MACNOTES

Veröffentlicht am  12.03.08, 8:14 Uhr von  

Erster Blick auf Apples Time Capsule

Inzwischen wird Apples neue, drahtlose Backuplösung Time Capsule auch hierzulande ausgeliefert. Zu den ersten, die die Zeitkapsel in den Händen halten durften, gehört auch unser Leser Thomas. Er hat uns folgenden, reich bebilderten Erfahrungsbericht zukommen lassen, den wir euch nicht vorenthalten wollen:

“Da ich in letzter Zeit ein zunehmendes Platzproblem auf der Platte meines MBPs hatte und auch mit den Backups wichtiger Daten ein wenig nachlässig war, kam mir die Ankündigung von TimeCapsule sehr gelegen. Ich hatte früher schon mit einer externen Festplatte geliebäugelt, aber wir wissen alle: Man legt sich kein Notebook zu, um es dann hinterher mit allerlei Kabeln an den Schreibtisch zu fesseln. Danke Steve, dass Du meine diesbezügliche Auffassung teilst!

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Nachdem die Lieferzeiten im AppleStore nach Aufnahme des Gerätes sich standhaft bei 3-4 Wochen bewegten hatte ich eigentlich vor, das Gerät im lokalen Gravis Store bei Verfügbarkeit zu erwerben. Letzte Woche jedoch sah ich mehr durch Zufall, dass die Zeiten auf 7 Tage geschrumpft waren, also bestellte ich das gute Stück im Apple Store.

Natürlich fand die in der eMail angegebene Bearbeitungsnummer ihren Weg in das Deliverystate Widget (Foto heute kurz bevor der UPS Mann klingelte). Als Liefertermin wurde ursprünglich der 22. März angegeben. Völlig überraschend vermeldete das Widget gestern nachmittag, das die Bestellung bearbeitet wurde und jetzt versendet wird.

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Heute klingelte dann der UPS Mann und lieferte die laut Tracking gestern in Holland verpackte Zeitkapsel bei mir ab. Beim Auspacken musste ich erneut feststellen, das die Applejungs es meisterhaft verstehen ein Gerät mit einer ansprechenden Verpackung zu versehen, hier macht das Auspacken Spass.

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Ich vertrete ja die leider viel zu wenig beachtete “RTFM-Meinung”. Also erstmal das Handbuch besichtigen und dann den Einschaltknopf drücken. Dies kann man sich bei der Time Capsule aber getrost sparen.

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Nach dem Verbinden des Gerätes mit dem Kabelmodem und dem Anschluss an den Strom war ich eigentlich darauf gefasst, das Gerät erst einmal mittels des AirPort Dienstprogrammes einrichten zu müssen. Völlig überraschend vermeldete das MBP wenige Sekunden nach dem Einschalten jedoch eine funktionierende Internetverbindung (WLAN):

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Allerdings sollte man auf keinen Fall die Einstellungen an der Stelle für erledigt erklären, denn die Station sendet dann unverschlüsselt und ist nicht durch Passwörter geschützt. (kleine Kritik an Apple, es gibt keinen Hinweis darauf – vielleicht im Handbuch aber das hab ich nach dem Überraschungsconnect beiseite gelegt).

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Einstellen kann man an der Station eine Menge. Die gängigste Einstellungen sind u.a.:

  • Erst einmal die Zugangsmethode zum Internet. Bei mir wurde das Kabelmodem eigenständig erkannt. Zugangsdaten wie bei DSL gibt es hier keine.
  • WLAN-Verschlüsselung (keine, WEP, WPA(2))
  • DHCP Adressraum + Reservierungen von IP Adresse für bestimmte Geräte
  • Portweiterleitungen
  • MAC Adressenfilter als zusätzlicher Zugriffsschutz

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Schlussendlich kann die interne Platte im Gerät mit einem Passwort versehen werden, damit nicht jeder Nutzer im Netzwerk darauf zugreifen kann.

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Das Laufwerk der Station erscheint im Finder als normale Netzwerkfreigabe. Nach Eingabe des Passworts für die Freigabe ist es nutzbar. Sämtliche Passwörter werden im Schlüsselbund des Macs gespeichert, sodas man nie wieder etwas von ihnen hören wird.

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Das Einrichten von Time Machine in Verbindung mit der Time Capsule war überhaupt kein Problem. Das Time Capsule Laufwerk wird sofort als Backupmedium angeboten und kann genutzt werden.

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Geräuschentwicklung

Die im Capsule eingebaute Platte und der Lüfter sind recht leise. Man hört jedoch das rauschen des Lüfters und die normalen Festplattengeräusche. Der Lüfter läuft jedoch nicht ständig. Wenn die Festplatte nicht in Benutzung ist schaltet sich dieser ab und das Capsule ist still.

Wärmeentwicklung

Während ich diesen Text geschrieben habe, hat TimeMachine 8GB Daten geschaufelt. Das Gerät wird dabei handwarm.

Fazit

Eine tolle Erweiterung für eine drahtlose Mac-Umgebung, schaut gut aus und ist sehr einfach zu handhaben.”

Ein großes Dankeschön an Thomas! Auch unser Testexemplar ist bereits auf dem Weg in die Redaktion, ein gewohnt ausführlicher Testbericht folgt demnächst.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 14 Kommentar(e) bisher

  •  MacMacken sagte am 12. März 2008:

    Danke für Deine Schilderung. Damit bestätigt sich einmal mehr, dass die «Time Capsule» im Wesentlichen eine AirPort Extreme-Basisstation mit integrierter Festplatte darstellt, im Gegensatz zur AirPort Extreme-Basisstation aber aus Gründen, die Apple bislang nicht erklärt hat, zur Datensicherung mit «Time Machine» genutzt werden kann. Immerhin! ;)

    Antworten 
  •  Acidham sagte am 12. März 2008:

    kann man TC auch als Normales Netzlauwerk verwenden oder nur für TM Backup?

    Antworten 
  •  thomas sagte am 12. März 2008:

    TC kann auch als ganz normales Netzwerkshare verwendet werden.
    Es erscheint im Finder als Freigabevolume. Ich hab es gestern auch von einem Linux Client ansprechen können.

    Antworten 
  •  Julian sagte am 12. März 2008:

    Welches Protokoll verwendet TC? Und kann man das Ding nur mit einem Mac einrichten?

    Antworten 
  •  thomas sagte am 12. März 2008:

    Als Protokoll wird Bonjour verwendet. Es ist eine TreiberCD inkl AirPort Dienstprogramm für Windows dabei. Für Linux gibt es inzwischen auch eine Bonjourlib

    Antworten 
  •  GreenmanX sagte am 12. März 2008:

    2 Fragen!

    1. Kommuniziert Time Maschine NUR per WLAN mit Time Capsule oder läuft das Backup auch per LAN?

    2. Wieso kann Time Maschine nur mit einer USB-HDD arbeiten, die am Airport Extreme angeschlossen ist? Diese müsst sich doch auch als normales Netzwerklaufwerk ansprechen lassen.

    Antworten 
  •  thomas sagte am 12. März 2008:

    Frage 1:Natürlich funktioniert das Backup via TM als auch der Zugriff als Netzwerkshare auch über ein LAN Kabel.

    Frage 2 kann ich nicht beantworten.

    Antworten 
  •  GreenmanX sagte am 12. März 2008:

    Danke für die Antwort auf Frage 1, ich hatte Gerüchte gehört wonach TM nur per WLAN mit TC kommuniziert.

    Und bei Frage 2 hat sich ein Fehler eingeschlichen. Es sollte heißen: “Wieso kann Time Maschine NICHT mit einer USB-HDD arbeiten, die am Airport Extreme angeschlossen ist?”

    Antworten 
  •  Stephan sagte am 12. März 2008:

    Kann man die interne Platte auch partitionieren? TimeMachine speichert ja so lange Backups bis die Platte voll ist. Das macht es schwierig die Platte parallel als Netzwerkshare und für seine TimeMachine-Backups zu verwenden. Könnte man sie partitionieren dann ginge das (250 GB für TM-Backup, 250 GB für die MP3s ;-)

    Antworten 
  •  Jens Franke sagte am 12. März 2008:

    Bietet TC einen iTunes Server?

    Wenn nicht, kennt einer die Gründe? Ist es eine Software oder Hardware-Einschränkung?

    Antworten 
  •  thomas sagte am 12. März 2008:

    Warum TM nicht mit einer USB HDD am Airport aber lt. Apple an TC arbeiten kann weiss wohl nur Apple selber. Warscheinlich aus rein verkaufstaktischen Gründen.

    Im Airport Dienstprogramm, mittels welchem man TC konfiguriert, ist nichts dergleichen zu finden, das man die Platte partitionieren kann.

    Ich habe aber irgendwo im Netz gelesen, das man die Platte einfach ausbauen, an einem SATA Controler anschließen und partitionieren kann.
    TC soll demnach mit mehreren Partitionen umgehen können.

    Warum es selber keine Anlegen kann bzw warum man TM nicht mitteilen kann wie groß das Backupvolume (TM leg ein sog. mitwachsendes Volume auf der TC Partition an) maximal sein kann erschließt sich mir auch nicht ganz. Warscheinlich siehe oben. Schauen wir mal wie sich das ganze entwickelt, und ob Apple hier mit einem Update nachhilft (ich vermute eher nicht).

    Allerdings kann man problemlos Files manuell auf das TC kopieren und von dort auch einfach drauf zugreifen, als lägen sie auf einem normalen Netzwerkshare. Das funktioniert ganz gut.

    Antworten 
  •  thomas sagte am 12. März 2008:

    @Jens Also derzeit bietet TC keinen ITunes Server.
    Was aber funktioniert : Man legt auf dem TC einen Itunes Ordner an und ändert in den Itunes Einstellungen den Pfad zur Mediathek auf den Ordner im TC. Beim Hinzufügen neuer Titel werden diese dann auf den TC kopiert. Von dort funktioniert auch das Abspielen.

    Die bestehende Mediensammlungs sollte sich kopieren lassen, indem man den bestehenden Mediathekordner auf den TC kopiert (nicht getestet)

    Ob mehrer Itunes sich dann einen Itunes Ordner auf dem TC teilen können kann ich mangels 2.Mac nicht testen.

    Antworten 
  •  Martin Rechsteiner sagte am 13. März 2008:

    Time Capsule ist wirklich voll der Hammer bin mega begeistert, habe das auspacken auch fleissig geknippst:-)

    Gruss Martin
    http://www.flickr.com/photos/martinrechsteiner/sets/72157604097489169

    Antworten 
  •  kay sagte am 15. August 2008:

    Hallo kurze Frage von einem Neuuser:
    kann ich die TC als Wlan Repeater nutzen, sprich meine Reichweite des WLAN Routers allein durch den Anschluss der TC in einem anderen Stockwerk erweitern und wenn ja wie?

    Antworten 

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