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Veröffentlicht am  19.11.07, 22:27 Uhr von  ml

Webkit 3: Was ist neu

Safari Für viele Benutzer dürfte die bedeutenste Änderung des letzten großen Mac OS X Tiger Updates 10.4.11 Safari 3 sein. Das Webkit-Team hat jetzt in einem Blog-Eintrag die aus ihrer Sicht 10 wichtigsten Verbesserungen vorgestellt.

Webkit ist der Unterbau von Safari und ist in Mac OS X für die Darstellung von HTML- und XML-Inhalten, so z. B. im Help Viewer, verantwortlich. Zahlreiche Anwendungen verwenden ebenfalls das Webkit für die Darstellung, so z. B. der beliebte Chat-Client Adium.

Hinweis: Die in diesem Artikel verlinkten Demos, funktionieren nur mit Safari 3 richtig.

Bereit für das Mitmach-Web

Im heutigen Mitmach-Web sind vom Browser mehr Qualitäten als nur die Möglichkeit eine Webseite darzustellen gefragt. So wurde in das Webkit die Möglichkeit integriert Texte zu bearbeiten, um Anwendungen wie z. B. WordPress, Google Docs, GMail und Blogger voll zu unterstützen. Eine kleine Demo zeigt die Möglichkeiten.

Parallel zu den Editierfunktionen wurde die Geschwindigkeit von Javascript verbessert. Viele Webseiten setzen die AJAX-Technologie ein, mit der Teile einer Webseite asynchron bei Bedarf nachgeladen werden können. AJAX basiert zu weiten Teilen auf Javascript und eine gute Javascript-Performance ist hier essentiell. Gegenüber Safari 2 hat die Geschwindigkeit im Schnitt um den Faktor 2 zugenommen. Zudem wurde an der Darstellungsgeschwindigkeit gearbeitet, so dass Webseiten von Safari 3 jetzt schneller dargestellt werden.

Neue Technologien

Mit dem Scalable Vector Graphics Format (SVG) bietet das Webkit 3 die Möglichkeit Graphiken in einer XML-Syntax zu beschreiben und direkt ohne Umwege über ein Plugin in Safari darzustellen. Dieses Spiel verwendet zum Beispiel SVG für seine Graphiken.

Ebenfalls neu in Webkit 3 ist XPath. XPath ist eine vom W3C standardisierte Abfragesprache, mit der sich bestimmte Elemente in einer Webseite finden lassen. XPath wird z. B. in bestimmten AJAX-Frameworks eingesetzt.

Für’s Auge

Mit dem neuen Webkit ist es nun endlich möglich Formular-Elementen ein eigenes Aussehen zu verpassen. Die Standard-Aqua-Elemente gibt es zwar weiterhin, aber mit Hilfe von CSS lassen sich alle Elemente an das Design der Webseite anpassen.

Die Webkit-Entwickler haben ebenfalls angefangen Teile des CSS3-Standards zu implementieren. So kann Text zukünftig mittels CSS in einen zweispaltigen Satz gefügt werden. Funktionen wie z. B. Textschatten sind Webkit-spezifische Erweiterungen und es ist fraglich, ob sie sich in großem Stil durchsetzen werden.

Für Entwickler

Ein Problem älterer Webkit-Versionen war die manchmal oft mangelhafte Kompatibilität mit aktuellen Webseiten. Webkit mochte sich zwar an Webstandards halten, doch leider tun das viele Webseiten nicht und so kam es häufig zu Problemen mit der Darstellung und Funktionalität. Deshalb haben die Webkit-Entwickler zwei Werkzeuge entwickelt, mit denen Webdesigner ihre Webseiten debuggen können: Drosera und Web Inspector. Drosera ist ein Javascript-Debugger, der selbst zu 90% mit HTML und Javascript entwickelt wurde und damit auch ein eindrucksvolles Beispiel der Möglichkeiten heutiger Webtechnologien.

Fazit

Der dritte große Versionssprung bringt für das Webkit in vielen Bereichen Verbesserungen. Neben den hier vorgestellten größeren Änderungen wurden unzählige Bugs behoben und weitere Funktionen implementiert. Das trotz gestiegenem Funktionsumfang die Geschwindigkeit weiter gestiegen ist, ist sehr erfreulich und dürfte für weiteren Aufwind des Webkits sorgen.

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 6 Kommentar(e) bisher

  •  Graphx sagte am 19. November 2007:

    wenn Safari eine ähnlich komfortable del.licio.us-Anbindung wie Firefox haette…der perfekte Browser er sein wuerde… ;)

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  •  Nasendackel sagte am 19. November 2007:

    Webkit ist schon das beste. Schnell gute Darstellung. Ich nutze ja eher Omniweb, aber das ist ja auch webkit.

    Antworten 
  •  ha sagte am 19. November 2007:

    @Graphx: Ich finde die Bookmarklets für del.icio.us eigentlich recht komfortabel.

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  •  juvenilenose sagte am 20. November 2007:

    Webkit kann leider auch nicht besser mit dem Secure Protokoll (https) durch unseren Firmenbrowser umgehen. Während Safari 2.0 nur hängen blieb, zieht Webkit alle Anwendungen, die darauf zugreifen in den Abgrund. Ein sehr hässliches Problem.

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  •  Pako sagte am 20. November 2007:

    Gibt es denn mittlerweile die Möglichkeit, gewünschte pop ups zuzulassen ohne den blocker jedes mal deaktivieren zu müssen?

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  •  ml sagte am 20. November 2007:

    @Pako: Popups zu blocken hat primär nichts mit dem Webkit zu tun. Das Webit ist für die Darstellung von Webseiten verantwortlich. Safari nutzt das Webkit für die Darstellung. Deshalb ist Safari auch für das Blocken von Popups zuständig. Leider lässt auch Safari 3 keine differenzierten Einstellungen in dieser Hinsicht zu.

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