News & Rumors: 25. Dezember 2006,

Jahresrückblick 2006 (Januar bis April)

Macnotes
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Was Jauch und Kerner können, können wir schon lange. Statt emotionsgeladener Boulevard-Bilder gibt es bei uns jedoch den Mac-spezifischen Jahresrückblick 2006 – hier der erste Teil, mit den Monaten Januar bis April.

Januar

Schon traditionell wird das Jahr für Mac-Fans mit der Macworld in der zweiten Januar-Woche eingeläutet, und so kamen 2006 wieder zehntausende zur größten Mac-Messe der Welt nach San Francisco. Einige hundert Glückliche unter ihnen durften der Keynote beiwohnen, mit der Steve Jobs das Mega-Event am 10. Januar eröffnete. Neben rekordverdächtigen Umsatz- und Verkaufszahlen präsentierte Jobs das mit iWeb angereicherte iLife ’06. Aber Spannung versprach die Keynote vor allem deshalb, weil allseits der erste Mac mit Intel-Prozessor erwartet wurde…
Nachdem Intel-Chef Ottelini im „Bunny“-Anzug die Bühne betreten hatte, war klar, dass es endlich soweit war. Zunächst enthüllte Jobs einen iMac, dann ein MacBook mit Intel-CPU. Den Abschied von der PowerPC-Ära machte der Namenswechsel deutlich – aus PowerBook wurde MacBook Pro.

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Februar

Der Februar stand für Apple ganz klar im Zeichen des wachsenden iPod-Booms. Um den Marktanteil dauerhaft hochzuhalten, musste die Produkt-Palette verbreitert werden. Am 7. Februar – natürlich ein Dienstag – wurde deshalb zunächst der iPod nano um ein 1-GB-Modell ergänzt. Zum Preis von 149 Euro war dieses Modell der Anfang vom Ende der ersten Generation des iPod shuffle, der – technisch überholt und preislich nicht mehr konkurrenzfähig – fortan und bis Mitte September ein Schattendasein führte.

Mit deutlich mehr Tamtam wurde drei Wochen später auf einer eigens einberufenen Sonderveranstaltung der „iPod Hi-Fi“ vorgestellt, eine 339 Euro teure Edel-Version des guten alten Ghettoblasters, natürlich mit iPod-Dock. Doch als tragbare Soundmaschine taugte das fast acht Kilogramm schwere Gerät leider nicht und die audiophilen Käufer konnten trotz „Hi-Fi“ im Namen nicht nachhaltig begeistert werden. So darf der iPod Hi-Fi getrost als einer der Flops des Jahres gelten.

Außerdem bekam im Februar der Mac mini einen Intel-Prozessor spendiert – die Variante mit einer 1,55 GHz Core Solo CPU sollte der einzige Intel-Mac ohne Mehrkern-Prozessor bleiben.

März

Der März brachte kaum Spannendes in der „Macosphäre“. In den Gerüchteküchen wurde vor allem – wie schon so oft – der „echte Video-iPod“ aufgewärmt, ohne dass hierzu allerdings substantiell Neues in Erfahrung gebracht werden konnte. Für mittelmäßige Aufregung sorgten dagegen Kinderkrankheiten beim MacBook Pro, allen voran ein hochfrequentes Piepen, das einige User schier in den Wahnsinn zu trieben schien, andere hingegen nicht (mehr) wahrnehmen konnten.

April

Vor 30 Jahren, am 1. April 1976, gründeten Steve Jobs, Steve Wozniak und Ronald Wayne in der Garage von Jobs‘ Eltern die Firma Apple. Den Geburtstag ließ Apple ohne besondere Feiern verstreichen, doch nur wenige Tage später, am 5. April, platzte die Bombe: Mit Boot Camp hatten selbst die sonst so informierten Gerüchte-Gurus nicht gerechnet. Windows nativ auf dem Intel-Mac zu nutzen, das war bis dahin nur mit einigem Aufwand und aufgrund fehlender Treiber auch nicht alltagstauglich möglich gewesen. Nun nahm Apple selbst der typischsten aller Ausreden unfreiwilliger PC-Nutzer den Wind aus den Segeln, denn fortan brauchte man keinen PC mehr, um PC-Software zu nutzen. Die Rechnung ging auf und bald wurde insbesondere das MacBook Pro zum Statussymbol auch in der Business-Klasse.
So kontrovers Boot Camp unter eingefleischten Mac-Usern diskutiert wurde – die Idee war nicht mehr aufzuhalten. Nur einen Tag später veröffentlichte die bis dahin völlig unbekannte Softwareschmiede Parallels eine gleichnamige Virtualisierungs-Lösung, mit der das Neustarten entfiel, Windows also im wahrsten Sinne des Wortes parallel zu Mac OS genutzt werden konnte. Parallels dürfte wohl unbestritten die Mac-Software des Jahres sein – und 2007 erwarten uns neben einer neuen Version von Parallels vergleichbare und vielversprechende Produkte unter anderem auch von VMware und Codeweavers.
Fast etwas unter ging im April die Vorstellung des 17-Zoll MacBook Pro, mit dem das mobile Flaggschiff aus Cupertino den Intel-Wechsel vollzog. Nun waren PowerMac und iBook die beiden letzten Macs, in denen noch ein IBM-Prozessor seine Dienste verrichtete. Doch auch damit sollte es schon sehr bald vorbei sein.

Im zweiten Teil: Get a Mac, Apple-Mania in New York, (verfärbte) MacBooks, iPod-Fabriken und die WWDC – der heiße Sommer 2006.

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