MACNOTES

Veröffentlicht am  12.08.07, 20:25 Uhr von  

Ein Einblick in iPhoto 7.0.1

iPhoto

Es hat zwar etwas gedauert, aber mittlerweile ist auch bei uns in der Redaktion ein Exemplar von iLife’08 eingetrudelt. Grund genug die einzelnen Programme einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und mit ihren Vorgängern zu vergleichen. Dabei steht iPhoto’08 natürlich besonders im Fokus der Öffentlichkeit. Nachdem die vorige Version vor allem in puncto Geschwindigkeit zulegen konnte, verspricht iPhoto’08 Verbesserungen im Bereich der Foto-Verwaltung und Bearbeitung sowie der Online-Anbindung.

Die neuen Features im Überblick

Zu den neuen Features von iPhoto zählen u.a. das Zusammenfassen von Fotos zu so genannten Events, das Veröffentlichen von Bildern und Alben in der .Mac Web Gallery, neue Tools zur Nachbearbeitung von Fotos sowie eine überarbeite Suchfunktion. Zudem kann man auf Online-Handbücher und Video-Tutorials zurückgreifen. Diese Online-Tutorials dürften vor allem Anfängern einen leichten Einstieg in das Programm ermöglichen ohne auf teure und oft oberflächliche Sekundärliteratur zurückgreifen zu müssen.

Der erste Start

Kurz nach der Vorstellung des neuen iLife Paketes stand schon über die Softwareaktualisierung ein Update für iPhoto zur Verfügung, welches die Zusammenarbeit mit FrontRow gewährleisten soll. Hat man Download und Installation erledigt, steht der “Inbetriebnahme” nichts mehr im Wege. Beim ersten Start des Programms wird in gewohnter Manier die vorhandene Foto-Bibliothek auf den neuesten Stand gebracht, was je nach Größe des Archivs etwas Zeit in Anspruch nehmen kann. Hat man diese Prozedur erst einmal erfolgreich hinter sich gebracht, präsentiert sich iPhoto mit leicht aufpolierter Oberfläche. An der standardmäßigen Aufteilung – Sidebar links, Fotos rechts, Menüleiste unten – hat sich zwar nichts geändert, allerdings erstrahlt iPhoto jetzt erwartungsgemäß im selben Look wie iTunes. Alles in allem ein stimmiges Gesamtbild.

Die einzelnen Icons und Buttons wirken insgesamt “lebendiger” und auch die überarbeitete Suchmaske macht einen guten Eindruck. Markierte Bilder werden neuerdings mit einen gelben Rahmen in 3D Optik hervorgehoben. Im Gegensatz zur vorherigen Version finden sich zusätzliche Buttons zum Ausblenden und Markieren der Bilder, Erstellen einer .Mac Web Gallery und zur Aktivierung des Vollbildmodus am unteren Rand des Programmfensters. Von der Optik her unterscheidet sich iPhoto’08 zwar vom Vorgänger, die Änderungen sind aber eher dezent gehalten und gewährleisten einen hohen Wiedererkennungswert.

iPhoto6 iPhoto7
iPhoto6 und iPhoto7 im Vergleich

Events

EventsZu den wichtigsten Neuerungen von iPhoto’08 gehört das Organisieren von Fotos in so genannten Events. Werden neue Dateien von der Kamera auf den Computer übertragen, so ordnet das Programm diese automatisch einer speziellen Gruppe zu: einem Event. Diese werden mit einem Schlüsselfoto – einer Art Vorschaubild welches die Gruppe von Bildern repräsentiert – versehen und in einer gesonderten Ansicht dargestellt. Das Vorschaubild lässt sich natürlich nach Belieben verändern. Auf schickem schwarzenHintergrund mit abgerundeten Ecken und dezentem 3D Touch werden die verschiedenen Ereignisse dargestellt. Ein Doppelklick auf das entsprechende Schlüsselfoto genügt und schon öffnet sich das gewählte Event und zeigt alle enthaltenen Bilder. Hat man beim Import einen Namen für den Film vergeben, so wird dieser unter dem Event angezeigt, ansonsten sieht man lediglich das Datum der Speicherung. Möchte man sich einen kurzen Überblick über die in einem Event enthaltenen Fotos machen, so reicht es aus, die Maus in einer Ecke des Schlüsselfotos zu platzieren und den Cursor ganz langsam über das Bild zu bewegen. Damit blättert man in einer Art Miniaturansicht durch die enthaltenen Dateien. Dieses “Manöver” erfordert zwar einiges an Fingerspitzengefühl, geht aber schon nach kurzer Eingewöhnungszeit recht einfach von der Hand.

Generell funktioniert das automatische Erstellen von Events recht gut. Überträgt man seine Fotos allerdings nicht immer sofort und hat ein regelrechtes Sammelsorium auf der heimischen Digitalkamera, so muss bei der Verwaltung der Fotos selbst Hand angelegt werden, was sich aber erfreulicherweise sehr einfach gestaltet. Über den Button Teilen, kann man die Gruppen aufsplitten oder einfach eine neue Gruppe erstellen. An dieser Stelle wäre allerdings eine Art Baumstruktur bei der Darstellung der Events wünschenswert, so dass man via Drag and Drop noch leichter Bilder hinzufügen/entfernen kann.

Nachbearbeitung leicht gemacht

Schon in der letzten Version wurde den Tools zur Nachbearbeitung von Bildern besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Und iPhoto’08 kann sich auch hier noch einmal steigern. An der gewohnten Vorgehensweise hat sich auf den ersten Blick nichts geändert: ein Doppelklick auf das gewünschte Foto vergrößert dieses und stellt die restlichen Bilder in einer Art Miniaturansicht am oberen Rand des Programmfensters dar. Über entsprechende Buttons wird der Schnellzugriff auf die gängigsten Funktionen wie Drehen, rote Augen entfernen und Verbessern ermöglicht. Erfahrene Benutzer können zusätzliche eine Vielzahl von Änderungen per Hand vornehmen. Und auch im Vollbildmodus lassen Fotos sich weiterhin sehr elegant nachbearbeiten.

iPhoto7 Nachbearbeitung iPhoto7 Nachbearbeitung
Nachbearbeitung im Vollbildmodus

.Mac Web Gallery.

Web GalleryIm Allgemeinen löst der .Mac Dienst unter Mac Usern immer wieder kontroverse Diskussion aus und auch die Vorstellung der Web Gallery sorgte nicht sofort für Begeisterungsstürme. Doch eins nach dem anderen. iPhoto’08 bietet eine integrierte Lösung zur Erstellung von Web-Bildergalerien á la Flickr und Co. Dazu werden einfach einige Fotos ausgewählt und der Button Web-Galerie betätigt. Danach muss noch ausgewählt werden, wer die Bilder sehen darf, ob neue Bilder hinzugefügt werden dürfen etc. – den Rest erledigt das Programm automatisch – einen .Mac Account immer vorausgesetzt.

Je nach Tages oder Nachtzeit gestaltet sich der Upload der Bilder allerdings entweder recht flott oder quälend langsam. Ist das Hochlanden der Bilder einmal abgeschlossen, weiß die Web Gallery durchaus zu begeistern. Auf gewohnt trendigem schwarzen (die Farbe lässt sich auf Knopfdruck ändern) Hintergrund -wahlweise mit Spiegeleffekten oder Cover-Flow ähnlicher Darstellung- werden die Fotos angezeigt. Die Größe lässt sich mit einem Schieberegler in Echtzeit ändern und auch eine Diashow steht zur Auswahl. Je nach gewählter Option können Besucher ihre eigenen Fotos beisteuern, welche dann via Synchronisation auch im eigenen iPhoto bereitstehen, oder Bilder herunterladen. Einziger Wermutstropfen ist und bleibt die unzuverlässige Geschwindigkeit. Sollte man in Cupertino hier nachbessern, so könnte die Web Gallery zukünftig eine feste Institution unter den Online Bilderdiensten werden und für Mac User könnte sich die Investition in einen .Mac Account wirklich lohnen.

Allerlei Kleinigkeiten

Zusätzlich zu den von Apple verstärkt beworbenen Punkten, hat sich bei iPhoto’08 durchaus noch mehr getan. Beispielsweise hat man beim Import von Fotos nun mehr Mitbestimmungsrecht. Zusätzlich zur bereits bekannten Möglichkeit alle Bilder auf einmal zu übertragen, kann man nun auch einzeln auswählen, welche Dateien auf den Computer kommen und welche nicht. Für viele Nutzer ein lange herbeigesehnter Fortschritt. Auch bei der Verwaltung hat sich einiges getan: Bilder lassen sich bei Bedarf markieren und auch auf Wunsch ausblenden. Die überarbeitete Suchmaske erleichtert das Auffinden von Fotos erheblich: es lässt sich nun nach Datum, Schlagwort oder Wertung suchen. Es gibt allerdings auch eine Weiterentwicklung, welche nicht unbedingt bei allen Usern auf Begeisterung stoßen wird: wollte man früher mal kurz ein bestimmtes Foto/Album kopieren oder brennen, konnte man im Finder einfach durch die iPhoto Library in der Ordneransicht stöbern. In iPhoto’08 ist die Bibliothek jetzt ein Paket und muss etwas umständlich über Rechtsklick -> Paketinhalt zeigen durchsucht werden. Den meisten Usern wird dieser Punkt wahrscheinlich nicht einmal auffallen.

Fazit

Soviel steht fest: iPhoto’08 ist mehr als nur ein leicht aufgepeppter Nachfolger der alten Version. Die neuen Features tragen zu einem durchaus überzeugenden Gesamtpaket bei. Wer mit der Neuanschaffung des iLife Paketes liebäugelt kann beruhigt zugreifen: alleine iPhoto rechtfertigt bereits den Kauf. Man sollte allerdings berücksichtigen, dass zur vollen Nutzung aller Features ein .Mac Account benötigt wird, welcher mit 99Euro noch einmal deutlich zu Buche schlägt. Aber auch ohne Web-Anbindung ist iPhoto’08 ein richtiger Leckerbissen für Hobby- und ambitionierte Fotografen.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 4 Kommentar(e) bisher

  •  Manuel sagte am 12. August 2007:

    Was ist mit Photocasting passiert? Ist das jetzt nicht egtl. obsolet mit der Web Gallery?

    Antworten 
  •  Fischer sagte am 12. August 2007:

    Hä, Vollbildmodus und die Fähigkeit zu vergleichen ist doch nichts neues?! Gabs doch vorher auch schon… oder hab ich den Artikel jetzt falsch verstanden?

    Antworten 
  •  sl sagte am 13. August 2007:

    @Manuel: Web Gallery ist ja praktisch die Weiterentwicklung von Photocasting

    @Fischer: Du hast recht – in der Form sollte das eigentlich gar nicht im Artikel auftauchen. Ist korrigiert.

    Antworten 
  •  ruedi flück sagte am 25. Dezember 2007:

    und wie siehts mit der manuellen verwaltung der bilder aus? so wie ich dies sehe ist, die übersicht nicht mehr gewährleistet leider. wie schon in den vorgängern. wenn ich bilder mit ps oder anderen programmen bearbeiten will fällt es schwer diese im iphoto paket drin zu finden und wenn ich bilder im web uploaden will oder einfach nur ein zip von mehreren zu machen wird dies unmöglich ausser ich kopiere sie aus dem iphoto. daher für professionellen gebrauch völlig unbrauchbar… aber für die heimbenützer sicher sehr angenehm. grüsse

    Antworten 

Kommentar verfassen

 0  Tweets und Re-Tweets
       0  Likes auf Facebook
         0  Trackbacks/Pingbacks
          Werbung
          © 2006-2013 MACNOTES.DE. Made with insanely great for all things Mac. Apple.de