Veröffentlicht am 10.03.08, 22:56 Uhr von ml
Vor einer Woche berichteten wir über den Acid-3-Test, der Browser auf ihre Konformität mit aktuellen Web-Standards testet. Während der Vorgänger Acid 2 für die meisten Browser mittlerweile kein Problem mehr darstellt, ist das Ergebnis beim Acid-3-Test für alle aktuellen Browser bisher ziemlich ernüchternd gewesen. 2005 war Safari der erste Browser der erfolgreich den Acid-2-Test bestand und es scheint, als möchte das WebKit-Projekt diesen Erfolg wiederholen
Im Surfin’ Safari Blog nimmt WebKit-Chefentwickler Dave Hyatt jetzt Stellung, wie weit WebKit bezüglich des Acid-3-Tests schon gediehen ist.
Acid 3
In seinem Post geht Hyatt zunächst noch einmal auf die Art und die Struktur des Tests ein. Der Acid 3 besteht aus 100 Einzeltests. Um den Acid-3 zu bestehen, müssen die 100 Einzeltest jeweils für sich korrekt ausgeführt werden. Schlägt einer der Tests fehl, so fällt der Browser durch den Acid-3-Test.
WebKit fit machen
Anschließend geht Hyatt in seinem Post auf ein paar Probleme ein, die inzwischen im WebKit gelöst wurden. Damit absolviert die aktuelle Nightly bereits 90 der 100 Subtests und ist damit auf einem guten Weg.
Zunächst hat wurden noch fehlende CSS3-Selektoren in das WebKit integriert. Dabei konnte man schon auf die Vorarbeit ehemaliger KHTML-Entwickler zurückgreifen, die dafür bereits Patches entwickelt hatten. Zur Erinnerung: WebKit ist ursprünglich aus KHTML hervorgegangen.
Desweiteren wurden zahlreiche Parser-Bugs beseitigt. Der Parser ist dafür zuständig die korrekte Struktur eines HTML-Dokuments zu analysieren und die einzelnen Teile einer Website zurück zu liefern. Einige der Bugs im Parser des WebKits wurden durch den Acid-3-Test ausgelöst. Zudem versteht sich das WebKit jetzt auf den DOCTYPE eines Dokuments. Zudem lässt sich der DOCTYPE jetzt auch mittels document.write setzen oder ändern und die Änderungen werden vom WebKit übernommen.
Ein großer Bestandteil des Acid-3-Tests bezieht sich auf das Scalable Vector Graphics (SVG) Format. Laut Hyatt sind ein Großteil der noch fehlenden 10 Punkte des Tests auf Probleme mit dem SVG-Format zurück zu führen.
Das Document Object Model (DOM) ist essentiell für moderne und dynamische Webseiten. Über das DOM lassen sich einzelne Objekte einer Webseite ansprechen und dessen Eigenschaften z.B. mittels Javascript ändern. Die Änderungen an bestimmten Attributen von Objekten müssen dann vom WebKit interpretiert und gerendert werden. Auch hier hat man laut Hyatt große Fortschritte gemacht.
Fazit
Am Schluss seines Posts macht Dave Hyatt ein Versprechen. jetzt, da man nahe der 100% sei, will man in den nächsten Wochen über jeden noch verbliebenden Fehler und natürlich dessen Behebung bloggen, der noch die komplette Ausführung des Tests verhindert.
Wir dürfen also gespannt sein, wie das Rennen um den Sieger beim Acid-3-Test ausgeht. Das WebKit liegt, soweit man das beurteilen kann, in einer sehr aussichtsreichen Position.
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