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Veröffentlicht am  9.11.07, 17:14 Uhr von  

Tutorial: Leopard Finder Teil 2

Leopard Finder

Im ersten Teil des Finder-Tutorials habe ich Euch gezeigt wie die Fenster im Finder zu handhaben sind. Heute möchte ich auf das Thema Spotlight und Time Machine auf mehrfachen Leserwunsch eingehen. Time Machine hat bekanntlich mit Leopard seine Premiere gefeiert und ist ein wirklich super einfach zu bedienendes Backupsystem. Das schöne daran ist, wenn die Time Machine Festplatte voll wird, kann man entweder einfach eine neue als Backup Volumen einstellen – dazu reicht es in den Time Machine Systemeinstellungen den Knopf »Volume wechseln…« zu klicken – oder man lässt immer die älteren Daten automatisch von Time Machine löschen, d.h. die Vergangenheit wird nur in einem begrenzten Zeitfenster hinter der Gegenwart mitgezogen.

Time Machine

Die Funktion Time Machine kann in den gleichnamigen Systemeinstellungen angepasst werden. Achtet darauf, dass Time Machine das System unter Umständen ausbremsen kann. Hierzu hilft das Ausschließen von gewissen Ordnern aus dem Backup. Dieser Vorgang lässt sich mit dem Knopf »Optionen…« erledigen. Ein Klick auf das Plus reich aus um diverse Ordner wie z.B. Programme etc. nicht in das Backup zu nehmen.

Die Apple-Ingenieure haben das Backupsystem so weit vereinfacht, dass einige Features aus der Betaphase jetzt in der finalen Version sehr versteckt sind. Damit ist das Ausschließen von Systemdateien gemeint. Das geht folgendermaßen: Klickt auf das Plus und wählt den System-Ordner aus. Daraufhin erscheint ein Hinweis.

Klickt in diesem Dialog auf »Alle Systemdateien ausschließen«. Damit spart man sich Zeit und Ressourcen. Es ist aber nicht mehr gewährleistet, dass bei Systemproblemen und bei einer Neuinstallation das System von Time Machine wieder hergestellt werden kann.

Spotlight

Mit Spotlight hat Apple in Leopard endlich neue Funktionen eingeführt, die für viele Anwender bis dato gefehlt haben. Darunter ist eindeutig die Suche auf anderen Netzwerkvolumen, sowie das direkte Anzeigen der Orte bei Duplikaten (die Laufwerke oder Ordnernamen erscheinen hinter der Datei in grauen Lettern)

Wie bei Time Machine ist es bei Spotlight möglich Orte für die Indexierung auszuschließen, hierzu muss in den Spotlight Systemeinstellungen mit dem Register »Privatsphäre« der Ort mit dem Plus hinzugefügt oder mit dem Minus freigegeben werden.

Spotlight ist aber nicht nur für die Suche verantwortlich, damit lassen sich im Finder auch die so genannten intelligenten Ordner erstellen. Die Suche kann man in einem Finderfenster starten oder mit dem Tastaturkürzel Befehl + F. Dann können mit den diversen Kriterien Sucheoptionen eingegrenzt werden. Damit ergibt sich fast eine unendliche Anzahl an Suchmöglichkeiten.

Die Suchkriterien befinden sich gut versteckt hinter dem Klappmenü mit der Aufschrift »Art« dort reicht es auf den Punkt »Andere…« zu klicken und schon kommt wieder eine gewaltige Anzahl an neuen Suchkriterien zum Vorschein. Mit dem setzen eines Häkchens bei der Spalte »Im Menü« wird das so markierte Kriterium in dem vorher erwähnten Klappmenü angezeigt.

Mit dem Suchfenster kann man auch in den Genuss der neuen hoch aufgelösten Icons kommen. Dazu kann man den Regler in der rechten unteren Ecke verwenden. Die Möglichkeit endlich auch nur nach Dateinamen zu suchen erleichtert es ungemein, da oft durch den Index von Spotlight viel zu viele Treffer auftauchen. Das kann dann leicht unübersichtlich werden.

Intelligente Ordner


Wie macht man aber einen intelligenten Ordner? Im Prinzip ist es ja nichts anderes als eine gesicherte Suche im Finder, die durch ein Ordnersymbol als Platzhalter angezeigt wird.

Hierzu kann man durch die Auswahl der bereits genannten Kriterien eine Suche eingrenzen und anschließend reicht es auf den Knopf »Sichern« zu klicken um einen intelligenten Ordner zu erstellen. Dieser aktualisiert sich »on the fly«, d.h. die Suchinhalte sind nicht statisch, sondern werden mit jeder Veränderung aktualisiert.

Diese Funktion ist sehr praktisch bei einer Selektion von großen Datenmengen, damit kann man sich viel Zeit und Arbeit ersparen und somit immer die benötigten Dateien mit den passenden Kriterien im Griff zu haben.

Übrigens, die so gesicherten intelligenten Ordner erscheinen automatisch in der Seitenleiste eines Finderfensters unter dem Punkt »SUCHE«. Wer das lästig findet, kann diese einfach mit der Maus aus der Seitenleiste herausziehen und in einer Staubwolke verschwinden lassen. Der echte intelligente Ordner ist natürlich nicht weg und befindet sich dort, wo man ihn abgesichert hat. In den meisten Fällen ist der Ort »Gesicherte Suchabfragen«.

Habt Ihr noch nicht genug und wollt mehr? Dann kann ich Euch mein Buch »Mac OS X 10.5 Leopard – Für Einsteiger und Windows-Umsteiger« wärmstens empfehlen.

Obwohl der Titel etwas täuscht, gibt es auch genügend Infos und Tipps zu Neuerungen in Leopard, die auch für Profis interessant sind. Es ist seit dieser Woche zu haben und kann in jeder gut sortierten Buchhandlung oder bei Amazon erworben werden. Ein schönes und vor allem günstiges Weihnachtsgeschenk für alle Mac-Fans und die, die es werden wollen!

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 5 Kommentar(e) bisher

  •  Manuel sagte am 9. November 2007:

    Gibt es denn keine Möglichkeit mehr die nach Typen geordnete und mit blauen Trennbalken versehene Spotlightübersicht wie in 10.4 zu erhalten? Die neue Darstellung finde ich ziemlich unübersichtlich.

    Antworten 
  •  ac sagte am 9. November 2007:

    Hallo Manuel. Nein diese Ansicht gibt es nicht mehr, dafür kannst Du aber wie bereits im Tutorial beschrieben über die diversen Suchkriterien die Suchen sehr eingrenzen. Somit wird es noch übersichtlicher als bei Tiger.

    Sonst kannst Du auch noch über die Darstellungsknöpfe in der Symbolleiste das ganze steuern. Für die Suche existieren die Darstellungen Symbole, Listenansicht und Cover Flow.

    Antworten 
  •  Patrick sagte am 9. November 2007:

    Wieder einmal ein schöner Teil des Tutorials. Klasse :-)

    Antworten 
  •  ac sagte am 9. November 2007:

    Patrick! Danke für die Blumen :o)

    Antworten 
  •  Niklas sagte am 21. Dezember 2007:

    Mhm…bin mit der neuen Ansicht auch sehr unglücklich, wenn das Spotligt-Fenster rechts oben nicht ausreichte, um das gesuchte zu finden, fand ich das immer super! So wie das jetzt ist, find ich da genauso wenig wie in der Liste…

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