MACNOTES

Veröffentlicht am  5.03.08, 15:34 Uhr von  

Kommentar: Lieber Spiegel…

Lieber Spiegel,

deine Beziehung zu uns Mac-Nutzern als paradox zu beschreiben, wäre eine Untertreibung: Gib zu, eigentlich hältst du uns doch immer noch für eine seltsame Spezies verblendeter Fanatiker. Aber der Quote wegen machst du Apple und seine Produkte mittlerweile zum Dauerthema. Wir Spiegel-Leser wissen nicht nur mehr, sondern besitzen eben immer häufiger auch einen Mac. Aber musst du wirklich iPhone und Apple in gefühlt jeder zweiten Schlagzeile unterbringen? Selbst wenn der Artikel dann herzlich wenig damit zu tun hat?

Und warum schreiben bei dir eigentlich immer genau die Redakteure über den Mac und seine Nutzer, die davon offensichtlich am wenigsten Ahnung haben? Dein Christian Stöcker zum Beispiel, dem fielen ausgerechnet zur Cebit-Keynote von Microsoft-CEO Steve Ballmer nichts besseres ein, als ein paar ausgelutschte Mac-Klischees. Zitat:

Im Grunde sind Macs Rentnerrechner, betreutes Computing gewissermaßen. Keine Viren, kaum Systemcrashs, automatische Festplattenbereinigung – mit einem Apple zu arbeiten, ist wie Nordic Walking. Eine Idee langsamer als sonst und mit teuren Krücken, die dafür sorgen, dass man nicht umfällt.

Denk’ doch mal drüber nach. Vielleicht nehmen wir dich dann auch wieder ernst. Oder waren deine Technik-Artikel von Anfang an als Satire gedacht?

Deine Mac-User

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 24 Kommentar(e) bisher

  •  Spiegelei sagte am 5. März 2008:

    Scheint so, dass man dort von Nordic Walking auch keine Ahnung hat.

    Das Problem für mich als Leser ist, dass ich nicht erkennen kann, ob die anderen Artikel des Magazins ähnlich »gut« recherchiert sind. Mir ist jedenfalls schon häufiger bei Artikeln aufgefallen, bei deren Hintergrund ich mich gut auskenne, dass sehr viel vereinfacht und teilweise auch falsch dargestellt wird – nicht nur im Spiegel. Andererseits ist das ja auch nicht verwunderlich; woher soll auch ein Redakteur sich auf vielen unterschiedlichen Gebieten auskennen?

    Vielleicht sollte man das geschriebene Wort generell nicht so ernst nehmen, auch dann nicht, wenn es vom Focus oder Spiegel kommt.

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  •  Biene sagte am 5. März 2008:

    Naja,
    ich fand den spiegel-Bericht ironisch bis sarakastisch. Windows ist echt manchmal der Ritt auf dem Vulkan und Mac… Mac ist halt was zur Entspannung. Es läuft halt, gelle? Sind eh nur alle neidisch.
    LG
    Biene

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  •  lexusburn sagte am 5. März 2008:

    Ach, is doch schön so ein Klischee…

    Wenn man PCs mit Schrauber-Autos vergleicht und Macs mit dem Mercedes den man in die Werkstatt fährt, fahre ich gern den schickeren Mercedes und komme pünktlich zum Date und stehe nicht mit ner Panne im Regen, statt am Auto rumzuschrauben bis es mal läuft und immer dann ne Panne zu haben wenn man es nicht gebrauchen kann… :P

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  •  Kunstguerilla sagte am 5. März 2008:

    Schön, dass ich nicht der einzige bin, der sich über den Artikel von Herrn Stöcker bei SOL gewundert bis geärgert hat:
    http://web.mac.com/kunstguerilla/Kunstguerilla_at_home/Tagebuch/Einträge/2008/3/5_Spiegel_Online_-_hier_ist_die_Welt_noch_schwarz-weiß.html

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  •  Cedric sagte am 5. März 2008:

    Ohne jetzt eine Diskussion lostreten zu wollen: Danke Hendrik, du sprichst mir aus der Seele. Ich kann diese ganzen PageRank-Headlines bei Spiegel Online auch langsam nicht mehr sehen. Ebenso wie ich bei deren Artikeln mittlerweile fast Augenkrebs bekomme. Wohlbemerkt nicht nur beim Thema Apple. Die Qualität hat in den letzten Jahren sehr nachgelassen beim Spiegel. Für alle die mal etwas anderes lesen möchten: Schaut‘ doch mal bei Zoomer.de vorbei. Auffallend angenehm das ganze Projekt.

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  •  Veit sagte am 5. März 2008:

    Hey…es ist schoenes Wetter. Schnappt euch eure Stoecke und dann raus an die frische Luft :-D.

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  •  Stefan sagte am 5. März 2008:

    ich nikon du canon, hunga bunga… *gaehn*

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  •  bobschlitten sagte am 5. März 2008:

    … raus an die frische luft, während die win-user an ihren pc’s schrauben…

    … und der mac läuft und läut und läuft und läuft … und läuft… wie sein user! :D

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  •  Kang00 sagte am 5. März 2008:

    Also wer SPON liest, ist selbst Schuld. Wer den Artikel für voll nimmt, aber auch. ;-)

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  •  Luke sagte am 5. März 2008:

    Mal so ganz nebenbei, der SPIEGEL arbeitet selbst mit Macs:

    http://www.apple.com/de/pro/profiles/spiegel/

    zumindest schreibt das Apple xD

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  •  HeMan-3h sagte am 5. März 2008:

    Seit sich die Qualität der Artikel und auch der Schreibstil SPONs immer mehr der BILD angenähert haben, habe ich eine andere Startseite und rege mich nicht mehr so sehr auf. Das Datum fällt komischerweise mit dem Kauf meines ersten Mac (Nov 2007) zusammen. :-)

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  •  Johann sagte am 5. März 2008:

    Ich lese sehr viel Spiegel Online (das übrigens eine ganz andere Redaktion hat als DER SPIEGEL, daher vielleicht den Kommentar hier anpassen?). Beim Thema Politik haben sie viele gut recherchierte Artikel, manchmal sehr spannende Interviews. Die Berichte aus den USA z.B. zur Präsidentschaftswahl finde ich meist sehr gut. Auch den Kulturteil finde ich gut.
    Aber das ganze Ressort “Netzwelt” kann man eigentlich nicht wirklich ernst nehmen. Ich frage mich immer öfter, was das eigentlich mit Journalismus zu tun hat. Und häufig, wie eben auch bei dem o.g. Artikel über “Steve vs. Steve”, finde ich, es ist einfach nur Geschwätz.
    Daher danke für diese deutliche Stellungnahme!

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  •  Beppo sagte am 5. März 2008:

    SPIEGEL ONLINE ist was für Warmduscher. Richtige Nachrichten gibts bei FOCUS Online.

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  •  Thalassa sagte am 5. März 2008:

    Essind nicht nur die Artikel, die sich (außer im ressort Politik) gefährlich dem BILD-Niveau annähern. Es sind auch die zunehmend lästigen, weil immer häufiger werdenden trivialen Frage-Antwort-Spielchen mit wenig bis gar keinem Informationswert.
    Ganz besonders lästig ist das pseudo-historische Projekt „EinesTages“, bei dem jeder Fliegenschiß der Vergangenheit zum angeblichen Zeitgeist hochstilisiert wird, um auch dem letzten Leser noch ein „Das kenn ich auch!“ abzuringen. Dazu läßt sich Spiegel-Online dann auch herab, sich selbst zum Quasi-Blog zu machen. Nicht, daß ich Blogs nicht schätzen würde, aber von einer Nachrichtenseite erwarte ich durchgehend Professionalität und kein krampfhaftes Heischen nach einem ominösen Wir-Gefühl. …es kann natürlich auch sein, daß siech Spiegel-Online garnicht mehr als professionelle Nachrichtenseite versteht. Das würde Einiges erklären.

    Antworten 
  •  tinbert sagte am 5. März 2008:

    Ich dachte immer, Mac-User haben Humor? Aber wenn’s gegen den Mac oder seine User geht, schwillt gerne mal der Kamm und eine Glosse oder Satire wird nicht mehr als solche erkannt.
    Logisch habe ich mich auch schon oft über SpOn-Artikel geärgert, aber der hier ist nun wirklich nicht ernst gemeint. Oder habe ich zuviel Humor? Komisch, obwohl ich Mac-User bin ;-)

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  •  rotspecht sagte am 5. März 2008:

    Nach etwas über einem Jahr fühlt man sich bei macnotes.de eben zu höherem berufen! Da kann sich der Chefredakteur in seiner Kolumne auch mal ausgiebig über bereits ausgelatschte Themen auslassen. In Zukunft werden sich wohl bereits die ersten begeisterten Leser verabschieden, da auch bei macnotes größtenteils nur von anderen macnewsseiten abgeschrieben wird.

    ps. der antispamcode ist unglaublich. wenn es bei mir nach dem 10. mal funktioniert, bin ich froh – bevor der erste fanboy jetzt zu einem Augenarzt rät – keine Sorge, mein Apple Cinema Display ist groß genug und meine Sehkraft bei 120 Prozent.

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  •  Martin sagte am 5. März 2008:

    Also ich fand den Artikel witzig und wir haben uns heute mit versammelter Mac-User-Mannschaft köstlich amüsiert. Ist hier wer vielleicht nicht Ironiefähig?

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  •  ac sagte am 5. März 2008:

    Ironie und Humor sind immer prima. Ich weiss, dass auch einige Leser in der Vergangenheit meine Kolumne zu sehr ernst genommen haben – ABER! :) – Hendrik hat insofern Recht, dass SPON kein thematisch ausgerichtetes Magazin ist. Daher ist es schon etwas seltsam, dass die Beiträge einem nichtwissenden Leser (also keinem Macianer) auch als die “Wahrheit” erscheinen. Dann kann man sich als Mac-Nutzer schon auf eine tolle Diskussion freuen, wo diese Ironie und Humor als ernst geglaubte Argumente gegen den Mac verwendet werden. Das ist besonders schlimm bei Menschen mit einem ungesunden Halbwissen… Es kann Schmerzen verursachen, wenn dann zu solchen Aussagen noch Sätze wie: “Die Macs haben nur eine 1-Tasten-Maus” und “Der Mac ist doch nicht kompatibel” sich dazugesellen… Autsch!!

    Somit ist es auch immer leicht einen Humor/Ironie-Beitrag als eingeweihter oder mit der Materie wenigstens etwas vertrauter Leser zu verstehen, im Gegensatz zu einem nicht versierten Leser… Und bei SPON würde ich schätzen sind es zu 97% die Windowsleser die diesen Humor/Ironie nicht verstehen und somit nicht versiert sind…

    Das sind meine Gedanken zu diesem SPON-Phänomen…

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  •  Kang00 sagte am 5. März 2008:

    Also ich habe noch keinen Mac mit einer Zwei-Tasten-Maus gesehen, du etwa? :-P

    *SCNR*

    Kang00, der selbst die ZEIT liest und auch deren Onlineauftritt schätzt.

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  •  Johann sagte am 5. März 2008:

    @Antoni: Das Problem beim besagten SPON-Artikel ist ja auch, dass dieser nicht als Kolumne, Satire, Glosse oder sonstwas wirklich erkenntlich ist. Z.B. wird der Autor nicht genannt, was eigentlich bei Artikeln, die nicht reine Nachrichten sind, üblich ist.

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  •  Johann sagte am 5. März 2008:

    Tja, hätte mal besser 2x hingeguckt. Der Autor wird doch genannt. Dennoch könnte man so etwas wie “Kommentar: …” in den Titel einfügen.

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  •  ac sagte am 5. März 2008:

    @Kang00: Touché! ;)
    @Johann: In der Tat…

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  •  thomas sagte am 6. März 2008:

    Oh Gott, Ihr habt sooooooo recht

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  •  Leser sagte am 15. März 2008:

    Das Zitat beweist doch nur, dass der Spiegel ausnahmsweise sowohl Ahnung von Macs als auch von Nordic Walking hat.
    Da die Humorbefreiung vieler Leute anscheinend auch das Fehlen zur Selbstkritik beinhaltet, hat der bruchstückhaft zitierte SPON-Artikel bei gewissen Nutzergrupen natürlich einen schweren Stand.

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