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Veröffentlicht am  25.10.06, 18:42 Uhr von  

Firefox 2.0: Erster Eindruck

Nachdem die Schlagzahl neuer Beta-Versionen in letzter Zeit immer höher wurde, war es dann gestern soweit: Der Firefox 2.0 erblickte offiziell das Licht der hart umkämpften Browser-Welt. Wir stellen die interessantesten Neuerungen vor und zeigen, wo es noch hakt.

Firefox 2.0

Neuer Look
Anders als noch im Beta-Stadium zeigt sich der Firefox nun mit einer sichtbar, aber dezent überarbeiteten Benutzeroberfläche. Insgesamt wirkt das Interface jetzt deutlich mehr Mac-like. Was viele Mac-User außerdem freuen dürfte: Tabs lassen sich – wie in Safari – endlich direkt neben dem Titel schließen und nicht mehr nur am rechten Fensterrand. Dort befindet sich jetzt eine Drop-Down Liste aller geöffneten Tabs.

Mehr Übersichtlichkeit bringt auch die neue zentrale Verwaltung für Themes & Plugins, zu finden im Fenster-Menü unter Add-ons. Hier lässt sich der Firefox schnell und einfach tunen – ein Feature, das man bei Safari wohl auch in Version 3 vergeblich suchen wird.

Firefox 2.0

Kampf den faulen Phishen
Mit der neuen Version sagt die Mozilla Foundation dem sogenannten Phishing den Kampf an. Die – ab Werk aktivierte – Anti-Phishing-Funktion warnt den User, wenn er bestimmte, als verdächtig eingestufte Sites ansurft. Dafür kann Firefox entweder eine lokal gespeicherte Blacklist oder eine ständig aktualisierte Liste bei Google nutzen. Im ersten Praxistest funktioniert das sehr gut und der Warnhinweis dürfte auch für das unvorsichtigste Phishing-Opfer kaum zu übersehen sein.

Firefox 2.0

Schöner Suchen
Firefox 2.0Auch die Suchfunktion wurde weiter aufgebohrt und zeigt jetzt bereits beim Eintippen Suchvorschläge an – so ist es zumindest vorgesehen. Denn häufig dauert es sehr lange, bis Vorschläge erscheinen, oder es tut sich überhaupt nichts. Die Funktion scheint noch nicht ganz ausgereift und ist daher bislang nur von sehr begrenztem Nutzen. Erfreulich dagegen, dass die Suche jetzt auch mit Plugins im OpenSearch und Sherlock-Format erweitert werden kann.

Besser Schreiben
Firefox 2.0Als sehr praktisch erweist sich gerade für den vielschreibenden Surfer (und Blogger gehören definitiv dazu) die integrierte Rechtschreibprüfung. Die funktioniert reibungslos und erspart einem manche Peinlichkeit beim schnellen Schreiben in diversen Textfeldern und Formularen.

Fazit
Alles in allem zeigt der Firefox 2.0, wo die Messlatte für Safari 3 hängt: Ziemlich hoch. Denn in punkto Features und Erweiterbarkeit war der Firefox ohnehin schon überlegen, und ist es jetzt umso mehr. Und auch optisch braucht der Firefox sich nun nicht mehr verstecken. Im Gegenteil, wer nicht gerade Liebhaber von gebürstetem Metall ist, der dürfte die neue Oberfläche als mindestens ebenbürtig empfinden. Schwächen gibt es leider noch an einigen Stellen, die nicht sofort ins Auge springen: Die Such-Funktion zeigt Vorschläge nur sehr widerwillig und die zuletzt verwendeten Suchbegriffe überhaupt nicht an und das Einstellungs-Fenster ist immer noch unübersichtlich und wenig logisch aufgebaut – warum findet sich der Punkt “Verschlüsselung” zum Beispiel unter “Erweitert” und nicht unter “Sicherheit”?
Doch was immer Apple für die nächste Safari-Version plant: Ein Blick auf die Opensource-Konkurrenz wäre dem Entwicklungsteam durchaus zu empfehlen. Sonst dürfte Firefox mittelfristig nicht nur dem Internet Explorer, sondern auch Apples hauseigenem Browser gefährlich werden.

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        1. Fuchs 2.0 at Maveriksworld.de am 26. Oktober 2006
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