MACNOTES

Veröffentlicht am  7.03.08, 21:29 Uhr von  

Häufige Fragen zum iPhone SDK

FAQWer heute die Presse und die Reaktionen zur gestrigen Vorstellung des iPhone SDKs verfolgt hat, musste feststellen, dass durchaus unterschiedliche Ansichten verbreitet sind. Macnotes hat deshalb für euch die häufigsten Fragen zusammengetragen und natürlich auch beantwortet.

Ab wann ist das SDK verfügbar?
Eine Beta-Version des SDKs ist ab sofort auf den Entwicklerseiten von Apple verfügbar. Die finale Version wird mit der Vorstellung der iPhone Software 2.0 erscheinen.

Wer hat Zugriff auf das SDK?
Jeder Entwickler der sich kostenlos bei der ADC registriert hat, kann die Beta-Version des SDKs herunterladen. Dazu müssen lediglich ein paar Fragen zur geplanten Entwicklungsrichtung beantwortet werden.

Schränkt Apple den Bereich der erlaubten Applikationen ein?
Ja. Apple behält sich vor pornographische, illegale und Schadsoftware nicht zuzulassen. Auch sollen Programme die die Bandbreite des Netzwerks stark beanspruchen oder einen unvorhergesehenen Zweck haben nicht erlaubt werden. Filesharing-Software dürfte es damit auf dem iPhone schwer haben. Der letzte Punkt ist vermutlich eine Rückversicherung für Apple, aber auch sehr schwammig formuliert, so dass hier zukünftige Streitpunkte lauern können.

Wieviel kostet das SDK?
Das SDK ist kostenlos. Möchte man seine Applikation aber später auch an den Mann oder die Frau bringen, so werden mindestens 99 Euro für das iPhone-Entwicklerprogramm fällig. Der Preis ist nicht die Eintrittskarte in einen exklusiven Club, sondern der Entwickler bekommt im Gegenzug auch Support von Apple. Außerdem möchte Apple auf diese Weise sicherstellen, dass der Softwareentwickler auch einen ernsthaften Zweck verfolgt. Eine Mitgliedschaft im iPhone-Entwicklerprogramm wird auch nötig, wenn man sein Programm auf dem iPhone oder iPod touch direkt testen und debuggen möchte.

Was ist alles in dem SDK enthalten?
Die Beta-Version des SDK enthält eine, ebenfalls Beta, Version 3.1 der Xcode Entwicklungsumgebung, Dokumentation und natürlich die für die Entwicklung für das iPhone benötigten Bibliotheken. Außerdem ist als neues Werkzeug der iPhone-Simulator enthalten. In der aktuellen Beta-Version ist der neue Interface Builder, der auch die Benutzerelemente für das iPhone mitbringt, noch nicht enthalten.

Ist der App Store die einzige Möglichkeit meine Applikation auf das iPhone zu bekommen?
Ja. Auf diese Weise behält Apple die Kontrolle über die Software, welche auf das iPhone gelangt. Man möchte bei Apple einfach verhindern, dass durch schlechte Programme die gesamte Plattform instabil wird.

Was kostet mich der Vertrieb über den App Store?
Wenn man möchte gar nichts. Vom vom Entwickler selbst festgelegten Preis für seine Applikation behält Apple 30 Prozent für Marketing, Infrastruktur und Gebühren (z.B. Kreditkarte) ein. Möchte man sein Programm kostenlos abgeben, erhält auch Apple nichts.

Werden die Programme für das iPhone auch auf dem iPod touch laufen?
Ja. Es gibt lediglich eine Einschränkung. Programme die auf das Mobilfunknetz zurückgreifen laufen naturgemäß nicht auf dem iPod touch.

Ihr habt weitere Fragen? Dann stellt sie in den Kommentaren und wir werden ihnen nachgehen und sie beantworten.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 8 Kommentar(e) bisher

  •  epoc1000 sagte am 7. März 2008:

    noch eine wichtige anmerkung. erst mit den 99 dollar für das developer program kann man seine applikationen auf dem iphone und ipod touch laufen lassen und debuggen.

    Antworten 
  •  ml sagte am 7. März 2008:

    Danke, das ist richtig. Ich habe es deshalb im Artikel ergänzt.

    Antworten 
  •  Martin sagte am 7. März 2008:

    Es gibt – mindestens – eine viel gravierendere Einschränkung. Eigene Elaborate werden gnadenlos beendet (inklusive dealloc), wenn man versucht, sie in den vermeintlichen Hintergrund zu schicken. Während Apple-Apps durchaus gleichzeitig laufen können, ist dies 3rd-Party-Apps – per default -nicht möglich. Es scheint hier eine 2-Klassen-Gesellschaft zu geben, ich kann mir nicht vorstellen, dass das auch für den AIM-Client oder Spiele von EA gilt… Wie sich eine eigenentwickelte Applikation bei eingehenden Anrufen verhält, kann mangels eines _vernünftigen_ Simulators nicht gesagt werden. Das SDK erstellt übrigens nur i386-Code – ich hätte eine ARM-Binary erwartet und der Simulator hat wenig mit dem realen Endgerät zu tun: So listet eine Testapp per NSFileManager immer das Filesystem des gastgebenden Macs. Konzeptionell und reifetechnisch alles ziemlich halbgar – bis jetzt hat man mit dem Simulator nur einen vernünftigen Client, um iPhone-optimierte Webseiten zu testen. :-) Weil zudem noch der IB-Support fehlt bleibt unterm Strich nur eine geringfügig bessere Toolchain als es die Entwickler für Jailbreak-Telefone haben. Halt, stimmt nicht! Die können wenigstens auf dem Endgerät ausführbaren Code bauen!!! :-) Es bleibt der Eindruck, dass hier a.) etwas unter Zeitdruck veröffentlicht wurde, und b.) Apple ganz schön die Hosen voll hat, auch nur ein Byte mehr zu erlauben, als unbeding nötig.

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  •  Landgraeber sagte am 7. März 2008:

    Hmm.. ich habe mir heute morgen das SDK herunter geladen und da war schon InterfaceBuilder 3.1 dabei – mit iPhone Elementen.

    @Martin:
    Aber ist es nicht so, dass auf dem iPhone immer nur ein Programm läuft?
    Klar, die Apple-eigenen Apps sind eine Ausnahme (iTunes, Wecker, etc.), aber bei den Drittanbieterprogrammen ist es doch schon immer so gewesen, oder?

    Antworten 
  •  Alexander Hahn sagte am 8. März 2008:

    @Martin, danke für die aufschlussreichen Worte!!

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  •  Kn4llFr0sch sagte am 8. März 2008:

    Hoffentlich wird dann auch eine Möglichkeit implementiert, das iPhone als Modem zu nutzen, um mit dem Macbook ins Netz zu können.
    Ja, ich weiss… Das kann man auch mit dem iPhone.
    Aber diverse Sachen mache ich halt grundlegend auf dem MB.

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  •  Nir sagte am 8. März 2008:

    weiß eigentlich jemand, wie es mit skype als natives Programm aussieht? (nicht s4iphone)

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  •  ml sagte am 8. März 2008:

    @Martin: Es ist richtig, dass die Toolchain für den Simulator x86-Code erzeugt. Der Simulator emuliert nämlich nicht das iPhone, sondern nur den API-Stack vom iPhone. Mehr ist auch nicht nötig, da Leopard und das iPhone-OS auf den gleichen Grundlagen (Core OS) basieren.

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