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Veröffentlicht am  17.03.07, 23:35 Uhr von  

Cebit: Ein kleiner Rundgang

Cebit LogoSeit Donnerstag findet in Hannover die jährliche und größte Computermesse der Welt, die Cebit, statt. Auch wenn Apple seit 1999 nicht mehr als Aussteller auf dieser Messe präsent ist, so gibt es dennoch für Mac-Anwender an dem einen oder anderen Stand etwas Interessantes zu entdecken.

Dreisprung
Der Trend bei den Telekommunikationsunternehmen geht dieses Jahr ganz klar in Richtung Triple Play. So nennt man die Kombination von Telefonieren, Internet und Fernsehen über die (Breitband-)Internetverbindung. Beim Telefonieren kommt natürlich die VoIP-Technik zum Einsatz. Um all diese Technologien zusammenzuführen, benötigt man natürlich die passende Hardware und der Berliner Hersteller AVM ist auf diesem Gebiet mit seiner Fritz!Box schon länger einer der führenden Anbieter. Als Ergänzung dazu wurde der Fritz!Mini vorgestellt, der ein VoIP-Telefon, POP-E-Mail-Client, Newsreader (via RSS) und Internetradio-Client in sich vereint. Doch dazu in einem späteren Artikel mehr.

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Links der Fritz!Mini und rechts der One-Laptop-Per-Child-Rechner am Stand von RedHat.

Virtualisierung

Parallels und VMWare sind auch mit eigenen Ständen vertreten. Jedoch scheint die Motivation bei den beiden Firmen recht unterschiedlich zu sein. Während man bei Parallels sichtlich stolz auf den Erfolg ist und auch einige Details über zukünftige Versionen verriet, gab man sich bei VMWare eher wortkarg und unmotiviert (“Wir schauen mit Fusion mal, wie sich der Mac-Markt entwickelt.”). Eine Herausforderung an einen Konkurrenten hört sich anders an. Details zu den Dingen, die ich bei beiden Firmen erfahren habe, erfahrt ihr in einem späteren Artikel.

Lifestyle

Nachdem sich die Meldung, dass Apple seit 1999 zum ersten Mal wieder auf der Cebit ausstellt, nach dem richtigen Lesen der Pressemeldung, schnell als Ente erwies, verknüpften sich trotzdem hohe Erwartungen an diesen Sonderteil der Ausstellung.

Letztendlich war er aber mehr eine Enttäuschung. Es wurden unterschiedliche Varianten von Wohnzimmern mit digitalen Geräten ausgestellt. Dazu gehörten Flachbildfernseher, Media-Center-Lösungen, Lautsprecherstationen für den iPod und ein iMacs. Am interessantesten waren noch die intelligenten Bilderrahmen, die von einer Speicherkarte gefüttert, die Bilder einer Digitalkamera anzeigen können.

Gamer und Poweruser

Über mehrere Hallen erstreckte sich das Angebot für Spieler und Poweruser. Es gab Graphikkarten zu bestaunen, deren Kühllüfter schon stark an Turbinen erinnern, Gehäuse, Motherboards und zahllose Komponenten, die auch das letzte Quäntchen Leistung aus dem Rechner holen sollen.

Ansonsten ist dieser Bereich aber eher von der Vermarktung, als von der Vorstellung konkreter Produkte geprägt. Intel versucht seine aktuelle Prozessorlinie als die weltbesten Spieleprozessoren zu vermarkten, während AMD die Vorzüge der Integration des Graphikspezialisten ATI preist.

Vermischtes

Bei den Streifzügen durch die einzelnen Hallen, entdeckt man hin und wieder auch etwas von Apple. Der iPod scheint gerade bei vielen asiatischen Händler immer noch großes “Vorbild” für das Produktdesign zu sein. Aber auch ältere Geräte aus dem Hause Cupertine dürfen schon mal Pate stehen, wie man auf den Galeriebildern sehen kann.

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Ein Schelm, wer sich hier an das erste iBook erinnert fühlt. Gefunden am Stand von Tulip.

Witzig war der Stand einer Firma, die eine Groupware auf Linux-Basis anbietet und die Produktpräsentation dann aber auf einem Mac innerhalb einer virtuellen Maschine durchführte. Kommentar eines Mitarbeiters dazu: “Kennen Sie einen schönen Linux-Desktop? Ich nicht und deshalb nehmen wir hier Mac OS X.”.

Zu guter Letzt kam ich noch am (momentan) weltgrößten Flachbildfernseher von Sharp vorbei. Das Gerät hat eine Bilddiagonale von sagenhaften 108 Zoll. In der Höhe schafft es das Gerät locker auf 1 1/2 Meter. Da bekommt das Wort fernsehen eine ganz neue Bedeutung, denn ein Mindestabstand von 4 oder 5 Meter zu diesem Gerät ist Pflicht, will man sich nicht die Augen verrenken.

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Links der Bereich von lifestyle@Cebit und rechts der riesige 108 Zoll Fernseher von Sharp

Fazit

Der Trend, dass sich die Cebit wieder mehr hin zu einer Fach- als zu einer Consumer-Messe entwickelt, ist schon deutlich spürbar. Nächstes Jahr soll dem auch durch Verkürzung des Messezeitraums Rechnung getragen werden.

Auch wenn Apple selbst nicht auf der Messe präsent ist, so kann man doch an einigen Ecken auf Apple Produkte treffen. Gerade für das iPod-Universum kann man zahlreiches Zubehör finden.

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