Review: 11. Januar 2008,

Test: Gear4 Blackbox

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Schon auf der MacLive Expo in Köln konnten wir euch einen ersten Eindruck der Blackbox von Gear4 vermitteln. Jetzt hatten wir die Möglichkeit das Lautsprechersystem genauer unter die Lupe zu nehmen und es ausführlich zu testen.

Lieferumfang & Verarbeitung

Zusammen mit der Blackbox liefert Gear4 noch eine hübsche, schwarze Ledertasche, eine Fernbedienung sowie zwei Kabel – eins für die Klinkenverbindung und ein USB-Kabel (zum Update der Bluetooth-Firmware auf der Blackbox). Dazu wird das Netzteil geliefert.

Die Verarbeitung der BlackBox ist hervorragend, es gibt nichts zu bemängeln an dem Gerät von Gear4. Wie der Name vermuten lässt ist die Blackbox ganz in Schwarz gehalten und hat an der Vorderseite 171 rote LEDs, sowie blau leuchtende Bedienelemente auf der Oberseite. Die Lautsprecher an den Seiten der Box sind durch ein stabiles Metallgitter geschützt und die Anschlüsse an der Rückseite wirken dem Preis angemessen.

Zurückblickend auf den Testbericht des Lautsprechersystems von Logitech, das zum gleichen Preis erhältlich ist, trennen die Qualität und die Verarbeitung beider Geräte Welten.

Funktionsumfang

Die BlackBox kann entweder über den Audioeingang an der Rückseite betrieben werden, oder über eine BlueTooth-Verbindung. Für letzteres gibt es von Gear4 den BluStream XT, der einfach an den iPod gesteckt werden kann und dann die Musik vom iPod auf die BlackBox „streamt“.
Grundsätzlich funktioniert die Blackbox mit jedem anderen BlueTooth-Gerät, das AD2P unterstützt, so z. B. mit einem MacBook. Einen Dock-Anschluss für iPod und iPhone sucht man hingegen vergeblich, dieser würde jedoch die tadellose Optik des Geräts zerstören und so kann man das Fehlen verkraften.

Noch vor Testbeginn verabschiedete sich der BluStream XT und verweigerte den Dienst. Ein Umtausch half und nun funktioniert der Bluetooth-Empfänger – entgegen der Aussagen von Gear4 – sogar mit dem iPhone. Ebenso lief das neue Exemplar des BluStream problemlos mit dem iPod nano der 1. Generation.

Bedienung

Die Bedienung der Blackbox geschieht über die Bedienelemente auf der Oberseite. Dort sind jedoch keine Buttons vorhanden, sondern die Elemente reagieren auf Berührung, so wird die harmonische Oberfläche nicht gestört. Damit man die Bedienelemente optisch besser erkennt, leuchten sie in einem fröhlichen Blauton.

Neben der blauen Beleuchtung der Bedienelemente befinden sich an der Vorderseite der Blackbox 171 (19×9) rote LED, die die Musikwiedergabe optisch darstellen. Über den Knopf „LED Mode“ lässt sich die Darstellungsart der roten LED konfigurieren. Es stehen drei Möglichkeiten zur Auswahl (zwei vertikale und eine horizontale Darstellung).

Audioqualität

Wie immer ist die Empfindung der Audioqualität recht subjektiv und abhängig von persönlichen Geschmack. Jedoch bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die Blackbox bei leiser Audiowiedergabe recht dumpf klingt. Erst wenn man die Blackbox auf 2/3 der maximalen Lautstärke stellt, klingt es gut. Dies ist natürlich daher kein Problem, da man die Audioquelle recht leise stellen kann und dann die Blackbox auf die nötige Lautstärke stellt (sofern man sie über den Klinkeneingang mit Musik füttert). So hatte ich während des Testberichts den Laptop auf 3 von 16 Punkten stehen und die Blackbox auf 50 von 60 Lautstärkeeinheiten.

Bei der Wiedergabe über BlueTooth (egal ob nun mit dem iPhone, dem iPod oder dem MacBook) ist dieses Problem nicht so stark zu bemerken. Jedoch kommt man nicht drumherum mit den Einstellungen für den Equalizer herumzuexperimentieren, da die Blackbox ab und an etwas knistert bei der Wiedergabe.

Die Blackbox hat ihre Stärken also klar in der Wiedergabe von Musik bei hoher Lautstärke. Selbst auf maximaler Lautstärke kommen die Lautsprecher nicht in den kritischen Bereich und geben den Ton, sowie Höhen und Bässe, optimal wieder. Wer jedoch mit dem Gedanken spielt die Blackbox für die Wiedergabe von leiser Hintergrundmusik einzusetzen, der dürfte sich wundern, dass die Musik doch sehr dumpf klingt.

BlueTooth-Verbindung mit dem Mac

Die BlueTooth-Verbindung zwischen der Blackbox und dem Mac (MacBook Pro mit OS X Leopard) ließ sich problemlos aufbauen. Wer das BlueTooth-Icon in den Menüleiste liegen hat, braucht es nur anzuklicken und dann den Eintrag „BlueTooth-Gerät konfigurieren“ auswählen.
Im kommenden Fenster wählt man entweder den Geräte-Typ „Headset“ aus, oder man sucht nach allen BlueTooth-Geräten. Im nächsten Schritt sollte der Mac nach verfügbaren BlueTooth-Geräten suchen und die Blackbox auflisten.

Bevor man nun die Blackbox auswählt und mit einem Klick auf „Fortfahren“ die Verbindung aufbaut, sollte man noch die „Kennwortoptionen“ überprüfen. Die Blackbox verlangt ein bestimmtes Passwort bei der Verbindung (das Passwort ist ab Werk 1234), also sollte sichergestellt sein, dass in den Kennwortoptionen der richtige Punkt markiert ist.

Leider scheint die BlueTooth-Verbindung des Mac bzw. der Geräte an ihre Grenzen zu stoßen, wenn man z. B. das BlueTooth-Keyboard, die kabellose MightyMouse und die Blackbox einsetzen will. Entweder fängt die Musik an zu ruckeln, oder die Maus sowie die Tastatur haben Aussetzer.

BlueTooth-Sender

Für die Wiedergabe von Musik vom iPhone und dem iPod ist ein zusätzliches BlueTooth-Modul von nöten, welches Gear4 für 49,99 Euro anbietet. Damit steigt der Preis des Lautsprechersystems auf 200 Euro. Wer die Lautsprecherbox nur über den Klinkeneingang am Rücken der Box füttern möchte, oder nur Geräte nutzen will, die bereits BlueTooth integriert haben, kann sich die 49,99 Euro sparen.

Ich finde die Lösung von Gear4 an dieser Stelle vorbildlich. Das Lautsprechersystem kostet 150 Euro und bietet einen Klinkeneingang sowie die BlueTooth-Fähigkeiten. Für diejenigen, die eine drahtlose Kommunikation mit dem iPod wünschen, bietet Gear4 den BluStream XT für weitere 50 Euro an. So muss niemand Extrakosten für den iPod-Adapter zahlen, der ihn nicht nutzt.

Zusammenspiel mit iPhone und iPod

Laut Hersteller Gear4 funktioniert der BlueTooth-Sender BluStream XT nicht im dem iPhone. Jedoch konnten wir auf der MacLife Expo in Köln und auch während des Testberichts ein ganz anderes Verhalten feststellen. Dort lief der Bluetooth-Sender problemlos mit einem amerikanischen iPhone, sowie einem deutschen iPhone mit Firmware 1.1.2.

Nachdem der BluStream XT an das iPhone gesteckt wurde, erscheint der Hinweis auf dem Display, dass diese Hardware nicht für das iPhone konzipiert wurde und man wird gefragt, ob man in den Flugzeug-Modus wechseln möchte. Befindet sich das iPhone in der unmittelbaren Nähe der Blackbox, ist dies anzuraten.

Im nächsten Schritt versucht der BluStream die Verbindung zur Blackbox aufzubauen. Über den Status des Verbindungsaufbaus informieren die LED an der Vorderseite der Blackbox.

Wurde die Verbindung erfolgreich aufgebaut, so kann man nun die Wiedergabe auf dem iPhone starten und hört die Musik über das Lautsprechersystem von Gear4. Die Regulierung der Lautstärke geschieht im Gegensatz zur BlueTooth-Verbindung mit dem Mac ausschließlich über die Blackbox; Eine Steuerung der Lautstärke übers iPhone ist nicht möglich.

Die Fernbedienung

Die Fernbedienung der Blackbox bietet dieselben Bedienmöglichkeiten, die man an der Oberseite des Geräts hat. So kann man problemlos die Lautstärke regulieren, Lieder wechseln (natürlich nur bei der Bluetooth-Verbindung) sowie den LED-Mode wechseln. Stoppen der Wiedergabe, sowie das Ausschalten der Blackbox ist über die Fernbedienung ebenfalls möglich. Dabei ist diese nur minimal kleiner als ein iPod nano der ersten Generation und federleicht.

Fazit

Die Blackbox von Gear4 ist eine geniale Lautsprecherbox, die gut klingt und optisch zur Oberliga gehört. Die Audioqualität ist hervorragend (bis auf den dumpfen Klang bei leiser Wiedergabe über den Klinkeneingang). Neben dem überzeugenden Äußeren und der guten Tonqualität ist die Bedienung, sowie die Konnektivität der Blackbox, vorbildlich.

Auch die Tatsache, dass sich Gear4 nicht auf die BlueTooth-Verbindung mit dem hauseigenen BluStream XT beschränkt, sondern die Blackbox offen für alle AD2P-fähigen Geräte konstruiert, ist sehr vorbildlich.

Die Blackbox gibt es für 149,99 Euro. Als zusätzliche Hardware bietet Gear4 den BluStream XT Bluetooth-Sender zu einem Preis von 49,99 Euro für den iPod und das iPhone an.

Wertung

6/10
gute Verarbeitung
Optik prima
dumpfer Klang bei leiser Wiedergabe
kein Dock für iPhone/iPod

Zuletzt kommentiert



 1 Kommentar(e) bisher

  •  mooi (11. Januar 2008)

    Der Knight Rider unter den Lautsprechern. Trotzdem bin ich nicht bereit dafür 149 Euro auszugeben. Es gibt genug Alternativen. Wenn es das Gerät irgendwann einmal für unter 100 Euro gibt, lasst es mich wissen.


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