MACNOTES

Veröffentlicht am  22.01.08, 23:30 Uhr von  ml

Details aus dem Apple Conference Call

Aktie

Im Conference Call im Anschluss an die Veröffentlichung der Quartalsbilanz gab Apples Finanzchef Peter Oppenheimer genauere Details zu den Zahlen des Rekord-Quartals bekannt.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg der Umsatz, den Apple außerhalb der USA machte, um 46 Prozent. Insgesamt trugen die verkauften Macs mit 47 Prozent zum Umsatz von 9,6 Milliarden US-Dollar bei. Der Umsatzzuwachs bei den Desktop-Rechnern (iMac, Mac Pro) betrug dabei 53 Prozent und bei den Notebooks 30 Prozent (jeweils im Vergleich zum ersten Quartal 2007).

Erfolgreich: Leopard, iPhone, Apple Stores

Der Ende Oktober gestartete Verkauf von Mac OS X Leopard entwickelte sich zum erfolgreichsten Start eines Betriebssystems seit dem Umstieg auf Mac OS X und trug mit 170 Millionen Dollar zum Umsatz bei.

Dass Apple inzwischen deutlich mehr als eine reine Computerfirma ist, zeigt sich daran, dass bereits 50% des Umsatzes mit Produkten aus dem Bereich Musik (iPod und iTunes) gemacht werden. Dabei stieg der durchschnittliche Verkaufspreis für den iPod auf 180 Dollar. Der Marktanteil des iPod in den USA konnte gehalten werden, während man international sogar neue Marktanteile gewinnen konnte.

Insgesamt hat Apple im ersten Quartal 2008 2,135 Millionen iPhones an den Kunden bringen können. Genaue Zahlen zur Verteilung auf die einzelnen Märkte machte Oppenheimer nicht. Er gab lediglich bekannt, dass die Sparte iPhone und Zubehör 241 Millionen Dollar Umsatz verzeichnen konnte.

Beeindruckend sind die Zahlen der Apple Retail Stores: Diese sorgten für 1,7 Milliarden Dollar Umsatz. In den Retail Stores wurden 504.000 Macs verkauft und 50% davon gingen an neue Mac-Nutzer (“Switcher”). Extrem erfolgreich laufen auch die sogenannten “Personal Trainings” zu Soft- und Hardware, von denen über 300.000 in den Stores durchgeführt wurden.

Gedämpfte Erwartungen für Q2/2008

Mit den Worten “Wir sind extrem stolz auf unser Rekordergebnis im abgelaufenen Quartal,” fasste Peter Oppenheimer die Stimmung bei Apple zusammen. Trotzdem fiel der Ausblick auf das nächste Quartal verhalten aus. Apple erwartet einen Umsatz von 6,8 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 94 Cent pro Aktie. Das zweite Quartal ist traditionell das schwächste des Jahres.

Apple hat nun 18,5 Milliarden Dollar Cash-Reserven. Aktienrückkäufe seien zwar diskutiert worden. Der Schwerpunkt soll jedoch bei weiteren Investitionen und strategischen Zukäufen liegen. Ob es konkrete Übernahmepläne gibt, sind ließ Oppenheimer offen.

In der abschließenden Fragerunde äußerte sich Oppenheimer zu der Frage, ob die angepeilte Zahl von 10 Millionen verkauften iPhones 2008 erreicht werden könne: “Wir sind sehr zuversichtlich, dieses Ziel zu erreichen.”

iPod-Verkäufe wachsen langsamer

Angesprochen auf die vergleichsweise geringen Steigerungsraten beim iPod, antwortete Oppenheimer: “Wir glauben der iPod-Markt ist mehr als nur ein Markt für MP3-Player. Der iPod touch hat einen tollen Start gehabt und wir glauben nicht, dass die Umsatzzuwächse, die wir aktuell sehen, Anzeichen für einen gesättigten Markt sind.” Interessant: Oppenheimer bezeichnete den iPod touch als “mainstream WiFi mobile platform” und deutete damit an, in welche Richtung die weitere Entwicklung des Gerätes führen könnte.

Der japanische Markt, bislang Apples größtes Sorgenkind, entwickelte sich im letzten Quartal erfreulich. Der neue iMac aus Aluminium und der iPod touch kommen bei den technikverliebten Japanern offenbar sehr gut an. 2008 plant Apple Retail Stores in weiteren europäischen Ländern zu eröffnen, außerdem das erste Ladengeschäft in China.

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