: 13. August 2007,

Die Geschichte vom iPhone-Daumen

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Folgende Geschichte müsste jeden einigermaßen erfahrenen Redakteur mehr als stutzig machen: Ein iPhone-Besitzer lässt sich die Daumen chirurgisch operieren, weil er ansonsten das iPhone nicht richtig bedienen kann…

Dass sie es in den USA trotzdem in die führenden Mac-Blogs schaffte, zeigt, dass man Apple-Jüngern dort Wochen nach dem Verkaufsstart des iPhones so ziemlich alles zutraut.

Mann lässt Daumen operieren?

Was war geschehen? Am vergangenen Mittwoch erschien auf der Website des Lokalblättchens „North Denver News“ ein Artikel, der von einer angeblichen Daumen-OP eines fanatischen iPhone-Nutzers berichtete. Der Patient, Thomas Martel, habe mit seinen dicken Fingern Probleme gehabt, die Tastatur des iPhones zu bedienen und sich deshalb beim Chirurgen Dr. Spars in Behandlung begeben. Dieser wird in dem Artikel zu der angeblich revolutionären Behandlungsmethode „Whittling“ (Schnitzen) mit den Worten zitiert: „This is really on the edge sort of stuff.“ (zu deutsch etwa: Das ist echt ’ne super moderne Sache.)

Ein Apple-Tattoo, okay, aber zwei gestutzte Daumen? Es braucht nicht viel Fantasie, um zu erkennen, dass es sich bei dieser Story um (zweifellos gut gemachte) Satire handeln musste. Nur die großen amerikanischen Mac-Blogs schienen nichts zu merken und schmückten am Wochenende kollektiv ihre Startseiten mit der frei erfundenen Story. Gizmodo beschimpfte Martel gar als „Riesen-Depp“, bei TUAW machte man sich Gedanken um die Kosten.

Und so sah sich die Redaktion der North Denver News dazu gezwungen, noch einmal für alle aufzuschreiben, was einem eigentlich schon der gesunde Menschenverstand hätte sagen müssen.

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