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Veröffentlicht am  9.01.08, 12:35 Uhr von  ml

Parallels Server: Virtuelle Welten

Parallels Bereits zur WWDC 2007 berichteten wir, dass Parallels neben der Desktop-Variante für Endanwender auch ein Produkt für Server plant. Damals noch in einer frühen Alpha-Version zu sehen, startet heute die öffentliche Beta-Phase von Parallels Server.

Parallels Server läuft auf allen 64-Bit-Servern auf denen Windows, Linux oder Mac OS X laufen. Dabei gibt es zwei Modi: bei ersterem laufen die virtuellen Maschinen in einem Hypervisor parallel zum Host-Betriebssystem. Im “bare-metal” Modus werden die virtuellen Maschinen ohne Betriebssystem direkt auf der Hardware ausgeführt.

Der neueste Spross aus dem Hause Parallels richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen, die ihre IT-Infrastruktur zusammenfassen und vereinfachen wollen. Erleichtert wird ein solches Vorhaben durch die lange Liste an unterstützten Gastsystemen. Mehr als 50 unterschiedliche Systeme werden unterstützt, darunter auch Windows Server 2008, Mac OS X Leopard und zahlreiche Linux-Distributionen. Interessant ist vor allem die Unterstützung von Leopard, hat doch Apple erst vor kurzem die Virtualisierung des eigenen Betriebssystems erlaubt.

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Als erster Anbieter von Virtualisierungslösungen unterstützt Parallels Server übrigens die zweite Generation, VT-D genannt, von Intels Virtualisierungstechnologie. Damit lassen sich nicht nur der Prozessor, sondern auch I/O-Geräte besser virtualisieren.

Das Parallels-Beta-Programm ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Allerdings muss man dazu die entsprechenden Bedingungen von Parallels akzeptieren.

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 10 Kommentar(e) bisher

  •  MM2410 sagte am 9. Januar 2008:

    @ml: Thx, für den Hinweis. Aber theoretisch würde es auf jedem beliebigen x64-System funzen, oder?

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  •  ml sagte am 9. Januar 2008:

    “bare-metal” bedeutet, dass statt eines Betriebssystems nur der Hypervisor gestartet wird. Ein Betriebssystem als Host ist nicht nötig. Der Hypervisor arbeitet als eine Art Betriebssystem und verteilt die Hardware-Ressourcen auf die virtuellen Maschinen.

    @MM2410: Da wäre ich mir auch nicht so sicher, denn es könnte sein, dass der Hypervisor die gleichen Mechanismen wie Mac OS X verwendet, um sicherzustellen, dass nur “richtige” Hardware benutzt wird.

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  •  Steffen sagte am 10. Januar 2008:

    Sieht ja schon interessant aus. Wollte mir eh mal Parallels angucken. Ein Grund mehr das zu tun ;)

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  •  WHEEZ sagte am 10. Januar 2008:

    @ml: Wie muss man sich das vorstellen? Wie wird der Hypervisor ohne Betriebssystem gestartet – auf quasi “nackter” Hardware? Gibts da ne Parallels-Hypervisor-BootDisc oder so? Ich hab ja mal gehört dass Virtualisierung irgendwann direkt von Hardware/Bios unterstützt werden soll, aber soweit sind wir glaub ich noch nicht…

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  •  ml sagte am 10. Januar 2008:

    @WHEEZ: Wie genau das technisch aussieht weiß ich leider (noch) nicht. Ich vermute, dass es den Hypervisor in zwei Varianten gibt: als ein Anwendungsprogramm, welches auf einem laufenden Betriebssystem gestartet wird und als eine Art Betriebssystem, welches als Alternative zu z.B. Mac OS X gebootet wird.
    Zum zweiten Teil deiner Frage möchte ich dich auch die nächste Ausgabe unseres Techtalks vertrösten. Dort werden wir uns mit dem Thema Virtualisierung beschäftigen.

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