten).

    Warum da Apple nicht drauf kommt?

    Das Weglasse des Netzteiles ist jedoch genauso frech; da sollte sich die Verbraucherschützer mal mit befassen…

  •  equinox (27. September 2006)

    OK, Netzteil weglassen ist ärgerlich aber kein KO-Kriterium um den iPod überhaupt benutzen zu können. Jeder der einen iPod kauft, wird auch einen PC/Mac haben. Bei der CD sieht das meiner Meinung nach schon anders aus. Nicht jeder hat Internet und Apple kann nicht einfach davon ausgehen, dass man sich die Software schon irgendwie besorgen wird. Was kostet schon eine CD für Apple? Das können nur einstellige Cent-Beträge sein, wage ich jetzt mal zubehaupten. Klar, in der Masse kommen da schon einige $ zusammen, aber kundenfreundlich findei ich das nicht gerade…

  •  marcnesium (27. September 2006)

    ich bin mir ganz sicher, dass es hier nicht um die kosten für die cds geht. sondern um das einsparpotenzial bei transport und dann lagerung in den geschäften durch die kleinere verpackung…das spart immenses geld

  •  ha (27. September 2006)

    Ich glaube auch, dass das der Hauptgrund ist. Trotzdem könnte man die Software ja auf den iPod packen, wie von Lars vorgeschlagen. Und auch kleine Verpackungen müssen nicht unbedingt so fummelig und schwer zu öffnen sein wie beim Nike+iPod Sport Kit und beim neuen iPod nano…

  •  equinox (27. September 2006)

    Ich habe den neuen Nano zuerst gar nicht aus dieser Plastikhalterung rausbekommen. Aber meine Schuld, denn es steht ja drauf wie man den iPod freilegt…


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