Preview: 25. Oktober 2006,

Firefox 2.0: Erster Eindruck

Firefox
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Nachdem die Schlagzahl neuer Beta-Versionen in letzter Zeit immer höher wurde, war es dann gestern soweit: Der Firefox 2.0 erblickte offiziell das Licht der hart umkämpften Browser-Welt. Wir stellen die interessantesten Neuerungen vor und zeigen, wo es noch hakt.

Neuer Look

Anders als noch im Beta-Stadium zeigt sich der Firefox nun mit einer sichtbar, aber dezent überarbeiteten Benutzeroberfläche. Insgesamt wirkt das Interface jetzt deutlich mehr Mac-like. Was viele Mac-User außerdem freuen dürfte: Tabs lassen sich direkt neben dem Titel schließen und nicht mehr nur am rechten Fensterrand. Dort befindet sich jetzt eine Drop-Down-Liste aller geöffneten Tabs.

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Mehr Übersichtlichkeit bringt die neue zentrale Verwaltung für Themes und Plugins, zu finden im Fenster-Menü unter Add-ons. Darin lässt sich der Firefox schnell und einfach tunen – ein Feature, das man bei Safari wohl in Version 3 vergeblich suchen wird.

Phishing-Prävention

Mit der neuen Version sagt die Mozilla Foundation dem sogenannten Phishing den Kampf an. Die ab Werk aktivierte Anti-Phishing-Funktion warnt den Nutzer, wenn er bestimmte als verdächtig eingestufte Webseiten ansurft. Dafür kann Firefox entweder eine lokal gespeicherte Blacklist oder eine ständig aktualisierte Liste bei Google nutzen. Im ersten Praxistest funktioniert das sehr gut und der Warnhinweis dürfte selbst für das unvorsichtigste Phishing-Opfer kaum zu übersehen sein.

Schöner Suchen

Die Suchfunktion wurde in Firefox 2.0 weiter aufgebohrt und zeigt bereits beim Eintippen Suchvorschläge an. Häufig dauert es aber sehr lange, bis Vorschläge erscheinen, oder es tut sich überhaupt nichts. Die Funktion scheint noch nicht ganz ausgereift und ist daher bislang nur von sehr begrenztem Nutzen. Erfreulich dagegen, dass die Suche jetzt mit Plugins im OpenSearch und Sherlock-Format erweitert werden kann.

Besser Schreiben

Als sehr praktisch erweist sich gerade für den vielschreibenden Surfer (und Blogger gehören definitiv dazu) die integrierte Rechtschreibprüfung. Die funktioniert reibungslos und erspart einem manche Peinlichkeit beim schnellen Schreiben in diversen Textfeldern und Formularen.

Fazit

Firefox 2.0 zeigt, wo die Messlatte für Safari 3 hängt: ziemlich hoch. Denn in Punkto Features und Erweiterbarkeit war Firefox ohnehin überlegen, und ist es jetzt umso mehr. Optisch braucht der Firefox sich nun nicht mehr verstecken. Im Gegenteil, wer nicht gerade Liebhaber von gebürstetem Metall ist, der dürfte die neue Oberfläche als mindestens ebenbürtig empfinden.

Schwächen gibt es leider noch an einigen Stellen, die nicht sofort ins Auge springen: Die Suchfunktion zeigt Vorschläge nur sehr widerwillig und die zuletzt verwendeten Suchbegriffe überhaupt nicht an und das Einstellungs-Fenster ist immer noch unübersichtlich und wenig logisch aufgebaut – warum findet sich der Punkt “Verschlüsselung” zum Beispiel unter “Erweitert” und nicht unter “Sicherheit”?

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