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Veröffentlicht am  18.03.07, 12:45 Uhr von  

Cebit: Fritz!Mini Kurzvorstellung

AVM FritzGestern konnte ich auf der Cebit am Stand der Berliner Firma AVM einen ersten Blick auf das neue Fritz!Mini werfen. Vereinfacht gesagt, ist dieses Gerät ein WLAN-Telefon für Internet und Festnetz, mit dem sich aber auch weitere Dienste wie z.B. E-Mail, Podcasts und RSS-Feeds nutzen lassen.

Aussehen

XYDas Gerät erinnert mit seinen abgerundeten Kanten an einen iPod mini. Es ist dabei aber deutlich größer (12cm) und dicker. Das Telefon ist in schwarz gehalten und die Zahlen 2, 4, 5, 6 und 8 auf dem Nummernblock erinnern ein wenig an das Click-Wheel des iPods. Über dem Ziffernblock befindet sich ein kleines Farbdisplay und darüber wiederum der Lautsprecher. Dieser ist im Verhältnis ziemlich groß geraten und lässt den Fritz!Mini etwas kopflastig wirken.

Funktionen

Der Fritz!Mini ist als WLAN-Telefon für Internet- und Festnetztelefonie gedacht. Diese Funktion erbringt er in Zusammenarbeit mit der Fritz!Box Fon WLAN. An diese können auch herkömmliche Festnetzanschlüsse angeschlossen werden, welche sich dann über das Fritz!Mini nutzen lassen. Wenn man VoIP nutzt, dann kann man mit diesem Telefon die sogenannte HD-Telefonie nutzen, die statt 8Kbit (ISDN-Standard) 16Kbit für die Sprachkodierung verwendet und damit eine höhere Sprachqualität ermöglichen soll.

Weiter ist es möglich das Telefon als Musikspieler für im WLAN verfügbare Musik oder Internetradio zu nutzen. An der ebenfalls neu vorgestellten Fritz!Box 7270 lässt sich über USB 2.0 eine Festplatte anschließen, auf deren Musikarchiv der Fritz!Mini zugreifen kann. Doch damit ist es noch nicht genug, denn AVM hat dem Gerät auch noch einige PIM-Funktionen (Personal Information Manager) spendiert. Es verfügt über einen integrierten POP3-E-Mail-Client, mit dem sich E-Mails lesen lassen. Außerdem kann man Podcasts abrufen und anhören und RSS-Feeds lesen.

Damit man bei der Vielzahl der Funktionen nicht den Überblick verliert, hat AVM dem Telefon eine Menüstruktur und -navigation spendiert, die sich stark an der des iPods orientiert. Man darf gespannt sein, wie Apple bzw. Creative hier reagieren wird, denn die beiden Firmen hatten erst vor kurzem ihren Rechtsstreit über das iPod-Interface beigelegt.

Anschluss gesucht

XYMit der Fritz!Box kommuniziert das Telefon über den 802.11g WLAN-Standard. Das nicht schon der neue 802.11n-Standard zum Einsatz kommt, liegt daran, dass man bei AVM auf bestehende Anwender Rücksicht nehmen will.

An der Oberseite des Geräts befindet sich ein Audio-Ausgang, an den sich entweder Kopfhörer oder die Stereoanlage anschließen lassen. Als Clou für iPod-Besitzer dürfte sich der an der Unterseite integrierte Dock-Anschluss erweisen. Dieser ist mit dem iPod kompatibel und somit dürfte sich auch zahlreiches iPod-Zubehör (Lautsprecherstationen, Ladegeräte) mit dem Fritz!Mini nutzen lassen.

Fazit

Leider konnte ich das Gerät auf dem AVM-Stand keinem Kurztest unterziehen, da es sich aufgrund der Vielzahl an WLANs in der Messehalle für keins davon entscheiden konnte. Die Funktionen des Geräts wirken vielversprechend und machen Lust darauf, es selbst mal auszuprobieren.

Der Fritz!Mini soll im zweiten Quartal 2007 (Sommer) auf den Markt kommen und von AVM direkt verkauft werden, dass heißt es soll zunächst keine günstigen Bundle-Angebote von Providern, wie bei der Fritz!Box üblich, geben.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 6 Kommentar(e) bisher

  •  PDNQ sagte am 18. März 2007:

    Ich frage mich nur, was das mit Apple-Thematik zu tun hat.

    Antworten 
  •  fr sagte am 18. März 2007:

    das menü erinnert mich stark an den ipod. haben die leute keine eigenen ideen mehr?

    Antworten 
  •  radneuerfinder sagte am 18. März 2007:

    Alle bis heute verkauften Fritzboxen haben, wenn überhaupt, eine USB 1.1 Buchse.

    Antworten 
  •  Sven sagte am 18. März 2007:

    Danke für die Kurzvorstellung. Ich finde es gut, hier auch über Dinge zu lesen, die zwar nichts unmittelbar mit Apple zu tun haben, die aber durchaus von allgemeinem Interesse sind.

    Zum Gerät selbst: Der fehlende 802.11n-Standard macht das Fritz!Mini für mich uninteressant. Es ist mir unverständlich, warum AVM auf “veralterte” Standards setzt, wo doch bereits heute absehbar ist, dass die Reise in Richung Triple Play geht und höhere Bandbreiten verlangt (z.B. auch AppleTV).

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  •  sm sagte am 18. März 2007:

    AVM sieht die Fritz!Box 7170 sozusagen als “Basisstation” für das Mini-Gerät. Und die 7170 bietet kein 802.11n an. So einfach ist das alles :)

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  •  ml sagte am 18. März 2007:

    @Sven: AVM hat auf der Cebit ebenfalls die 7270 vorgestellt. DIese hat u.a auch 802.11n- und USB 2.0-Unterstützung. Insofern kann der Mini seine volle Kraft wohl auch nur mit dieser Station voll entfalten. Daher wundert einen die fehlende 802.11n-Unterstützung des Geräts. Auf der anderen Seite benötigt man für Sprachtelefonie, Musikstreaming oder RSS-Feed-Lesen nicht die Bandbreite von 802.11n.

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