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Veröffentlicht am  19.03.07, 13:41 Uhr von  Alexander Trust

Test: Photographerbook

photographerbookAuch im Zeitalter digitaler Fotografie wünscht man sich manchmal, seine Fotos “begreifen” und in echten Alben archivieren zu können. Einen Entwicklungsservice für digitale Bilder bietet mittlerweile auch der Fotoladen um die Ecke. Doch wenn man die Fotos schon digital vorliegen hat, liegt es eigentlich nahe, gleich das ganze Album drucken zu lassen. Das allerdings ist in der Regel mit mehreren Hürden verbunden: Zum einen sind Kleinauflagen nicht gerade günstig, zum anderen fehlen meist die nötigen Layout-Kenntnisse.

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Neues Fotobuch erstellen und verwalten mit Photographerbook.

Eine einfache Möglichkeit, Fotobücher direkt am Mac zu gestalten und über das Internet zu bestellen, bietet seit jeher Apples iPhoto. Über die Ergebnisse lässt sich streiten, Profis werden aber wohl weder mit der Qualität des Drucks, noch mit den Beschränkungen der vorgefertigten Templates zufrieden sein. In direkter Konkurrenz dazu tritt seit kurzem ein neuer Service namens Photographerbook an. Wir haben ihn für euch getestet.

Software
Photographerbook bietet eine eigene Software zum Gestalten und Bestellen der Fotobücher an. Erstaunlicherweise läuft die Software nur auf dem Mac (ab OS X 10.4), so dass PC-User außen vor bleiben. Download und Installation des gut 10 Megabyte großen Programms sind ein Kinderspiel, ebenso das Erstellen eines neuen Projektes über die Abfragemaske. Hier gibt man die grundlegenden Paramter wie Seitenzahl, Bindung und Format ein und die Software erstellt anschließend passgenaue Vorlage-Dateien. Erfreulicherweise lässt sich die Seitenzahl später noch ändern, genauso wie sich einzelne Seiten innerhalb des Buches verschieben lassen.

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Bestellen und Hochladen – hier ist Geduld gefragt.

Einmal aufgesetzt, verlangt das neue Fotobuch aber einiges an Eigeninitiative. Die Software erstellt lediglich die Vorlagen im PSD-Format, Layout und Inhalt müssen eigenhändig eingefügt werden. Um ein halbwegs professionelles Bildbearbeitungsprogramm und entsprechendes Know-How kommt man also nicht herum. Leider gibt es auch keine mitgelieferten Layout-Templates. Während der Profi genau dies als großen Pluspunkt von Photographerbook empfinden mag – schließlich lässt sich so jeder Quadratmillimeter im Buch nach den eigenen Vorstellungen gestalten – wird der ambitionierte Laie sich wohl ein bißchen mehr Unterstützung bzw. Automatisierung wünschen. Nichtzuletzt erfordert der erhöhte Layoutaufwand im Vergleich zur iPhoto-Lösung auch eine entsprechende Zeitinvestition.

Bestellvorgang
Ein Klick auf den Bestell-Button führt anschließend zu einem übersichtlichen Formular, auf dem man Zahlungsart (Vorauskasse, Nachname, Lastschrift oder Kreditkarte) und Lieferanschrift angibt. Die Software erstellt dann eine Bestelldatei, die man entweder auf CD brennt und an den Anbieter schickt, oder über eine möglichst schnelle Internetverbindung hochlädt. Ein 32-seitiges Buch wiegt deutlich über 100 Megabyte, etwas Geduld ist beim Upload also gefragt. Nach Eingang der Datei, bei Druckbeginn und sobald das Buch zum Versand fertig ist, wird der Besteller per E-Mail informiert.

Preislich ist Photographerbook mit Apples Service vergleichbar. Zwar kommen die Apple-Produkte im Grundpreis in der Regel etwas günstiger, haben dafür aber auch weniger Seiten. Unser Exemplar schlug mit 32,90 Euro zu Buche, Fotobücher mit Ringbindung sind ab 14,90 Euro zu haben.

Das fertige Fotobuch
In unserem Test dauerte es 10 Tage vom Hochladen der Druckdatei bis zur Versandmeldung. Wir wählten die Hardcover-Bindung, bei Ringbindung soll es laut Anbieter deutlich schneller gehen. Das Buch kam am nächsten Tag gut verpackt per DHL Express Päckchen bei uns an.

Verarbeitung und Materialien sind erstklassig: Der Einband besteht aus stabilem Karton und einem glänzenden Umschlag; im Inneren ist das Buch mit ungestrichenem Papier gefüttert, die Druckblätter haben eine seidenmatte Oberfläche. Hier wäre allerdings eine etwas stärkere Grammatur wünschenswert.

Farbtreue und Druckqualität sind für einen Digitaldruck ohne Frage sehr gut; ein “dem Offsetdruck entsprechendes Druckergebnis”, wie es der Hersteller auf der Website verspricht, konnten wir in unserem Test jedoch zumindest beim Schriftdruck nicht konstatieren. Dieser dürfte bei Fotobüchern aber ohnehin eine untergeordnete Rolle spielen, und beim Fotodruck zeigte unser Testexemplar erfreulicherweise keinerlei Schwächen.

Fazit
Wer Grundkenntnisse in der Bildbearbeitung und etwas Zeit mitbringt, für den dürfte Photographerbook eine echte Alternative zu Apples Fotobuch-Service sein. In Punkto Gestaltungsmöglichkeiten ist Photographerbook der Konkurrenz um Längen voraus. Qualitativ kann der Service ebenfalls überzeugen, leichte Abstriche gibt es nur beim Schriftdruck und bei der Stärke der Druckbögen. Das trübt das ansonsten tadellose Gesamtbild aber nur minimal.

4.5/5Testurteil: 4.5/5 Macs
Bezeichnung: Photographerbook
Anbieter: Friedmann Print Data Solutions
Preis: ab 14,90 Euro

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 7 Kommentar(e) bisher

  •  Deus sagte am 19. März 2007:

    Sehr schöner Testbericht, der auch meine Erfahrungen mit dem Photographer Book widerspiegelt. Ich wählte Softcover und bin mit der Gesamtqualität äußerst zufrieden.
    Versand nach upload dauerte exakt 7 Tage

  •  fr sagte am 19. März 2007:

    dem test kann ich nur zustimmen. habe vor 3-4 monaten mir ein book drucken lassen und bin mit der qualität sehr zufrieden.

  •  Ralf Mayberg sagte am 3. April 2007:

    Also löst sich auf dem einem Bild “Seven Days of San Francisco” nicht das aufgeklebte Foto vom Cover? Da bleibe ich doch lieber bei dem FotobuchProfi mit einem echtem Hard-Cover Buch und nicht bei einer Aufkleberklösung.

  •  ha sagte am 3. April 2007:

    @Ralf:

    Das ist ein vollständig gedrucktes Hard-Cover Buch. Das Bild auf dem Cover ist ebenfalls gedruckt, inklusive des Rahmens und des “3D-Effekts”.

  •  Klaus Meierfrankenfeld sagte am 10. Juni 2007:

    Habe beide Qualitäten getestet. Die vom Beschiebenen Buch und dem Hinweis von Ralf. Also FotobuchProfi hat Seiten wie aus wirklich teueren Hochglanzmagazinen (meist die für Männer). Ein echter Spitzendruck! Noch nie gesehen sowas.

  •  Photographerbook sagte am 18. Juni 2007:

    @Klaus
    langsam wird es langweilig, es macht keinen Sinn als Inhaber von Fotobuchprofi mit diesen Kommentaren in jedem Blogeintrag Werbung für dich zu machen!
    Wir haben keinen Kunden mit “Klaus Meierfrankenfeld”!
    Zwar lustig wie du unseren Backlinks immer nachgehst und mit wenigen Minuten Zeitversetzung in diversen Blogs negativ-Kommentare zu anderen Fotobuchanbietern abgibst, allerdings nervt es jetzt langsam.

  •  Klaus Meierfrankenfeld sagte am 17. August 2007:

    @Photographerbook man muß ja nicht immer gleich bestellen, um etwas zu testen oder?


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