MACNOTES

Veröffentlicht am  11.01.08, 16:31 Uhr von  sm

Test: Gear4 Blackbox

Schon auf der MacLive Expo in Köln konnten wir euch einen ersten Eindruck der Blackbox von Gear4 vermitteln. Jetzt hatten wir die Möglichkeit das Lautsprechersystem genauer unter die Lupe zu nehmen und es ausführlich zu testen.

Die Blackbox bietet einen Klinkeneingang auf der Rückseite und für die drahtlose Musikübertragung einen integrierten BlueTooth-Empfänger. Einen Dock-Anschluss für iPod und iPhone sucht man hingegen vergeblich, dieser würde jedoch die tadellose Optik des Geräts zerstören und so kann man das Fehlen verkraften.


Die Blackbox von Gear4 ist ein Lautsprechersystem, welches entweder per BlueTooth oder Klinke angesprochen werden kann. Zusätzlich zu dem Luxus einer drahtlosen Übertragung macht die Blackbox noch einen äußert edlen Eindruck, sie ist ganz in schwarz gehalten und hat an der Vorderseite 171 rote LEDs, sowie blau leuchtende Bedienelemente auf der Oberseite.

Lieferumfang & Verarbeitung
Zusammen mit der Blackbox liefert Gear4 noch eine hübsche, schwarze Ledertasche, eine Fernbedienung sowie zwei Kabel – eins für die Klinkenverbindung und ein USB-Kabel (Zum Updaten der Bluetooth-Firmware auf der Blackbox) – und natürlich das Netzteil.

Die Verarbeitung der BlackBox ist hervorragend, es gibt nichts zu bemängeln an dem Gerät von Gear4. Das hübschen LED-Leuchten an der Vorderseite sowie das knopflose Bedienelement auf der Oberseite machen einen unheimlich guten Eindruck. Die Lautsprecher an den Seiten der Box sind durch ein stabiles Metallgitter geschützt und auch die Anschlüsse an der Rückseite wirken dem Preis gerecht.


Spiegelungen an der Oberfläche der Blackbox

Zurückblickend auf den Testbericht des Lautsprechersystems von Logitech, welches zum gleichen Preis erhältlich ist, trennen die Qualität und die Verarbeitung beider Geräte Welten.

Funktionsumfang
Die BlackBox kann – wie erwähnt – entweder über den Audioeingang an der Rückseite betrieben werden, oder über eine BlueTooth-Verbindung. Für letzteres gibt es von Gear4 den BluStream XT, welcher einfach an den iPod gesteckt werden kann und dann die Musik vom iPod auf die BlackBox streamt.
Grundsätzlich funktioniert die Blackbox auch mit jedem anderen BlueTooth-Gerät dass AD2P unterstützt, so z. B. auch mit einem MacBook.

Noch vor Testbeginn verabschiedete sich der BluStream XT und verweigerte den Dienst. Ein Umtausch half und nun funktioniert der BlueStream auch – entgegen den Aussagen von Gear4 – auch mit dem iPhone (wie zuvor auf der MacLive Expo in Köln). Ebenso lief das neue Exemplar des BlueStream auch problemlos mit dem iPod nano 1. Generation.

Bedienung
Die Bedienung der Blackbox geschieht über die Bedienelemente auf der Oberseite. Dort sind jedoch keine Buttons vorhanden, sondern die Elemente reagieren auf Berührung, so wird die harmonische Oberfläche nicht gestört. Damit man die Bedienelemente optisch besser erkennt, leuchten sie in einem fröhlichen Blauton.

Neben der blauen Beleuchtung der Bedienelemente befinden sich an der Vorderseite der Blackbox 171 (19×9) rote LEDs, welche die Musikwiedergabe optisch darstellen. Über den Knopf “LED Mode” lässt sich die Darstellungsart der roten LEDs konfigurieren. Es stehen drei Möglichkeiten zur Auswahl (zwei vertikale und eine horizontale Darstellung).


Bedienelemente (oben) und Musikwiedergabe (vorne) der Blackbox

Audioqualität
Wie immer ist die Empfindung der Audioqualität recht subjektiv und abhängig von persönlichen Geschmackt. Jedoch bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die Blackbox bei leiser Audiowiedergabe recht dumpf klingt. Erst wenn man die Blackbox auf 2/3 der maximalen Lautstärke stellt, klingt es gut. Dies ist natürlich daher kein Problem, da man die Audioquelle recht leiste stellen kann und dann die Blackbox auf die nötige Lautstärke stellt (sofern man sie über den Klinkeneingang mit Musik füttert). So hatte ich während dem Testbericht den Laptop auf 3 / 16 Punkten stehen und die Blackbox auf 50 von 60 Lautstärkeeinheiten.

Bei der Wiedergabe über BlueTooth (egal ob nun mit dem iPhone, dem iPod oder dem MacBook) ist dieses Problem nicht so stark zu bemerken. Jedoch kommt man nicht drumherum mit den Einstellungen für den Equelizer herumzuexperimentieren, da die Blackbox ab und an etwas knistert bei der Wiedergabe.

Die Blackbox hat ihre Stärken also klar in der Wiedergabe von Musik bei hoher Lautstärke. Selbst auf maximaler Lautstärke kommen die Lautsprecher nicht in den kritischen Bereich und geben den Ton, sowie Höhen und Bässe, optimal wieder. Wer jedoch mit dem Gedanken spielt die Blackbox für die Wiedergabe von leiser Hintergrundmusik einzusetzen, der dürfte sich wundern, dass die Musik doch sehr dumpf klingt.

BlueTooth-Verbindung mit dem Mac
Die BlueTooth-Verbindung zwischen der Blackbox und dem Mac (MacBook Pro mit Leopard) ließ sich problemlos aufbauen. Wer das BlueTooth-Icon in den Menüleiste liegen hat, braucht es nur anzuklicken und dann den Eintrag BlueTooth-Gerät konfigurieren auswählen.
Im kommenden Fenster wählt man entweder den Geräte-Typ Headset aus, oder man sucht nach allen BlueTooth-Geräten. Im nächsten Schritt sollte der Mac nach verfügbaren BlueTooth-Geräten suchen und auch die Blackbox auflisten.

Bevor man nun die Blackbox auswählt und mit einem Klick auf Fortfahren die Verbindung aufbaut, sollte man noch die Kennwortoptionen überprüfen. Die Blackbox verlangt ein bestimmtes Passwort bei der Verbindung – das Passwort ist 1234 – also sollte sichergestellt sein, dass in den Kennwortoptionen der richtige Punkt markiert ist (siehe Screenshot #3).



Das verwendete Wallpaper stammt von vladstudio.com (Zum Testbericht)

Leider scheint die BlueTooth-Verbindung des Macs bzw. der Geräte an ihre Grenzen zu stoßen, wenn man z. B. das BlueTooth-Keyboard, die kabellose MightyMouse und die Blackbox einsetzen will. Entweder fängt die Musik an zu ruckeln oder die Maus sowie die Tastatur haben Aussätzer.

BlueTooth-Sender
Für die Wiedergabe von Musik vom iPhone und dem iPod ist ein zusätzliches BlueTooth-Modul von nöten, welches Gear4 für 49,99 Euro anbietet. Damit steigt der Preis des Lautsprechersystems auf 200 Euro. Wer die Lautsprecherbox nur über den Klinkeneingang am Rücken der Box füttern möchte, oder nur Geräte nutzen will, die bereits BlueTooth integriert haben, kann sich die 49,99 Euro sparen.

Ich finde die Lösung von Gear4 an dieser Stelle sehr vorbildlich. Das Lautsprechersystem kostet 150 Euro und bietet einen Klinkeneingang sowie die BlueTooth-Fähigkeiten. Für diejenigen, die eine drahtlose Kommunikation mit dem iPod wünschen, bietet Gear4 den BlueStream XT für weitere 50 Euro an. So muss niemand Extrakosten für den iPod-Adapter zahlen, der ihn nicht nutzt…

Zusammenspiel mit dem iPhone / iPod
Laut dem Hersteller Gear4 funktioniert der BlueTooth-Sender BluStream XT nicht im dem iPhone. Jedoch konnten wir auf der MacLife Expo in Köln und auch während dem Testbericht ein ganz anderes Verhalten feststellen. Dort lief der BlueTooth-Sender problemlos mit einem amerikanischen iPhone, sowie einem deutschen iPhone mit Firmware 1.1.2 (Alles zum Thema Jailbreak und zu unserem iPhone Glossar).

Nachdem der BlueStream XT an das iPhone gesteckt wurde, erscheint der Hinweis auf dem Display, dass diese Hardware nicht für das iPhone konzipiert wurde und ob man in den Flugzeug-Modus wechseln möchte. Befindet sich das iPhone in der unmittelbaren Nähe der Blackbox, ist dies auch anzuraten.

Im nächsten Schritt versucht der BlueStream die Verbindung zur Blackbox aufzubauen. Über den Status des Verbindungsaufbau informieren einen die LEDs an der Vorderseite der Blackbox.


Verbindung suchen / Verbindung gefunden

Wurde die Verbindung erfolgreich aufgebaut, so kann man nun die Wiedergabe auf dem iPhone starten und hört die Musik über das Lautsprechersystem von Gear4. Die Regulierung der Lautstärke geschieht – im Gegensatz zur BlueTooth-Verbindung mit dem Mac – ausschließlich über die Blackbox; Eine Steuerung der Lautstärke übers iPhone ist nicht möglich.

Die Fernbedienung
Die Fernbedienung der Blackbox bietet alle Bedienmöglichkeiten, die man auch an der Oberseite des Geräts hat. So kann man problemlos die Lautstärke regulieren, Lieder wechseln (natürlich nur bei der BlueTooth-Verbindung) sowie den LED-Mode wechseln. Selbstverständlich befinden sich auch Knöpfe zum stoppen der Wiedergabe, sowie zum Ausschalten der Blackbox auf der Fernbedienung.


iPhone, iPod Nano 1. Gen, Blackbox Fernbedienung

Die Fernbedienung ist nur minimal kleiner als ein iPod Nano der ersten Generation und Federleicht. Über die Funktionen der Fernbedienung gibt es nicht zu bemänkeln, sie funktioniert wie man es erwartet.

Fazit
Die Blackbox von Gear4 ist eine geniale Lautsprecherbox, die gut klingt und optisch zur Oberliga gehört. Die Audioqualität ist hervorragend (bis auf den leicht dumpfen Klang bei leiser Wiedergabe über den Klinkeneingang). Neben dem überzeugenden Aüßeren und der guten Tonqualität ist auch die Bedienung, sowie die Konnektivität der Blackbox, vorbildlich.

Die einfache Bedienung über die knopflose Bedienleiste an der Oberseite, ebenso wie die Fernbedienung, lassen keinen Wunsch offen. Auch die Tatsache, dass sich Gear4 nicht auf die BlueTooth-Verbindung mit dem hauseigenen BlueStream XT beschränkt, sondern die Blackbox offen für alle AD2P-fähigen Geräte konstruiert, ist sehr vorbildlich.

Das Preismodell wurde von mir schon im Abschnitt über den BlueStream XT gelobt. Die Blackbox gibt es für 149,99 Euro und bietet einen Klinkeneingang, sowie die Möglichkeit für den Empfang von Musik über eine BlueTooth-Verbindung. Als zusätzliche Hardware bietet Gear4 den BlueStream XT – zu einen Preis von 49,99 Euro – für den iPod und iPhone an. Kunden zahlen somit bei Gear4 somit nur für Hardware, die sie auch benötigen.

5/5Testurteil: 5/5 Macs
Bezeichnung: Blackbox
Hersteller: Gear4
Preis: 149,99 Euro (+ 49,99 € für den BlueStream XT)

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 3 Kommentar(e) bisher

  •  mooi sagte am 11. Januar 2008:

    .Der Knight Rider unter den Lautsprechern.

    Nichts desto trotz bin ich, auch wenn das Teil verdammt gut aussieht, nicht bereit dafür 149,- auszugeben. Es gibt genug Alternativen wenn man nicht auf die Bluetooth Funktion angewiesen ist und ehrlich gesagt finde ich auch die 50€ für den BS XT recht happig.

    Wenn es das Teil irgendwann einmal für unter 100€ gibt lasst es mich wissen, ich bin nämlich dennoch recht heiss auf das Teil.

    Antworten 
  •  Thomas sagte am 12. Januar 2008:

    Warum brauche ich für das iPhone ein Zusatzteil? Das kann doch Bluetooth?
    Und davon ab finde ich den Klang wirklich recht dumpf.

    Antworten 
  •  speedy011 sagte am 27. April 2009:

    jetzt kostet es unter 100€ also zuschlagen

    Antworten 

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