MACNOTES

Veröffentlicht am  3.01.08, 19:31 Uhr von  tl

Test: OnyX 1.9

OnyxOnyx soll dem Mac eine Frischzellenkur verordnen. So zumindest die Zielsetzung der Freeware der französischen Entwickler von Titanium Software. Das Programm soll Mac OS X von unnötigen Ballast befreien und somit das System beschleunigen. Weiterhin lässt sich mit dem Tool Mac OS X individuell an die Benutzerbedürfnisse anpassen. Seit Version 1.9 verrichtet das Programm nun seinen Dienst auch unter Leopard.
Das neue OnyX kommt im Hauptfenster aufgeräumter als die Vorgängerversion daher. Die Macher verbannen die Einstellungen in die Menüleiste. Der Übersichtlichkeit von OnyX tut es gut.
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Überprüfen
Die Applikation kann z. B. den S.M.A.R.T-Status der Festplatte überprüfen und so frühzeitig mögliche Fehler erkennen. Auch die Struktur des Startlaufwerkes wird unter die Lupe genommen und auf mögliche Konflikte gecheckt. Weiterhin lassen sich auch beschädigte Dateien anzeigen.

Optimieren
Das Programm überprüft die Zugriffsrechte und repariert diese auf Wunsch automatisch. Wenn der Macuser schläft, dann erwacht sein Mac zum Leben. So wartet sich das Betriebssystem allnächtlich mittels Skripten. Diese Wartungsskripte laufen täglich, wöchentlich und monatlich. Mit OnyX kann man bei Bedarf diese Wartung manuell auslösen. Wenn Spotlight oder Mail Probleme macht, dann hilft manchmal ein Neuaufbau des Index. Auch hier setzt Onyx ein und stößt eine Neuindexierung an. Nebenbei löscht es auch .DS-Store-Dateien, die individuelle Informationen speichern.
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Aufräumen
Das wohl mächtigste Werkzeug von OnyX ist die Aufräumfunktion. Hier lassen sich nicht nur alle Caches leeren, sondern auch sämtliche Protokoll-Ordner werden von unnötigen Balast befreit. Genauso wird auf Wunsch der Download-Ordner von Mail geleert und auch unnötige Schriften können hier entfernt werden. In dieser Rubrik ist OnyX ein wahres Genie. In unserem Test wurde keine wichtige Datei beschädigt oder gar gelöscht. Nur unnötige Dateien wurden vom System entfernt.

Dienstprogramme
Dieser Programmteil ist etwas mang ausgefallen. Hier kann man lediglich den Papierkorb sicher löschen und bestimmte Dateien suchen, um sie anschließend zu entfernen.
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Automatisieren
Was man zuvor ausgewählt hat, wird hier automatisch bereinigt. Ob Zugriffsrechte reparieren oder Caches leeren – hier wird alles mit einem Klick ausgeführt.

Parameter
Hier findet man die Einstellzentrale für Mac OS X. Alles was sich sonst im System an vielen verschiedenen Stellen findet, kann man hier zentral ansteuern und per Klick nach Herzenslust verstellen. Nicht nur Menüpunkte im Finder lassen sich hier ein- und ausblenden, sondern auch Einstellungen für Dock, Dashboard und Exposé anpassen. Auch Safari und allerlei andere Kleinigkeiten kann man hier an seine Bedürfnisse anpassen.
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Fazit
Onyx ist ein durchaus praktisches Werkzeug, um versteckte oder schwer zugängliche Funktionen in Leopard einzustellen und anzupassen. Das Programm ist allerdings nur ein Backend für die systemeigenen Funktionen – nicht mehr und nicht weniger. Zugegebenermaßen mit einer ansprechenden Benutzeroberfläche. OnyX ist nicht das ganz große Optimierungstool, sondern eher die kleine Spielerei für notorische Mac-Frühjahrsputzer. Grundsätzlich verrichtet OnyX aber unter Leopard zufriedenstellend seinen Dienst. Die schlechte deutsche Lokalisierung ist für eine finale Version inakzeptabel.

3/5Testurteil: 3/5 Macs
Bezeichnung: OnyX 1.9 (Universal Binary)
Hersteller: Titanium Software
Preis: kostenlos

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 11 Kommentar(e) bisher

  •  Retrax sagte am 3. Januar 2008:

    @Tilo

    “Das mag an Leopard liegen, das nicht mehr den Optimierungsbdarf wie noch Tiger hat.”

    Kannst du dazu bitte noch etwas mehr sagen? Danke.

    Antworten 
  •  axt sagte am 3. Januar 2008:

    “Die schlechte deutsche Lokalisierung ist für eine finalen Version nicht akzeptable.”

    Die mangelhafte Orthographie und Grammatik ist für einen veröffentlichten Artikel inakzeptabel. ;-)

    Antworten 
  •  tl sagte am 3. Januar 2008:

    @Retax: Habe es mal verglichen und meinen Text überarbeitet.
    @axt: Upps, Buchstabendreher. Korrigiert – Danke!

    Antworten 
  •  MacMacken sagte am 4. Januar 2008:

    Wenn der Macuser schläft, dann erwacht sein Mac zum Leben. So wartet sich das Betriebssystem allnächtlich mittels Skripten.

    Ist das ernst gemeint? Mein Mac schläft die Nacht durch, oder wird ganz ausgeschaltet … :)

    Antworten 
  •  tl sagte am 4. Januar 2008:

    @MacMacken: Ja das ist ernst gemeint, auch wenn ich es humoristisch umschrieben habe. Eine Jobsteuerung startet tatsächlich nachts sogenannte Con-Scripte. Wenn Du deinen Mac nachts abschaltest (warum eigentlich?), dann natürlich nicht.

    Antworten 
  •  Tekl sagte am 4. Januar 2008:

    Du meinst sicher Cron, so wie es im Link auch korrekt steht. ;-)

    Warum einen Computer nachts ausschalten? Äh, warum anlassen, nur wegen solcher Cron-Skripte? Mein iMac ist ja schon sehr sparsam und ist sogar mit ein Grund dafür, warum ich überhaupt auf Apple umgestiegen bin, aber dennoch verbrauchen Computer dann unnötig Strom und belasten somit nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Ich habe eine Master-Slave-Steckleiste, welche alle anderen Geräte vom Netz trennt, wenn der iMac in den Ruhezustand (Suspend-To-Disk) geht und das passiert spätestens nach 2 Stunden, wenn ich mal das Ausschalten vergesse. Durch Suspend-To-Disk habe ich kaum Komfortverlust.

    Antworten 
  •  iXimus sagte am 4. Januar 2008:

    Danke für den Test, werde es gleich mal „drüberlaufen“ lassen.

    Antworten 
  •  [ jänis jvpite®ssøn ] sagte am 7. Januar 2008:

    Wie? :eek: *kopfkratz* …mein G5-iMac “reinigt” sich selbst? Kann man(n) das irgendwo nachlesen bzw. mehr dazu lesen?

    Antworten 
  •  tl sagte am 7. Januar 2008:

    @jänis jvpite®ssøn: Kann man(n)!

    Antworten 
  •  Harald sagte am 8. Januar 2008:

    Die Cron-Skripte laufen nicht mehr nachts, sondern immer dann, wenn der Mac an ist. Früher (wohl in den Urzeiten von OS X) war das wohl anders, da wurden sie nicht automatisch ausgeführt, wenn der Mac nicht zu bestimmten Zeiten an war. Dann mussten sie per Hand angestoßen werden.

    Spätestens seit Tiger (10.4) ist das aber vorbei. Insofern hat Onyx nicht mehr die Berechtigung, die es mal hatte. Ähnliches gilt für das Reparieren der Rechte. OS X optimiert sich selbst, Onyx und andere Tools sind nur empfehlenswert, wenn man ernsthafte Probleme hat, die sich z.B. nur durch das Löschen von Cache lösen lassen. Ansonsten kann aber auch die Gefahr betstehen, dass man sich übel das System verbiegt oder beim nächsten Update ziemliche Probleme kriegt.

    Ich empfehle ansonsten TinkerTool System, da ist nicht nur das Deutsch besser, sondern der Entwickler weißt auch darauf hin, welche Folgen bestimmte Aktionen haben und sperrt bestimmte Befehle, wenn es nicht vorher einen Crash gegeben hat.

    Antworten 
  •  tl sagte am 8. Januar 2008:

    @Harald: Sehr guter und ausführlicher Hinweis. Danke dafür!

    Antworten 

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