Kommentar: 11. Januar 2008,

Kolumne: Virenfreiheit, Gehirnakrobatik und Gerüchte

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Willkommen zu meiner zweiten Kolumne in diesem Jahrtausend und danke für die vielen positiven Kommentare! Diese Aufmunterung, gibt mir einen Anstoß weiter zu machen und euch mit neuen Gedanken zum Thema Mac & Co. zu füttern.

Letztens lief im Fernsehen ein Beitrag, der Erschreckendes zu Tage förderte. Wir werden vergesslicher. Ja, genau! Und zwar nicht nur Alzheimer lässt grüßen, sondern die moderne Lebensweise. Wir füttern unser Gehirn nicht mehr, sondern diese komischen Dinger, wie das iPhone, Adressbuch etc. Dort speichern wir alle relevanten Daten ab. Xing, Facebook, StudiVZ und iCal erinnern uns automatisch, wer wann Geburtstag feiert. Dann vergisst man „mal eben“ den Geburtstag seiner eigenen Mutter. Kein Scherz! In dem Beitrag wurden Passanten mitunter nach den Telefonnummern ihrer Liebsten und Geburtstagsdaten der Eltern gefragt. Allesamt junge Menschen, die an Gedächtnisschwund litten…

Genau dieser Gedanke kam mir gestern wieder ins Gedächtnis, als ich gerade dabei war, spät nachts mein iPhone mit dem Adressbuch zu synchronisieren. Es ist wahr! Ich habe alle wichtigen Infos in meinem iPhone, nicht in meinem Hirn? Was passiert, wenn ich es verliere, oder es geklaut wird? Puh! Ich habe .Mac ;) Aber im Ernst… Kurz einige Stromstöße in die passenden Synapsen-Verbindungen meines Hirns geschossen und festgestellt, ich kenne doch noch einige Telefonnummern aus dem Kopf. Auffallend war aber, dass diese weit weit zurückliegen, damals als Knight Rider noch nicht als Wiederholung lief und der Mac einen Marktanteil hatte, der die Aktien heute in ungeahnte Höhen treiben würde. Nun ja, da scheint etwas Wahres dran zu sein. Aber ich denke, nähme man mir mein iPhone weg, würde ich mein Notizbuch mit Adressen zur Hand nehmen. Würde ich es auch nicht mehr haben, dann könnte ich mir die Nummern bestimmt sehr schnell wieder merken, denn das menschliche Hirn ist tatsächlich ein großer Muskel. Etwas Lesen, Logik und Übung bringen es wieder auf Trab! Schließlich gibt es Muckibuden für 19,99 im Monat, warum denn nicht auch eine Hirnbude?!

Und da wären wir schon beim „gesunden Menschenverstand“. An dieser Stelle ein Dank an Martin, einen unserer fleißigen Leser, der mich zu den folgenden Zeilen inspirierte: Virenfreiheit ist ein großes Kaufargument für viele Nutzer aus der Windows-Fraktion. Finde ich auch nicht verkehrt. Nur sollte niemand auf die Idee kommen, der Mac sei ein Freischein in die große Freiheit, weit fern der Trojaner, Viren, Würmer und des Phishing-Gesindels! Nein, auch hier gilt, nicht einfach füttern lassen und ohne nachzudenken auf irgendwelche Links klicken. Software, die man nicht kennt, von Webseiten mit barbusigen Damen herunter laden und unbekannten Menschen tausende von Euro an unbekannte Könige aus Nigeria überweisen! Ganz wichtig, niemals Folgendes vergessen: Immer alle Security-Updates über die Softwareaktualisierung von Mac OS X brav installieren und aufmerksam sein!

So langsam neigt sich die heutige Kolumne dem Ende zu, ich hoffe ihr habt bereits, genauso wie ich, total schwitzige Händchen und Herzklopfen! Schon allein an den Gedanken, dass nächste Woche „unser Steve“ auf der Bühne sich räuspernd mit einem schelmischen Grinsen neue Produkte aus der Jeans zieht… äh! Ich meine aus dem Hut zaubert! Hoffentlich wird dann der vorhin genannte Kurs der Apple-Aktie nach oben schießen. Wie er es für gewöhnlich jedes Jahr tut. Ich lasse mich überraschen und werde an dieser Stelle der Berichterstattung von Hendrik – direkt aus San Francisco – lauschen. Spätestens da werden wir alle gemeinsam jubeln, wenn Steve das neue Subnotebook und sein „one more Thing“ zeigen wird!? In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein geruhsames und schönes Pre-Keynote-Weekend, vollgepackt mit Spy-Pics und Rumors, dass es nur so kracht!


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 2 Kommentar(e) bisher

  •  MacKleriker (11. Januar 2008)

    Wenn ich mir das überlege, hast Du vollkommen Recht mit den Telefon- und Adressdaten! Es ist alles im iPhone und Adressbuch gespeichert und ich wüsste auf Anhieb die Telefonnummer von langjährigen Freunden nicht! Auf die Keynote am kommenden Dienstag freuen wir uns natürlich alle.

  •  MartinLexau (12. Januar 2008)

    Naja, mal ganz ehrlich, wer kann sich denn schon alle Nummern und Adressen seines „Netzwerkes“ merken. Schon bevor es Handys oder Organizer gab, hat man Adressbücher geführt oder die Visitenkarten von Kontakten fein säuberlich abgeheftet. Die Entwicklung, sich diese Informationen irgendwo hin zu „speichern“, ist also nicht neu.


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