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Veröffentlicht am  2.11.07, 22:38 Uhr von  ac

Tutorial: Leopard Finder Teil 1

Leopard Finder

Im ersten Tutorial habt Ihr Infos und Tipps zu der Leopard Installation bekommen. In diesem Beitrag erfahrt Ihr Interessantes zum neuen Finder.

Da dieses Thema sehr breit gefächert ist, würde es an dieser Stelle den Platzrahmen sprengen, daher wird es Euch in mehreren Teilen serviert. Zudem könnt ihr noch mehr und ab sofort in meinem Buch »Mac OS X 10.5 Leopard – Für Einsteiger und Windows-Umsteiger« erfahren. Erhältlich in allen gut sortierten Buchhandlungen.

Der Finder und seine Fenster

Endlich hat Apple in Leopard eine einheitliche Optik geschaffen, die Finder-Fenster haben alle eine gleiche Erscheinung und wirken wesentlich dezenter. Jedes Fenster verfügt über eine einfache und eine erweiterte Ansicht. Durch den Darstellungsknopf kann man diese Ansicht abwechselnd verändern.

Mit der erweiterten Ansicht kommt zusätzlich zu der Titelleiste, eine Symbolleiste und eine Seitenleiste hinzu. Beide lassen sich nach belieben anpassen. Für Tastenfreaks gibt es den Kurzbefehl Alt + Befehl + T um zwischen diesen Ansichten zu wechseln.

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Die Symbolleiste

Ein Klick mit gehaltener Alt + Befehlstaste auf den Darstellungsknopf ruft ein Fenster mit Bedienelementen für die Symbolleiste auf. Hier könnt Ihr mit der Maus die diversen Bedienelemente in die Symbolleiste ziehen und so mit neuen Funktionen bestücken. Mit dem Standardsatz wird die ursprüngliche Anordnung zurückgeholt. Dieser Funktion kann auch mit dem Befehl aus dem Menü Darstellung > Symbolleiste anpassen… aufgerufen werden.

» Die Symbolleisten-Symbole werden verkleinert und können so bis auf eine minimalistische Textdarstellung vereinfacht werden.
» Wer gerne auf seine Lieblingsprogramme oder Ordner direkt über die Symbolleiste zugreifen möchte, der kann mit der Maus und gehaltener Befehlstaste die Icons von Programmen oder Ordnern auf die Symbolleiste ziehen und dort platzieren. Nach dem gleichen Prinzip kann man die Symbole wieder aus der Symbolleiste herausziehen. Sie verpuffen mit der Staubwolken-Animation.

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Die Seitenleiste

Hier lassen sich oft besuchte Ordner, Netzwerke und Volumen vorfinden. Sehr an die iTunes Seitenleiste erinnernd hat man hier eine sehr übersichtliche Einteilung. Zudem können bereits vorgefertigte »intelligenten Suchordner« für eine Suche verwendet werden. Das Anpassen der Seitenleiste erfolgt über »Drag&Drop« mit der Maus. Zieht Ordner und Programme dort hinein. Die einzelnen Kategorien (Geräte, Orte und Suche) lassen sich auf- und zuklappen, das geschieht mithilfe des Pfeilsymbols.

» Egal ob in der erweiterten oder einfachen Fensteransicht, es lassen sich noch zusätzliche Informationen einblenden. Dazu gehört die Statusleiste, aus der man beispielsweise die Anzahl an Objekten und die Größe des Ordners entnehmen kann.
» Neu in Leopard ist die Pfadleiste ein sehr praktisches Element, welches die Verzeichnisstruktur anzeigt. Damit kann man sich schnell und effizient in den Dateipfaden orientieren. Wer schnell Pfade auffinden möchte, kann es mithilfe des Befehls Gehe zu > Gehe zum Ordner erledigen. Hier hat Apple ein automatisches Ergänzungssystem eingebaut. Gibt man die ersten Buchstaben eines Ordnernamens, so wird dieser von Apple vorgeschlagen. Mit der Tabulatortaste kann das ganze beschleunigt werden.

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Die Titelleiste

Last but noch least sollte die Titelleiste genannt werden, diese zeigt nicht nur den Namen des Ordners und enthält die Ampelknöpfe, sowie den Darstellungsknopf. Sie hat auch noch zwei andere Funktionen. Zum einen lässt sich das Fenster beliebige auf dem Schreibtisch mit der Maus verschieben. Hat man Spaces an, kann das Fenster auf eines der Bildschirmränder gezogen werden, automatisch wird dann das Space mit diesem Fenster gewechselt.

» Ein Doppelklick auf die Titelleiste befördert ein Fenster ins Dock. Diese Funktion lässt sich im Menü Finder > Einstellungen ein- und ausschalten. Die Einstellungen können auch mit dem Kürzel Befehl + Komma aufgerufen werden.
» Neu ist zudem ein Klappmenü, welches sich zum Ansteuern von übergeordneten Verzeichnissen sehr gut eignet. Ein Rechtsklick auf den Namen in der Titelleiste genügt, schon kann man in einen anderen Ordnerinhalt springen.

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Fortsetzung folgt – stay tuned!

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 11 Kommentar(e) bisher

  •  tbo sagte am 2. November 2007:

    Ja aber, das ist doch nicht neu. Diese Funktionen gabs in Tiger doch auch alle.

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  •  ac sagte am 2. November 2007:

    tbo: Der Sinn eines Tutorials ist es nicht nur “Neues”, sondern in erster Linie Praktisches und Informatives dem interessierten Leser zu vermitteln. Dieser Beitrag richtet sich vorallem an Einsteiger und auch Umsteiger aus anderen Welten, wie z.B. Mac OS 9, Windows oder Linux. (Einige der im Tutorial erwähnten Punkte sind mitnichten in Tiger integriert…)

    Antworten 
  •  Patrick sagte am 2. November 2007:

    Ein sehr schöner Teil des Tutorials. Danke und weiter so!

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  •  hessi sagte am 2. November 2007:

    Wo Du’s grad so schön erklärst: Wie kann ich denn in der Sidebar wieder per Netz verbundene Shares direkt anzeigen lassen? Nur den Server zu sehen ist einfach nervig… :-(

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  •  ac sagte am 2. November 2007:

    Hallo Hessi,

    na gut, dann werde ich dem nächsten Tutorial vorweg greifen. ;) Hierzu musst Du im Findermenü die Einstellungen aufrufen (Befehl Komma). Anschließend klickst Du unter “Allgemein” den Punkt “Verbundene Server”.

    Hast Du Dich bereits mit einem Share (Volume etc.) verbunden, kannst Du es in die Seitenleiste mit der Maus unter die Kategorie “Orte” ablegen.

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  •  hessi sagte am 3. November 2007:

    ac: Antwort ist fast richtig, vielen Dank. :-)
    Finder Preferences bezieht sich auf Desktop, da brauch ich sie nicht…
    Und die Shares werden auch nicht in Orte, sondern in Geräte gezogen – ausser die deutsche Übersetzung ist fehlerhaft: im Englischen eben in Devices, nicht in Places.
    Faszinierend: Der Finder merkt sich das… :-)
    Merci beaucoup.

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  •  ac sagte am 3. November 2007:

    hessi; Gern geschehen. Nein, Du hast Recht ich habe Places mit Devices vertauscht, auch in der deutschen Variante sind es Geräte und nicht Orte. Übrigens, das mit den Shares auf dem Schreibtisch war auch ein Tipp der im Tutorial vorweg genommen wurde, so zu sagen ein “Bonbon” :)

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  •  Haulau sagte am 3. November 2007:

    Sehr schönes Tutoial!
    Ich wusste so einiges nicht :D

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  •  ac sagte am 4. November 2007:

    Halau: Dankeschön! Das freut mich zu hören :)

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  •  Paul sagte am 10. November 2007:

    Das Klappmenü in der Titelleiste gibt es spätestens seit System 7.

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  •  ac sagte am 10. November 2007:

    Paul, das Klappmenü ist aber in Mac OS X eine Neuerung. Keiner hat behauptet es wäre eine neue Erfindung in OS X :)

    Antworten 

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