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Veröffentlicht am  12.02.08, 18:45 Uhr von  Alexander Trust

Das ist neu: Ein erster Blick auf Aperture 2.0

Heute Mittag veröffentlichte Apple ein größeres Update für den Profi-Bildverwalter Aperture (wir berichteten). Wir haben die neue Version bereits installiert und zeigen einige der interessantesten Neuerungen.
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Aufgeräumt: Die neue Benutzeroberfläche
Am Interface von Aperture schieden sich bisher die Geister. In Version 2.0 hat Apple zwar das Look-und-Feel beibehalten, ansonsten aber großzügig aufgeräumt. Projekte, Metadaten und Anpassungen sind nun in einer Bearbeitungs-Spalte zusammengefasst, so dass mehr Platz für das Wesentliche bleibt: Die Bilder. Am rechten oberen Rand der Oberfläche lässt sich nun zwischen den verschiedenen Ansichten hin- und herwechseln – natürlich auch per Tastenkürzel.

Verbessert wurde auch die Vollbild-Ansicht: Die einheitliche Bearbeitungs-Spalte steht auch hier zur Verfügung. Häufiges Wechseln zwischen Standard- und Vollbild-Ansicht gehört damit der Vergangenheit an. Neu ist die die Möglichkeit, sich alle Projekte aus der Bibliothek im Überblick anzeigen zu lassen. Ähnlich wie bei den “Ereignissen” in iPhoto lässt sich hier durch Bewegen der Maus durch die einzelnen Fotos blättern und durch Drücken der Leertaste ein “Titelbild” für das jeweilige Projekt festlegen.
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Neu und überzeugend gelöst ist die iPhoto-Übersicht, mit der sich Fotos aus iPhoto importieren lassen, ohne das Aperture-Fenster verlassen zu müssen. Selbstverständlich lässt sich die iPhoto-Bibliothek auch nach Schlagworten durchsuchen, dank Spotlight quasi in Echtzeit.

A propos Echtzeit: Zumindest gefühlt ist Aperture 2.0 tatsächlich schneller als die Vorgängerversion. Zusätzliche Performance-Steigerungen erreicht man, wenn man die neue “Schnelle Vorschau” aktiviert. Aperture lädt dann lediglich niedrig aufgelöste Vorschaubilder, was sich gerade bei größeren Bibliotheken bzw. Projekten auszahlt.

Renoviert: Die Bearbeitungswerkzeuge
Die Werkzeuge zur Bildbearbeitung hat Apple in Aperture 2.0 grundlegend überarbeitet. Dank verbesserter RAW-Unterstützung können z. B. einzelne Bereiche eines Fotos durch Erhöhen des Kontrastes “wiederhergestellt” werden, ohne dass dadurch das gesamte Bild dunkler wird. Mit dem neuen Devignette-Filter können dunkle Bildränder, wie sie häufig bei weniger hochwertigen Objektiven entstehen, entfernt werden.
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Auch das neue Retusche-Werkzeug überzeugte in den ersten Tests. Es erkennt harte Kanten automatisch und schützt diese beim Retuschieren vor dem Verlaufen. Mit dem Klon-Pinsel kann – wie mit dem Kopierstempel-Werkzeug in Photoshop – retuschiert werden, ohne feinere Strukturen zu verlieren.
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Renoviert: .Mac-Anbindung
Was Profi-Fotografen eher kalt lassen dürfte, wird semi-professionelle Nutzer freuen: Apple hat die aus iPhoto ’08 bekannte Funktion zum Erstellen von .Mac-Web-Galerien nun auch in Aperture integriert. Auch Download-Versionen in voller Auflösung und sogar RAW-Dateien können so direkt aus Aperture veröffentlicht werden.

Fazit
Wenn sich der erste Eindruck auch im Alltagseinsatz bestätigt, dann ist Aperture mit Version 2 endlich erwachsen geworden. Die Oberfläche wirkt aufgeräumt und auf das Wesentliche fokussiert. Die neuen Bearbeitungs-Werkzeuge ersparen dem Anwender immer häufiger den Griff zu externen Bildbearbeitern wie Photoshop. Und auch die Performance-Probleme der ersten Versionen hat Apple jetzt wohl endgültig in den Griff bekommen.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 6 Kommentar(e) bisher

  •  macwoern sagte am 12. Februar 2008:

    Sind denn nun auch alle Möglichkeiten aus iPhoto um Bilder, Kalender, Bücher zu bestellen 1 zu 1 übernommen worden?

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  •  sm sagte am 12. Februar 2008:

    Nur schade, dass Aperture nicht mehr schwarz ist. Dieses grau ist doch irgendwie langweilig :)

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  •  m.kamp sagte am 12. Februar 2008:

    Habe letzte Woche erst Aperture 1.5 gekauft, wo kann man denn das 10 Euro Update laden ? Habe ich hier heute in einem Bericht gelesen. Bitte um kurze Nachricht.

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  •  bwolf sagte am 12. Februar 2008:

    Nett finde ich: “Mit dem neuen Devignette-Filter können dunkle Bildränder, wie sie häufig bei weniger hochwertigen Objektiven entstehen, entfernt werden.”. Das “weniger hochwertig” ist schlichtweg falsch.
    Nichts für ungut.

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  •  Mark sagte am 13. Februar 2008:

    @sm dann mach doch den Hintergrund schwarz, man kann ihn einstellen

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  •  nh sagte am 13. Februar 2008:

    Wie ist das eigentlich mit der Kompatibilität von Aperture und Time Machine? Aperture speichert doch seine Bilder in einem großen Container. Wird der bei einer Änderung jedesmal ganz “gebackupd” – oder kann Time Machine Änderungen in Containern sichern?

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