MACNOTES

Veröffentlicht am  30.11.07, 14:48 Uhr von  

Tutorial: Leopard Spaces & Co.

ScreenSharing

Zum Glück naht das Wochenende und wie jeden Freitag stelle ich euch heute wieder ein paar interessante Dinge zum Thema Leopard vor. Heute soll sich alles um das neue Feature Spaces drehen. Spaces gehört mit Exposé zu den praktischen aber auch Aufsehen erregenden Funktionen von Mac OS X. Was Microsoft mit Windows Vista versucht, hatte Apple bereits mit Mac OS X 10.3 Panther an Bord. Eine Lösung wie man elegant viele geöffnete Fenster handhaben kann. Exposé und Spaces sind in den Systemeinstellungen > Exposé & Spaces zu finden. Über die Register kann jeweils die eine oder die andere Funktion angepasst werden.


Exposé

Exposé ist seit seiner Einführung in Mac OS X Panther im Grunde unverändert geblieben. Die Einstellungsmöglichkeiten haben sich vergrößert. Ihr könnt das Fensterverhalten einzelnen Maustasten zuordnen und in den Einstellungen von Exposé befindet sich auch ein Feld für Dashboard. Damit kann man diese beiden nützlichen Helfer anpassen. Es existieren drei Fenstermodi:

Alle Fenster: dieser Befehl lässt sich mit der Taste F9 aufrufen, hier werden alle geöffneten Fenster ausgebreitet und ihr könnt mit Hilfe der Maus oder der Pfeiltasten die einzelnen Fenster ansteuern und in den Vordergrund holen.

Das gilt auch für Programmfenster, – mit der Taste F10 – wie der Name es schon verrät, werden hier nur die Fenster des aktuell geöffneten Programms ausgebreitet. Sehr praktisch bei einem Programm und mehreren gleichzeitig geöffneten Dokumenten.

Der letzte im Bunde ist Schreibtisch einblenden. – Müsst Ihr schnell einen Blick auf den Schreibtisch werfen, können alle Fenster beiseite geschoben werden, dazu wird die Taste F11 verwendet.

Tipp: Exposé, Dashboard und Spaces lassen sich mit der Funktion aktive Ecken, mithilfe der Maus in jeweils einer Ecke des Bildschirms aufrufen. Es kann aber auch lästig werden, falls man ungewollt mit der Maus in eine Ecke kommt und eine der Funktionen auslöst.

Spaces

Was macht Spaces eigentlich? Nun es vergrößert virtuell den Arbeitsbereich. Solltet ihr also nicht über zwei 30″ Cinema-Displays verfügen, dann kann Spaces wirklich Abhilfe schaffen. Über dem Schreibtisch werden virtuelle »Lufträume« erstellt. In jedem Space können dann Fenster platziert werden und einzelne Programme diesem sogar ausdrücklich zugewiesen werden. Was bedeutet das und welchen Vorteil hat das für den Nutzer? Nun da gibt es mehrere Ansätze, einer davon ist die Nutzung nach Arbeitsbereichen, also wer viel surft, hat in einem Space nur Mail und Safari auf und in dem anderen beispielsweise iTunes usw. Die Möglichkeiten sind hier unbegrenzt.

Die Spaces können in den Systemeinstellungen in Zeilen und Spalten hinzugefügt oder entfernt werden. Maximal können so bis zu 16 Spaces entstehen. Wahrscheinlich wird es dann aber doch etwas unübersichtlich. Wer trotzdem viele Spaces verwendet, kann mit dem Space-Menü in der Menüleiste einzelne Spaces schnell und sicher ansteuern.

Spaces können aber auch noch auf anderen Wegen angesteuert werden. Zum Beispiel mit dem Verschieben eines Fensters auf eines der Bildschirmränder. So kann man dann Fenster in andere Spaces befördern. Ein anderer Weg ist die Verwendung der ctrl-Taste in Verbindung mit den Pfeiltasten. So kann man schnell in die anderen Spaces wechseln. Hierbei erscheint eine Bildschirmanzeige, die das Navigieren erleichtert.

Wenn man nicht mehr als 9 Spaces aktiviert hat, kann man auch die ctrl-Taste und die Zahlen 1-9 verwenden, um direkt zu einem bestimmten Space zu gelangen.

Mit der Programmzuweisung kann man einzelnen Spaces Programme zuweisen, das geht bequem in den Systemeinstellungen. Klickt man auf das Plus-Symbol, so werden dann neue Programme in die Liste aufgenommen, anschließend kann man dann auswählen, auf welche Spaces dieses Programm beschränkt werden soll.

Wer die hier genannten Tastaturkürzel nicht mag, kann diese ändern. Mitunter den Wechsel zu den einzelnen Spaces oder aber auch das Aufrufen des gesamten Spaces-Fensters, welches mit der Taste F8 voreingestellt erscheint. In dieser Vogelperspektive können die einzelnen Spaces und Fenster mit der Maus verschoben und angeordnet werden. Das Zusammenspiel mit Exposé sei an dieser Stelle noch erwähnt. Das ist ein nett aussehendes Feature.

Probieren geht über Studieren, daher wünsche ich euch viel Spaß beim Ausprobieren!

Wollt ihr mehr und noch genauer etwas zum Thema Leopard erfahren? Dann kann ich euch mein Buch »Mac OS X 10.5 Leopard – Für Einsteiger und Windows-Umsteiger« wärmstens empfehlen.

Obwohl der Titel etwas täuscht, gibt es auch genügend Infos und Tipps zu Neuerungen in Leopard, die auch für Profis interessant sind. Es ist in jeder gut sortierten Buchhandlung oder Online (z.B. bei Amazon) zu haben. Ein schönes und vor allem günstiges Weihnachtsgeschenk für alle Mac-Fans und die, die es werden wollen!

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 14 Kommentar(e) bisher

  •  pete sagte am 30. November 2007:

    Hi – Danke fuer den Artikel! Eine Frage:
    Wie verhaelt sich Spaces eigentlich mit angeschlossenem externen Monitor?

    Antworten 
  •  ac sagte am 30. November 2007:

    Hallo Pete! Sehr gern geschehen! ;)

    Also die Frage kann ich Dir schnell beantworten, mehrere Bildschirme ergeben in Ihrer Gesamtheit ein Space. Das bedeutet, es kann unter Umständen sein, dass ein Programm immer nur in einem Space und auf einem Bildschirm angezeigt wird. Das hört sich etwas verwirrend an, ist es aber nicht, wenn Du im Space 1 auf dem Bildschirm A ein Fenster auf hast und auf Bildschirm B ein anderes Fenster sich befindet, wird genau diese Platzierung jedes Mal wenn Du dieses Space aufrufst angezeigt.

    Antworten 
  •  Ben sagte am 30. November 2007:

    Ich weiss nicht, mit Spaces werde ich nicht so richtig warm.
    Zum einen fehlt mir ein sichtbares Unterscheidungsmerkmal auf welchem Space ich mich grade eigentlich befinde. Die kleine Zahl da in der Menüleiste reicht irgendwie nicht … farbliches Dock, anderes Wallpaper …
    Zum anderen stört der Finder erheblich. Man braucht in Space 4 mal schnell eine Datei, drückt auf’s finder Icon im Dock, und schwupps ist man in Space 1, weil dort schon ein Finderfenster offen ist … untoll.

    Antworten 
  •  mooi sagte am 30. November 2007:

    das stört mich auch. bei safari z.b. kommt das oft vor. ich hab leopard erst seit gestern und hab mich mindestens schon 10mal drüber aufgeregt…

    Antworten 
  •  sm sagte am 30. November 2007:

    hmm Ich bin sehr begeistert von Spaces. Besonders die Möglichkeit bestimmte Programme immer im gleichen Space öffnen zu lassen…

    1 für Safari, 2 für Mail, 3 für Entwicklungs-Werkzeuge, 4 für Adium / iChat, 5 für iTunes und 6 für speed download, 7 offen für alles andere, 8 für ftp-client und 9 offen für alles andere…

    hat sich für mich sehr bewährt :)

    Antworten 
  •  ac sagte am 30. November 2007:

    Ich finde die Funktionalität von Spaces gut gelöst. Wenn man eine Reihenfolge für Spaces und Programme einstellt, dann benötigt man auch keine weiteren Anzeigen. Sollte man sich doch “verlieren”, dann reicht es auf die F8-Taste zu drücken. Alles eine Sache der Gewohnheit, am Anfang fällt es einigen Nutzern etwas schwerer, das ist meine Beobachtung. Aber wie heisst es so schön? – Aller Anfang ist schwer! :)

    Antworten 
  •  Adam Riese sagte am 1. Dezember 2007:

    Ein Problem entsteht z.B. durch die Verwendung einer externen Tastatur am MacBook – auf dem MB gehts bis F12 und viele Tasten sind bereits belegt – auf der Tastatur gehts bis F19.

    Leider erkennt das OS nicht, ob eine Tastatur angeschlossen ist, oder nicht. Es wäre ja denkbar, dass man zwei verschiedene Modi hat, die automatisch umgeschaltet werden. Oder virtuelle F-Tasten auf dem Macbook, die bis F19 reichen > also fn F9=F19

    Antworten 
  •  ac sagte am 1. Dezember 2007:

    Adam, kannst Du bitte Dein Problem etwas genauer Schildern? Meinst Du die aktuelle Alu-Tastatur?

    Antworten 
  •  sm sagte am 1. Dezember 2007:

    Bei der “alten” BT Tastatur geht’s mit F8 wunderbar während ich aufm MacBook fn F8 drücken muss… So wie es eben sein soll :)

    Antworten 
  •  Dennis sagte am 1. Dezember 2007:

    Habe auch ein zwiespältiges Verhältnis zu Spaces. Eigentlich ein super Feature für Fenster-Messis wie mich, aber nervig beim Dokumente wechseln. Dank http://www.scsc.no/products/spaces-spaces-spaces/ geht’s mittlerweile aber halbwegs.

    Antworten 
  •  Claudia sagte am 10. Dezember 2007:

    Ben, 30.11.07 um 17:07 Uhr:
    “Zum anderen stört der Finder erheblich. Man braucht in Space 4 mal schnell eine Datei, drückt auf’s finder Icon im Dock, und schwupps ist man in Space 1, weil dort schon ein Finderfenster offen ist … untoll.”

    Hallo Ben,

    Du kannst den Finder allen Spaces zuordnen (in Systemeinstellungen/Spaces), dann siehst Du in jedem Space alle offenen Finder-Fenster.

    Gruß, Claudia

    Antworten 
  •  andy sagte am 15. Dezember 2007:

    hallo
    vielleicht kann mir jemand sagen wie ich zwischen den bildschirmen überblende mit diesem würfel effekt? hab das im laden gesehen bekomm das aber nicht hin. außerdem weiss ich auch noch nicht wie das dashboard funktioniert…hilfe bidde

    Antworten 
  •  ac sagte am 15. Dezember 2007:

    Hallo Andy, für den Würfeleffekt benötigst Du mindestens zwei Benutzer (Systemeinstellungen > Benutzer) oder Parallels, dort kann man zwischen den Betriebssystemen im Vollbildmodus auch mit dem Würfeleffekt wechseln. Dashboard kannst Du mit der Taste F12 aufrufen und mit dem Pluszeichen in der unteren linken Ecke die Widgets aufrufen, ziehe ein Widget mit der Maus aus der Leiste raus, so kannst Du es verwenden. Mit dem »i« Symbol kannst Du einzelne Widgets anpassen und benötigst auch meistens eine Verbindung ins Internet um diese zu verwenden.

    Antworten 
  •  endo sagte am 11. März 2010:

    Dies ist zwar schon ein ewig alter Beitrag, aber ich probier’s trotzdem:
    In den Einstellungen kann man auch einstellen, daß man mit der Tastenkombi ^+Pfeiltasten zwischen den Spaces wechseln kann. Nur: was meint “^”? Wenn ich diese ^-Taste drücke/gedrückt halte, passiert mit den Pfeiltasten gar nichts. Wäre aber praktisch, weil ich mit ctrl+Pfeiltasten schon andere Funktionen bediene.

    thanx, falls das hier noch jemand liest :-)

    Antworten 

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