Review: 30. März 2007,

Test: Equinux TubeStick

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Wir haben die neue DVB-T-Lösung für den Mac aus dem Hause Equinux getestet, den Tubestick. Wenn man an DVB-T und Mac denkt, so denkt man unmittelbar an eyeTV bzw. an Elgato. Bisher führte für den Empfang von DVB-T mittels eines USB-Sticks kein Weg an den Produkten von Elgato vorbei. Wir präsentieren euch eine Alternative.

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Lieferumfang

Der TubeStick ist in einer schwarzen Verpackung zu finden, die im klaren Kontrast zum weißen TubeStick steht. Neben dem Empfänger befindet sich im Lieferumfang eine Antenne und ein Adapter, mit dem man die Antenne an den USB-Stick anschließen kann. Dank dieses Adapters ist es möglich eine beliebige Antenne an den TubeStick anzuschließen. Für alle, die das Gerät nicht direkt an den Mac anschließen können bzw. wollen liefert Equinux noch ein USB-Verlängerungskabel mit. Der Hersteller liefert die Software „TheTube“ zum Empfang von Sendungen mit und eine Testversion von „MediaCentral“, dem MediaCenter vom Equinux.

Design

Der DVB-T-Empfänger von Elgato war noch recht groß und unförmig. Der TubeStick versucht dem Design des Miglia TVMini näher zu kommen und lässt sich nur von den Aufdrucken und den etwas anders geformten Rundungen von ihm unterscheiden. Das große Problem von USB-Sticks ist die Blockierung von umliegenden Ports. An einem MacBook Pro blockiert der TubeStick keine benachbarten Ports, ganz anders sieht es jedoch an einem PowerBook aus, hier wird der nebenliegende USB-Port durch den TubeStick blockiert.
Etwas schade für Besitzer von MacBooks in Schwarz ist die komplette Ausführung des TubeSticks in Weiß. Eine alternative Variante wäre wünschenswert. Einziger Kritikpunkt an der Hardware des TubeSticks ist der relativ wackelige Sitz im USB-Port. Da wäre eine ähnlich feste Verbindung wie beim iPod-Kabel wünschenswert. Der TubeStick hat relativ viel Spielraum auf der vertikalen Achse. Er sitzt so locker, dass er bei entsprechender Neigung aus dem USB-Port rutschen könnte.

Software

Der Umfang der Software TheTube ist mehr als beeindruckend: Man kann damit Fernsehprogramme schauen, aufnehmen, wiedergeben und für die Verwendung am iPod exportieren. Innovativ ist das nicht, aber irgendwie muss sich der günstige Preis von 39€ bemerkbar machen.

Wiedergeben von TV-Programmen ist das Herzstück der Software und dabei wurde viel Wert auf ein einfaches und leicht zu bedienendes Interface gelegt. Die Software kommt ebenfalls in einem eleganten Schwarz daher und ist damit schon für Leopard gewappnet, falls die neue Version von OS X mehr auf Schwarz setzen sollte.

Aufnehmen kann man mit TheTube problemlos, neben dem Bild der Sendung befindet sich der Knopf zum Aufnehmen. Mit einem erneuten Klick kann man die Aufnahme stoppen. Alle aufgenommenen Sendungen oder Videos werden automatisch in eine Art „Archiv“ aufgenommen und unter dem Titel des aktuellen Programms gespeichert. Leider fehlt in dieser Übersicht ein Datum und der Zeitpunkt der Aufnahme, nimmt man verschiedene Teile einer Sendung auf, so werden alle Aufnahmen unter dem gleichen Namen gespeichert. Das Vorschaubild kann kaum gegen diese Unübersichtlichkeit ankämpfen.

Exportieren von aufgenommen Sendungen für den iPod geht mit wenigen Klicks. Nach der Umwandlung in das entsprechende Format wird automatisch iTunes gestartet und das Video wiedergegeben. Mit iTunes kann dann direkt die Übertragung auf den iPod stattfinden.

Eine Fernbedienung ist nicht im Paket des TubeSticks enthalten – das Beste, was Equinux tun konnte. Bevor man eine schlechte Fernbedienung wie Elgato beim EyeTV Diversity mitliefert, verzichtet man lieber darauf und nutzt die Fähigkeiten und das Design der Apple Remote. Dadurch entgeht man der Problematik, die wohl in vielen Wohnzimmern herrscht: viele oder eine universelle Fernbedienung?

Mobilität

Dank der kompakten Maße lässt sich der TubeStick optimal unterwegs nutzen. Die Akkulaufzeit des MacBook Pro sank jedoch von knapp drei auf etwas über zwei Stunden. Während einer Autofahrt gibt der TubeStick schon ab einer Geschwindigkeit von ca. 100km/h auf; Liegt dies am fehlenden Diversity-Modus?
Für den Garten, die Terrasse, die Uni oder sonstige Lokalitäten, bei denen man sich nicht rasant bewegt, ist der TubeStick hingegen optimal geeignet. Jedoch ist oberste Vorsicht geboten, falls man den Mac auf dem Schoß liegen haben sollte. Es ist durchaus denkbar, dass durch eine ungünstige Bewegung der TubeStick abbricht. Ist dabei nur der Stick zu Bruch gegangen, so ist dies nicht so schlimm, als wenn man dadurch seinen USB-Port zunichte gemacht haben sollte.

Kabelsalat

Wie beim EyeTV ist die Antenne durch ein Kabel mit dem TubeStick verbunden. Es wäre wünschenswert, wenn die Antenne im TubeStick verbaut wäre. Es sollte möglich sein, die Antenne zum DVB-T-Empfang im USB-Stick zu verbauen. Kabelsalat tritt nicht auf, aber auf einem aufgeräumten Schreibtisch sieht es einfach nicht schön aus.

MediaCentral

Zur Einführung des TubeStick liegt dem Paket zusätzlich die Vollversion des „MediaCentral“ bei, die einen Wert von 29,95 Euro hat. Im Test war die Software nicht zu gebrauchen. Die Wechsel zwischen den Menüs und das Abspielen von Medien hat dank langer Wartezeiten einen Test unmöglich gemacht. Am MacBook Pro, der als Testhardware zum Einsatz kam, sollte es nicht gelegen haben. Es ist ärgerlich, dass sich die Software von ihrer schlechten Seite gezeigt hat, da die Features sehr interessant wirken: Skype-Integration, Musik hören, Bilder aus iPhoto und Flickr betrachten, Videos und Filme schauen, Radio hören. Die Software könnte eine wirkliche runde Sache sein, aber ein Test war unter den gegebenen Umständen nicht möglich.

Fazit

Der TubeStick von Equinux bietet genau die Features, die man von einem simplen DVB-T-Empfänger erwartet. Er glänzt nicht durch besondere Fähigkeiten und die Software bietet ebenfalls keine Funktionen, um sich von der Konkurrenz abheben zu können. Sein großes Plus ist der Preis! Bei 39 Euro sollte jeder ohne schlechtes Gewissen zum TubeStick greifen, der an seinem Mac TV-Sendungen aufzeichnen oder schauen möchte. Für diejenigen, die mehr als nur diese Grundfunktionen bei einem DVB-T USB-Stick brauchen, wird wohl der Griff zu einem Produkt von Elgato unausweichlich sein.

Wertung

6/10
Günstiger Preis
Leicht zu bedienende Benutzeroberfläche
Blockiert USB-Ports an PowerBooks
Wackelig im USB-Steckplatz
Namen von Aufnahmen nicht Episoden-tauglich
MediaCentral im Test unbrauchbar
Weitersagen

Zuletzt kommentiert



 4 Kommentar(e) bisher

  •  sm (30. März 2007)

    @sebid: Wie gesagt, für Leute, die einfach nur TV schauen wollen, ist das keine schlechte Sache. Und bei dem Preis kann man keine Wunder erwarten ;)

  •  sebid (30. März 2007)

    Das allergrößte Manko des TubeSticks, bzw. seiner Software The Tube ist, dass man Sendungen nur aufnehmen kann, wenn man daneben sitzt und auf Aufnehmen klickt.

    Eine zeitgesteuerte Aufnahme ist gar nicht möglich. Weder per nicht vorhandenem EPG noch über eine Eingabe der Zeit.

    Wer nur live TV gucken möchte, für den ist das sicher kein Manko, aber wenn man mal was aufnehmen will, wenn man nicht da ist, ist das Mist.

    Das wird im Artikel gar nicht erwähnt. Von problemloser Aufnahme würde ich da nicht sprechen.

    Ausserdem sind die Aufnahmen in The Tube gefangen, da Export nur als iPod-Video mit Winzig-Auflösung möglich.

    Da kann man nur auf ein baldiges Update hoffen.

    Momentan für mich absolut kein Ersatz für eyeTV. Aber ich hoffe mal, das wird noch. Würde nämlich gerne zwei Sendungen gleichzeitig aufnehmen können. Eine mit eyeTV und die andere mit TheTube.

  •  Jens (10. Mai 2007)

    Heisst die DejaVu Funktion, dass nun auch zeitgesteuerte, vorprogrammierte Aufnahmen möglich sind?

  •  ml (10. Mai 2007)

    @Jens: So wie ich es verstanden habe nicht. Bei Deja Vu wird einfach freier Festplattenspeicher genutzt, um permanent das Programm aufzuzeichnen. Entscheidet man sich dann später eine Sendung doch aufzuzeichnen, kann man bis zu dem Punkt zurückgehen, an dem man das Programm gestartet hat.


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