MACNOTES

Veröffentlicht am  11.01.08, 18:41 Uhr von  ac

Kolumne: Virenfreiheit, Gehirnakrobatik und Gerüchte

Willkommen zu meiner zweiten Kolumne in diesem Jahrtausend und danke für die vielen positiven Kommentare! Diese Aufmunterung, gibt mir einen Anstoß weiter zu machen und euch mit neuen Gedanken zum Thema Mac & Co. zu füttern. Da wären wir auch schon beim Thema. Letztens lief im Fernsehen ein Beitrag, der erschreckendes zu Tage förderte. Wir werden vergesslicher. Ja, genau! Und zwar nicht nur Alzheimer lässt grüßen, sondern die moderne Lebensweise. Wir füttern unser Gehirn nicht mehr, sondern diese komischen Dinger, wie das iPhone, Adressbuch etc. Dort speichern wir alle relevanten Daten ab. Xing, Facebook, StudiVZ und iCal erinnern uns automatisch, wer wann Geburtstag feiert. Dann vergisst man »mal eben« den Geburtstag seiner eigenen Mutter. Kein Scherz! In dem Beitrag wurden Passanten mitunter nach den Telefonnummern ihrer Liebsten und Geburtstagsdaten der Eltern gefragt. Allesamt junge Menschen, die an Gedächtnisschwund litten…

Genau dieser Gedanken kam mir gestern wieder ins Gedächtnis, als ich gerade dabei war, spät nachts mein iPhone mit dem Adressbuch zu synchronisieren. Es ist wahr! Ich habe alle wichtigen Infos in meinem iPhone, nicht in meinem Hirn? Was passiert, wenn ich es verliere, oder es geklaut wird? Puuh! Ich habe .Mac ;) Aber im Ernst… Kurz einige Stromstösse in die passenden Synapsenverbindungen meines Hirns geschossen und festgestellt, ich kenne doch noch einige Telefonnummern aus dem Kopf. Auffallend war aber, dass diese weit weit zurück liegen, damals als Knight Rider noch nicht als Wiederholung lief und der Mac ein Marktanteil hatte, welcher die Aktien heute in ungeahnte Höhen treiben würde. Nun ja, da scheint etwas wahres dran zu sein. Aber ich denke, nähme man mir mein iPhone weg, würde ich mein Notizbuch mit Adressen zur Hand nehmen. Würde ich es auch nicht mehr haben, dann könnte ich bestimmt auch sehr schnell wieder mir die Nummern merken, den das menschliche Hirn ist tatsächlich ein großer Muskel. Etwas Lesen, Logik und Übung bringen es wieder auf Trab! Schliesslich gibt es Muckibuden für 19,99 im Monat, warum den nicht auch eine Hirnbude?!…

Und da wären wir schon beim »gesunden Menschenverstand«. An dieser Stelle ein Dank an Martin, einen unserer fleissigen Leser, der mich zu den folgenden Zeilen inspirierte: Virenfreiheit ist ein großes Kaufargument für viele Nutzer aus der Windows-Fraktion. Finde ich auch nicht verkehrt. Nur sollte niemand auf die Idee kommen, der Mac sei ein Freischein in die große Freiheit, weit fern der Trojaner, Viren, Würmer und des Phishing-Gesindels! Nein, auch hier gilt, nicht einfach füttern lassen und ohne nachzudenken auf irgendwelche Links klicken, Software die man nicht kennt von Webseiten mit barbusigen Damen herunter laden und Unbekannten Menschen tausende von Euro an Unbekannte Könige aus Nigeria überweisen! Ganz wichtig, niemals folgendes vergessen: IMMER alle Security-Updates über die Softwareaktualisierung von Mac OS X brav installieren und aufmerksam sein! An dieser Stelle verweise ich noch auf diesen Beitrag »Entfernungstool für DNSChanger Trojaner« von Sebastian.

So langsam neigt sich die heutige Kolumne dem Ende zu, ich hoffe ihr habt bereits, genauso wie ich, total schwitzige Händchen und Herzklopfen! Schon allein an den Gedanken, dass nächste Woche »unser Steve« auf der Bühne sich räuspernd mit einem schelmischen Grinsen neue Produkte aus der Jeans zieht… äh! Ich meine aus dem Hut zaubert! Hoffentlich wird dann der vorhin genannteKurs der Apple Aktie nach oben schießen. Wie er es für gewöhnlich jedes Jahr tut. Ich lasse mich überraschen und werde an dieser Stelle der Berichterstattung von Hendrik – direkt aus San Francisco – lauschen. Spätestens da werden wir alle gemeinsam Jubeln, wenn Steve das neue Subnotebook und sein »one more Thing« zeigen wird!? Für alle die genau wissen wollen, wie lange es bis dahin dauert, existiert ein kostenloses Widget. In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein geruhsames und schönes Pre-Keynote-Weekend, vollgepackt mit Spy-Pics und Rumors, dass es nur so kracht!

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 6 Kommentar(e) bisher

  •  MacKleriker sagte am 11. Januar 2008:

    Hallo!
    Wenn ich mir das mal so überlege, hast Du vollkommen recht mit den Telefon- und Adressdaten! Es ist alles im iPhone und Adressbuch gespeichert und ich wüsste auf anhieb die Telefonnummer von langjährigen Freunden nicht!
    Auf die Keynote am kommenden Dienstag freuen wir uns natürlich alle.

    War wieder ein sehr schöner Beitrag!
    Vielen Dank!

    MacKleriker

    Antworten 
  •  ac sagte am 11. Januar 2008:

    Danke für die Blumen! :)

    Antworten 
  •  MartinLexau sagte am 12. Januar 2008:

    Naja, mal ganz ehrlich, wer kann sich denn schon alle Nummern und Adressen seines “Netzwerkes” merken.
    Schon bevor es Handys oder Organizer gab hat man Adressbücher geführt oder die Visitenkarten von Kontakten fein säuberlich abgeheftet. Die Entwicklung, sich diese Informationen irgendwo hin zu “speichern”, ist also nicht neu.
    Ich selbst kenne die Adresse meines besten Freundes z.B. nicht – aber ich kenne den Weg wie ich zu ihm komme ;-) Es ist doch schön, sich sowas alles nicht merken zu müssen, schließlich schafft das mehr Platz für Anderes im Gehirn.
    Zum Fernsehbeitrag kann man sich nur fragen, in wie weit dies repräsentativ ist. Denn nicht selten werden für einen solchen Beitrag nur die ins thematische Schema passenden Kandidaten ausgestrahlt, sonst gäbe es ja nichts zu berichten. Ich denke die meisten kennen die Geburtstage ihrer nahen Verwandten.

    Antworten 
  •  ac sagte am 12. Januar 2008:

    Hallo Martin,

    das liegt selbstverständlich im Auge des Betrachters. Der Fernsehbeitrag hat sich auf eine wissenschaftliche Untersuchung bezogen. Dass die befragten Personen im Beitrag nicht repräsentativ sein konnten ist klar…

    Übrigens: Diese Kolumne soll mit einem Augenzwinkern gelesen werden und nicht allzu sehr ernst genommen werden. ;)

    Antworten 
  •  faBimon sagte am 12. Januar 2008:

    Mir geht es so….. Termine sind in iCal bzw, aufm iPod.
    Aber noch viel schlimmer ist das ich neulich auf ner Analgoen Uhr guckte und nicht mehr wusste wie ich sie lesen musste. xD
    Als Maßnahme dagegen habe ich mir jetzt mein alten Wecker aufm Schreibtisch gestellt und die Mac Uhr aus der Menüleiste entfernt.

    Antworten 
  •  ac sagte am 14. Januar 2008:

    @faBimon

    Großartig ;) An dieser Stelle noch ein Tipp für das Uhr-Phänomen: Man kann die Uhr in Mac OS X auch auf analoge Anzeige stellen! :)

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