News & Rumors: 16. April 2008,

Bastian Scherbeck: Finger weg von Don Alphonso!

Die Zielgruppe wird’s gelesen haben – all jene, die laut Sendern die Empfänger für PR sein sollen. In der Ausgabe 15/2008 der Zeitschrift Werben & Verkaufen gab es ein kurzes Feature zum Thema Pressemitteilungen und Blogosphäre. Blogger, so die Botschaft, mögen PR nicht. Deshalb hat sich die Industrie die Social Media Release ausgedacht. Was das ist? Fakten, Fakten, Fakten – sind das. Leicht aufbereitet und für Blogger noch leichter zugänglich. Video und Tonmaterial, Zusatzinfos, Metadaten, usw., usf.

Im Kurzinterview gibt „Social-Media-Experte“ Bastian Scherbeck, von der Hamburger Werbeagentur „Achtung“ den Werbenden einen Ratschlag: Weil gegen die Bemühungen der PRler so viel gewettert wird, sollte man am besten gleich die Finger von einem Don Alphonso lassen (vgl. S. 40). Interessantes Statement, oder? Wobei es doch eigentlich immer ganz anders geheißen hat: Wenn du jemanden nicht besiegen kannst, verbünde dich mit ihm. Bleibt die Frage, wie PRler den Weg zu Rainer Meyer finden könnten? Wer mag, kann sich darüber ja mal Gedanken machen.



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 15 Kommentar(e) bisher

  •  marko (16. April 2008)

    danke für den tipp. habe die w&v die ganze zeit vor der nase aber kenne den artikel noch nicht :)

  •  Alexander Trust (16. April 2008)

    Hm, wie gesagt, es ist ein Feature. 2 Seiten insgesamt. Aber es war lustig, zu lesen, wie die PRler auf eine Kunstfigur reagieren. *G*

  •  Bastian Scherbeck (18. April 2008)

    Guten Morgen erstmal,

    ich bin mal so frei mich zu äußern – vor allem weil ich ja hier zitiert werde. Vorneweg: Ich hätte das „Finger weg von Don Alphonso“ als Überschrift nicht unbedingt genommen – aber so war es halt – die Redakteurin hat entschieden ;-). Trotzdem: Ich steh zu der Aussage – und zwar aus folgendem Grund: Don Alphonso (Rainer Meyer) möchte mit PR-Agenturen absolut nichts zu tun haben. Er legt definitiv keinen Wert darauf, von uns kontaktiert zu werden – und das sollte man respektieren. Don Alphonso zeichnet die PR betreffend vor allem zwei Dinge aus:

    1. Er deckt immer wieder schlechte PR-Kampagnen auf – das finde ich gut – auch wenn er mal an seiner Ausdrucksweise feilen könnte.

    2. Er schert alle Werber und PR’ler über einen Kamm und beleidigt diese regelmäßig. Das finde ich nicht gut.

    Kommentare?

    Grüße aus Hamburg,

    Bastian

  •  Alexander Trust (18. April 2008)

    Hm, das müssen Sie/musst du mir nicht erzählen, Bastian. Ich lese Don Alphonsos Blog, darf nur nicht mehr bei ihm kommentieren, u. a. weil ich mit mancher „Presse“ ein Interview geführt habe, die er reaktionär hält und weil ich es gewagt habe, ihm Zensur vorzuhalten. Wobei ich das bloß rein technisch gemeint hatte. Er benutzt nen Spamfilter – also zensiert er. Aber damals hat er eben jemanden abgewürgt, und manchmal prollt er so gegen Leute, die andere nicht zu Wort kommen lassen. Dabei lässt er selbst nur gewähren, was ihm in den Kram passt.

    Ich hab damals sogar mal ne Kooperation für ein Webprojekt mit ihm angestrebt, aber meine Naivität hat nicht gereicht, um den unbegründeten Hass gegenüber PR an ihm zu entdecken. Dann dürfte ich heute noch kommentieren – aber okay, meine Meinung nicht sagen. So steh ich auf seiner Blacklist, mit mehreren Mailadressen.

    Ich finde PR, solange ich zu ihr kommen kann, nicht schlecht. PR, die zu mir kommt, finde ich eher, na ja… Wenn wir uns unter Bloggern austauschen, um Aktionen zu begründen, ja. Wenn aber Firma X mich anschreibt… hm… da bin ich mehr als vorsichig, ums mal positiv auszudrücken. Ich finde Social Media Releases nicht verkehrt. Es wird die ambitionierteren unter uns unterstützen, in ihrem journalistischen Treiben. Allerdings besteht auch die Gefahr, dass wir vergessen, die vorgesetzten Informationen zu hinterfragen. Und ein Unternehmen als Gatekeeper für Informationen zur eigenen Sache?! Hm… ich weiß nicht.

  •  Bastian Scherbeck (18. April 2008)

    Wir können uns ruhig duzen – zumindest von mir aus. Was das Thema „Gatekeeper für Informationen zur eigenen Sache“ angeht – musst Du mir noch mal den Unterschied zur klassischen PM erklären?

    Für mich ist einer vorhanden allerdings ein positiver: Die Social Media Release ist sehr viel offener als eine klassische PM, fordert meiner Meinung nach die Auseinandersetzung des Journalisten mit dem Thema – und setzt ihm keine fertige Info vor wie die klassische PM

  •  Alexander Trust (18. April 2008)

    Gibt es eigentlich ein Portal im Netz um Social Media? Ich empfange viele Newsletter und Pressemeldungen von Medienunternehmen, allerdings fahren die oft eher zweigleisig oder verschicken eher die klassischen PMs.

    Und ich wollte damit nicht sagen, dass die PMs besser sind. Aber es wäre halt was Feines, wenn man die Nachteile der PM hinter sich lassen könnte. Natürlich kann man sich mit der Sache auseinandersetzen, wenn man Screenshots, Trailer, etc. pp. von neuen Computerspielen (ein Praxisbeispiel aus meinem Postfach) bekommt. Der Text zu dem Material, der anpreist, hier kommt das beste, neuste, usf. schafft aber wieder den Kontext, der mich dazu verleitet, diese Materialien nicht selbst einzusetzen, sondern nur, um das wiederzugeben, was in dem Text vermittelt wurde.

  •  Bastian Scherbeck (18. April 2008)

    Was genau meinst Du mit dem Portal? – Es gibt in den USA bereits die Social Media Newsrooms – aber sonst?

    Zweitens: Welcher Text? ;-) – Die Social Media Release so wie ich sie verstehe beinhaltet so gut wie keinen Fließtext sondern besteht hauptsächlich aus bullet points.

  •  Alexander Trust (18. April 2008)

    Okay, okay. Dann geben die Spieleprogrammierer und Publisher wohl doch keine „reinrassige“ Social Media Release heraus. Denn dort sind dann wohl PMs immer mit Screenshots, Trailern, Interviewschnäppchen (auch per Video) usf. unterlegt. In good old Germany müssen wir noch ne Weile warten, nehme ich an?

  •  Marko Krause (18. April 2008)

    Eine Frage. Die Social Media Releases in Form von Newsrooms wie sie Virgin und General Motors praktizieren scheinen mir eher was für große Unternehmen oder? Startups haben eh meist aus Kostengründen einen Blog und Twitter Account um regelmäßig News und Unternehmensentwicklungen zu veröffentlichen. Denoch ein sehr interessanter Artikel. Noch ein Tipp. Es gibt sogar eine Suchmaschine für Twitter mit der man alle Twitter Accounts nach seinem Unternehmen scannen kann. http://www.tweetscan.com Viele Grüße Marko Krause

  •  Bastian Scherbeck (19. April 2008)

    Hallo Marko,

    nein – sie sind definitiv nicht nur was für größere Unternehmen, sondern gerade auch für kleine Startups sehr sinnvoll. Auch wenn Ser Social Media Newsroom auf einer Blogbasis aufsetzt, hat er inhaltlich doch andere Schwerpunkte, weswegen Blog UND Social Media Newsroom durchaus sinnvoll sein kann..

    Bei Fragen fragen :-)

  •  Bastian Scherbeck (19. April 2008)

    @Marko: Btw – smaboo hört sich ja spannend an – hast du evtl einen Login für mich ;-) ?

  •  Alexander Trust (19. April 2008)

    Da ich für Trigami ein Review geschrieben habe… hab ich im Vorfeld 10 Invitation Codes gekriegt, mit denen die Leute sich anmelden können. Bei Interesse nur ein Mail an mich. ;) Hatte damals auch im Blog gepostet, dass ich die habe. 2 von 10 sind auch weggegangen bislang.

  •  Bastian Scherbeck (19. April 2008)

    wenn Dich Don Alphonso wegen Trigami angemacht hat *g* – ich denke es reicht wenn ich sage, dass ich von Trigami auch nix halte.

  •  Alexander Trust (19. April 2008)

    Nein, hat er nicht. Er hat mich für meine Meinung angemacht. Vor allem was StudiVZ und Journalismus angeht. Dabei haben er und ich viele Gemeinsamkeiten, aber er mag keine Unterschiede.

    Und, na ja… Trigami muss man für seine Zwecke missbrauchen. ;) Nein im Ernst. Ich habe mich nur für Angebote beworben, in denen ich mir vorstellen konnten, nen Review zu schreiben, und das hab ich getan, und mit Kritik auch nicht gespart. Smaboo kann ein Liedchen davon singen. Ich bewerbe mich vor allem auf solche Reviews, in denen die Leute explizit Kritik zulassen, und das ging dann ins Detail auf die Ergonomie, usf.

    Alphons hat mir mal vorgehalten, ich hätte ihm gegenüber eine falsche Tatsachenbehauptung ins Netz gestellt. Lustig allerdings ist, dass er das nie hat mit Fakten unterfüttern wollen. Weil er nämlich nur heiße Luft gespuckt hat. Ich hatte in einem Interview an „Die Presse“ aus AT behauptet, Alphons würde zensieren, weil er Spamfilter nutzt. Er ist irgendwie der irrwitzigen Annahme aufgesessen, er würde nicht zensieren. Nun, sei’s drum. Die Dinge schlummern alle in den Tiefen dieses Blogs.

  •  Marko Krause (21. April 2008)

    @Bastian ok. da gebe ich dir recht. habe es mir als opportunity in mein büchlein geschrieben. Werde dir gleich einen Masterzugang zuschicken.


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