Review: 14. September 2007,

Test: Timbuk2 Commute

Timbuk2 Commute
Timbuk2 Commute

Zur Schule, Uni, Arbeit oder einfach von A nach B. Wer mit seinem Laptop häufig unterwegs ist, will ihn gut verstaut wissen. Dabei kann man entweder zu einer Neoprenhülle oder zu einer Laptoptasche greifen.
Timbuk2 nennt sich die Marke aus San Francisco und versteht sich als führend auf dem Markt der urbanen Lifestyle- und Laptoptaschen. In Deutschland ist die Marke weniger bekannt, da sich bereits andere Hersteller etabliert haben. Ein Grund mehr, sich Timbuk2s Modell Commute in einem Test näher anzuschauen, das vom Unternehmen mit der Behauptung „Messenger Bag trifft Laptoptasche“ beworben wird.

Design

Auffällig bei der Commute sind zunächst einmal die drei großflächigen Streifen auf der Außenseite, die man bei vielen anderen Timbuk2-Produkten wieder findet. In der aktuellen Kollektion gibt es acht Farbkombinationen, die saisongerecht etwas gedeckter ausfallen. Ansonsten gibt es die Tasche auch in bunteren Farben.
Durch die Streifen wirkt das Design der Tasche legerer als es bei normalen Laptoptaschen üblich ist. Je nach Einsatzgebiet, kann gerade das aber zu locker sein. Dann ist man wohl ohnehin nicht die Zielgruppe und mit einer klassischen Ledertasche in Schwarz besser bedient.

Materialien und Verarbeitung

Commute wird aus „Ballistic Nylon“ hergestellt, einem besonders robusten Polyamidgewebe. Dieses strapazierfähige Material ist zusätzlich wasserabweisend. Der Boden der Tasche ist wasserfest sowie außen gummiert und bietet daher eine gute Rutschfestigkeit.
Innen findet sich ebenfalls Nylon. Ausnahme ist das Laptopfach, das mit flauschigem Cord zusätzliche Kratzsicherheit für den Rechner bietet.
Immer und überall findet man Polsterung. Natürlich beim Laptopfach, am Handgriff und außen, auf der Rückseite der Tasche, sogar mit doppelter Fütterung.
Die Tasche wird durch zwei Plastikclips geschlossen gehalten, die außerdem mit Reflektoren ausgestattet sind. Besonders positiv ist aber, dass zusätzlich zu den Clips noch zwei breite Streifen Klettverschluss verarbeitet wurden, die die Tasche ebenfalls schließen. So muss man nicht immer an den Clips fummeln, sondern kann die Tasche schnell und bequem mit einer Handbewegung öffnen und schließen und die Clips optional verwenden.

Der Schultergurt trägt die Tasche übrigens an Plastikhaken und -ösen. Dass mögen manche als geringe Qualität auslegen. Allerdings sehen die Haken und Ösen solide aus und zeigten im mehrwöchigen Praxistest keine Anzeichen von Schwäche. Der praktische Aspekt von Plastik ist aber auch das geringe Leergewicht. Denn trotz Polsterung und allem anderen, bringt Commute gerade einmal an die 1,3 kg Leergewicht auf die Waage.
Die Verarbeitung der Tasche mutet grundsätzlich sehr solide an. Die doppelten Nähte tragen dazu sicherlich einen Großteil bei und lose Enden oder sich aufdröselnde Nähte konnten nicht gefunden werden.

Ausstattung und Komfort

Commute bietet weit über zwanzig Taschen, Fächer und Stifthalter. Praktischerweise sind zwei größere davon gleich an der Seite der Tasche und ermöglichen den Zugriff auf Wasserflasche oder iPod.
Das Innere der Tasche ist in drei geräumige Fächer aufgeteilt. Das bereits angesprochene Laptopfach mit Cord, das außerdem über einen eigenen Gurt mit Klettverschluss verfügt. Damit kann sich der Laptop nicht mal eben verabschieden, wenn die Tasche offen steht und umfallen sollte.
Ein weiteres Fach gibt es für Bücher oder Schreibblöcke und eines mit Reißverschluss und verschiedenen kleinen Taschen für Kleinkram, inklusive Schlüsselband. Auch auf der Rückseite der Tasche findet sich noch einmal ein großes Fach mit Reißverschluss.
Der Schultergurt ist durch eine Art Klemmvorrichtung sehr schnell und sehr einfach justierbar. Leider kommt der Schultergurt ohne Schulterpolster, was bei einem solch durchdachten Produkt etwas überrascht. Denn auf Dauer drückt der Schultergurt, abhängig von Inhalt und Gewicht, ein wenig. Man kann das Polster allerdings nachkaufen.
Schlau hingegen ist der extra Gurt, mit dem man die Tasche um die Hüfte befestigen kann. Das ist weniger für den allgemeinen Gebrauch gedacht, sondern hilfreich, wenn man per Fahrrad unterwegs ist.

Ausführungen und Preise

Das Modell „Commute“ ist in zwei Ausführungen erhältlich: Standard bzw. Medium bietet mit den Maßen 28,6 x 40,6 x 15,2 cm (H/B/T) Platz für iBook oder MacBook und 15 Zoll PowerBook oder MacBook Pro und kostet um die 100 Euro.

Timbuk2 Commute X-Large ist mit den Abmessungen 28,6 x 45,7 x 15,2 cm (H/B/T) für größere Kaliber geeignet und bietet einem 17 Zoll PowerBook oder MacBook Pro genügend Platz. Preislich liegt diese Ausführung bei um die 120 Euro.

Wer einen anderen Laptop unterbringen möchte, kann auf der Produktseite die Maße nachlesen, die das Gerät nicht überschreiten sollte.

Fazit

Die vielen Details und ein durchdachtes Design setzten das Produkt in die obere Klasse der Laptoptaschen. Trotz eines fehlenden Schulterpolsters überzeugt die Tasche mit einer hohen Alltagstauglichkeit. Preislich bewegt sich Commute in Gegenden, in denen man andere bekannte Marken antrifft.
Timbuk2 bewirbt die Commute mit der Behauptung „Messenger Bag trifft Laptoptasche“ und hält sich an dieses Versprechen. Commute ist viel mehr als eine klassische Laptoptasche, nämlich eine echte Alternative zu all den schwarzen Laptoptaschen da draußen.

Test: Timbuk2 Commute
4,12 (82,4%) 25 Bewertungen

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Wertung

7/10
große Farbvielfalt
Innenfutter für Laptopfach
wasserabweisend
Kunststoffhaken am Tragegurt
Schultergurt ohne Polster





Zuletzt kommentiert



 2 Kommentar(e) bisher

  •  Patrick (15. September 2007)

    Ich benutze eine Timbuk2 (sprich: Timbuktwo oder dt. Timbuktu) seit etwa drei Jahren täglich und möchte sie nicht mehr missen. Nach diversen Produkten von Markenherstellern bin ich bei Timbuk2 geblieben, weil einfach alles zusammenpasst und perfekt abgestimmt ist. Die Taschen kommen schon fast an teure Spezialanfertigungen für Fahrradkuriere heran, denn solche Taschen konnte ich auch mal zum Vergleich testen. Preislich liegen diese dann beim drei- oder vierfachen einer Timbuk2.
    Die gummierte Unterseite, die Klettverschlüsse mit extra Clips, die Reflektoren, die Unterteilungen im Inneren und besonders das Design der Tasche sind echt genial.
    Man kann übrigens auch eigene Farbkombinationen aus den drei Elementen (links, mitte, rechts) erstellen, welche dann jedoch meist längere Lieferfristen haben. Ich weiss nicht, ob noch immer jede Kombination möglich ist (immerhin drei Jahre her), aber gerade durch die Farbkombinationen unterscheiden sich die Taschen enorm voneinander. Man kann klassische Farben nutzen und recht seriös damit aussehen oder auch den Regenbogen nehmen oder Giftgrün – anything goes. :-)

    Das separat erhältliche Schulterpolster sollte man sich schon noch gönnen. Dass es nicht inbegriffen ist, kann ich verstehen, denn nicht jeder packt seine Tasche so voll oder trägt sie so lange, dass ein Polster wirklich Sinn macht. Die 15 Euro sind es mir absolut Wert gewesen.

    Mit der Tasche bin ich auch wegen ihrer Haltbarkeit sehr zufrieden. Im harten Einsatz hat sich noch nie eine Naht gelöst und kein Haken ist kaputt gegangen, wie das bei anderen Herstellern nach Jahren gerne passiert.
    Auch optisch macht sie noch was her und lässt sich kaum von einer neuen Tasche unterscheiden, denn die Farben und der Stoff sind sehr stabil. Ein Mal im Jahr kommt sie in die Waschmaschine und wie es aussieht, wird es noch einige Jahre dauern, bis eine neue ansteht.

    Timbuk2 ist großartig, schiesst sich aber fast ein Eigentor mit der unglaublichen Haltbarkeit. Ich kann die Taschen aber jedem empfehlen, der viel mit Notebook und Fahrrad unterwegs ist und nicht auf Komfort sowie Style verzichten will. Gegenüber teuren Designertaschen oder Spezialanfertigungen ist die Commute nicht nur preislich, sondern auch meist funktional im Vorteil. Crumpler stinkt dagegen z.B. total ab, wenn man nicht gerade einen Schlafsack mit einpacken will. ;-)

    Meine Empfehlung: Timbuk2 -> 6/5 Macs :-D

  •  sh (15. September 2007)

    @Patrick: Danke für den äußerst umfangreichen Kommentar und die Zusatzinfos.


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