MACNOTES

Veröffentlicht am  19.02.08, 22:35 Uhr von  Alexander Trust

Test: Office für Mac 2008 (Teil 2: Excel 2008)

Microsoft Excel 2008

Lange hat man uns Mac User warten lassen, aber seit Anfang letzter Woche ist es nun endlich soweit: Office 2008 für Mac steht in den Regalen und wir nehmen die Office-Suite für euch Stück für Stück unter die Lupe. In unserem ersten Test hinterließ die neue Word-Version bereits einen zwiespältigen Eindruck und konnte nur bedingt überzeugen. Nun ist Excel an der Reihe und der Platzhirsch unter den Tabellenkalkulationen muss zeigen, was er nach knapp 4 Jahren Entwicklung so alles Neues auf dem Kasten hat.

Look and Feel

Optisch bieten die neuen Office-Applikationen allesamt Grund zur Freude – denn die MacBU hat die Programme durch die Bank weg drastisch aufpoliert. Excel und Co. passen sich nun beinahe perfekt in das Gesamtbild von OS X ein und man gewinnt den Eindruck, ein “waschechtes” Mac-Programm vor Augen zu haben. Die bereits vom Vorgänger bekannte Toolbox bietet nun endlich einheitlichen Zugriff auf alle benötigten Werkzeuge und Formatierungen und lässt sich bequem an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

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Dabei hat man sich in Redmond offensichtlich am iWork Paket orientiert. Allerdings bleiben ein paar Schönheitsfehler: klickt man durch die einzelnen Reiter der Toolbox, so ändern sich deren Ausmaße nicht nur in der Höhe, sondern auch in der Breite. So entsteht unweigerlich der Eindruck, dass die Box auf dem Bildschirm umherspringt, was bereits nach kurzer Zeit am Nervenkostüm des Users nagt. Zudem kann es bei der Auswahl mehrerer Unterpunkte passieren, dass die Toolbox über den Bildschirmrand hinaus ragt, was mehr als unschön aussieht und zusätzliche Arbeit verursacht. Ansonsten verfügt Excel nun endlich über eine aufgeräumte Symbolleiste und auch das vorher wenig ansprechende Einstellungen-Menü ist einer modernen Schaltzentrale im Design der Systemeinstellungen gewichen. In Sachen Look and Feel ist die neue Oberfläche keine Revolution, aber immerhin ist man hier nun endlich auf Augenhöhe mit iWork und Co.

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Abschied von VBA

Während man in Sachen Bedienung in Redmond einen großen Schritt nach vorne gemacht hat, so geht man in anderen Bereichen gleich zwei Schritte zurück. Warum die Entwickler sich dazu entschlossen haben, den Support von Makros auf der Basis von Visual Basic for Applications (VBA) gänzlich zu streichen, ist schlichtweg unbegreiflich. Für viele professionelle Anwender dürfte dieses Manko gerade bei Excel ein KO – Kriterium darstellen. Da hilft es auch nicht, wenn sich der Leiter der Mac-Entwicklungsabteilung Erik Schwiebert seitenlang rechtfertigt und die Schuld beim veralteten Programmcode sucht. Wer von Berufswegen her auf reibungslosen Datenaustausch mit Windows-Office-Nutzern angewiesen ist, der guckt hier in die Röhre. Immerhin: öffnet man eine entsprechende Tabelle, bietet Excel dem User zwei Optionen – entweder man deaktiviert das Makro und entfernt den entsprechenden Code oder man kann sich die Datei ansehen, aber nicht bearbeiten. In der Praxis dürfte sich allerdings keine der genannten Möglichkeiten als sonderlich hilfreich erweisen.

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Dennoch: ganz ohne Makros muss man aber auch auf dem Mac nicht leben – Excel bietet rudimentäre Unterstützung für AppleScript sowie einige Automator-Aktionen (jedoch nicht in der günstigsten Home & Student Version). Einen gleichwertigen Ersatz oder gar eine brauchbare Alternative stellt dies trotzdem auf keinen Fall dar.

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 13 Kommentar(e) bisher

  •  mGr sagte am 10. März 2008:

    Wir verwenden Excel-Arbeisstmappen und sind zwingend für die Steuerung dieser auf VBA angewiesen. Weiss jemand wie umfangreich die Automatorscripts sind? Was ist die Alternative zu Excel mit VBA? Etwa die Windows-Version?

    Antworten 
  •  Rolf Raess sagte am 3. Mai 2008:

    Da werden im EXCEL 2008 ein Haufen “Templates” angeboten, die man meist nicht braucht, was aber bei den heutigen “landscape” Bildschirmen dazu führt, dass eine A4-Seite (z.B. eine Rechnung) im 100% Modus, ohne scrollen, nicht mehr bearbeitet werden kann…
    Wir werden auf FileMaker umsteigen!
    Redmond ist immer weniger zu gebrauchen!

    Antworten 
  •  Valentin sagte am 20. Mai 2010:

    „das muss man erstmal schaffen auf modernen 2,3 GHz Core2Duo so langsam zu sein!“

    Und ich dachte schon, mein Rechner spinnt… Da läuft die Office Version (müsste 2000 oder vgl. sein) auf dem G4 bei mir auf der Arbeit wesentlich besser als die 2008er auf meinem MBP 1,83GHz DualCore

    Antworten 

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