MACNOTES

Veröffentlicht am  11.05.08, 10:45 Uhr von  ac

Kolumne: Fällt wegen Sonne aus!

Das Pfingstwochenende könnte nicht besser sein. Die Sonne scheint und ganz Deutschland genießt das warme Wetter mit einem leckeren Eis oder kühlen Getränk in einer der vielen gastronomischen Einrichtungen. Daher fällt für diese Woche die Kolumne aus… Bevor ich mich dem Rest Deutschlands anschließe, möchte ich noch eine kurze Geschichte erzählen…

Unsere Macnotes-Community ist vor ein paar Tagen über die Marke von 1200 Mitgliedern gewachsen. Das freut uns alle sehr und wir hoffen es werden noch mehr Leute dazu stoßen. Gestern haben meine Freundin und ich uns gedacht, wir trinken einen Wein in einer Vinothek. Vor genau dieser waren Bänke ausgestellt mit Sonnenschirmen. Ich bin immer gerne in der Sonne, das gilt übrigens auch für meine Freundin. Also haben wir die zwei freien Plätze in der Sonne ins Blickfeld genommen. Dort haben bereits eine Frau und ein Mann gesessen. Wir fragten ob wir uns dazu setzen könnten. Diese bejahten die Frage freundlich.

Wir kamen in ein Gespräch über Wein und Motorräder. Nein ich habe mich zurückgehalten. Es fiel kein einziges Wort über die Marke mit dem angebissenen Apfel. Weshalb auch. Wir bestellten unseren Wein. Das Paar machte sich auf den weiteren Weg, wir wünschten uns noch ein schönes Pfingstwochenende. Nach einem guten Wein, bei der wärme sollte man es schleunigst vermeiden mehr zu trinken, sonst wird das Geradeauslaufen doch etwas schwieriger, haben auch wir uns gedacht, schlendern wir noch etwas durch die Stadt. Ich ging an die Theke um zu zahlen. Was dann geschah möchte ich in einem Dialog darstellen. (Gedächtnisprotokoll)

“Hat der Wein Ihnen geschmeckt?”
“Ja hervorragend, war wirklich sehr gut! Ich möchte bitte bezahlen”
“Das brauchen Sie nicht!”
“Wie meinen Sie das?!”
“Der Herr hat schon für Sie bezahlt”
“Ähm? Welcher Herr?”
“Der neben Ihnen saß! Ich sollte Ihnen das aber nicht sofort sagen, sollte eine Überraschung werden”
“Bin Sprachlos, das finde ich ja total nett!”
“Ja”

Dann bin ich zu meiner Freundin zurückgetrottet mit einem breiten Grinsen und schönem Gefühl, das man schlecht in Worte fassen kann. Wir hoffen, dass wir auch die Gelegenheit bekommen, uns bei den Unbekannten zu bedanken – Falls Sie es lesen sollten, dann möchte ich Sie hiermit auf das nächste Glas Wein einladen!

Die Moral von der Geschichte: Eine Community sollte geprägt sein von Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und uneigennützigen Gesten. Ich denke, dass wir diesen Gedanken auch öfter in der realen Welt umsetzen sollten, dann wird das Leben noch viel schöner und man kann den Sonnenschein gemeinsam wesentlich besser genießen. In dem Sinne wünsche ich euch ein wunderbares und erholsames Pfingsten!

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 13 Kommentar(e) bisher

  •  fmuell sagte am 11. Mai 2008:

    sowas ist wirklich eine feine Überraschung, die das Leben schöner macht…

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  •  Heike Fischer sagte am 11. Mai 2008:

    Das ist wirkliche eine schöne, uneigennützige Geste. Aber mit Uneigennützlichkeit hat das eher wenig zu tun und ich vermeide eigentlich auch lieber tunlichst etwas, als schleunigst. Außerdem trinke ich am solchen Tagen auch gerne viel Wein, aber dass kein Wort über Apple “v”iel, das tut mir in der Seele weh. Naja, Pfingsten ist sonnig und die Geschichte etwas, was einem zeigt, dass Freie Plätze noch immer nicht zur den feststehenden Begriffen zählt (anders als Rotes Kreuz oder Schwarzes Brett). Sorry, wenn ich ein wenig meckere, aber wenn man derart oft beim Lesen stolpert (trotz der wirklich schönen Geschichte, die so viel öfters passieren sollte), dann fällt es schwer, weiterzulesen ohne einen Kommentar.

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  •  ac sagte am 11. Mai 2008:

    @Heike: Danke für die Korrektur. Ich trinke “am” solchen Tagen auch gerne mal ein Bier. Möge Mann oder Frau mir verzeihen, dass ich nicht ganz den Regeln entsprechend, die deutsche Sprache beachtet habe! Ich glaube in der Gesamtbevölkerung tummelt sich eine Menge an selbsternannten Deutschlehrern, die sich die Suche nach Fehlern als Ihr Hobby auserkoren haben. Ich vertrete den Standpunkt, dass jede Sprache durch die Community geprägt wird. Da hilft auch keine Rechtschreibreform oder Grammatik. Sprachen sind organisch und wachsen über unsere Regeln hinaus. In 100 Jahren wird die deutsche Sprache anders sein, als sie es heute ist usw. Man schaue dazu einfach in die Vergangenheit. Dieser Meinung sind übrigens viele Professoren und Sprachwissenschaftler, soll also keine dumme Ausrede von mir sein. Für alle Kritiker die hier gerne einen nächsten Kommentar abgeben (das zählt auch zum Community-Gedanken) “Nein ich habe kein Alkoholproblem!”

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  •  Floehle sagte am 11. Mai 2008:

    Im Allgäu strömt es wie aus Eimern und mein iMac musste wegen eines Blitzschlags neu booten.
    Schönes Pfingsten^^

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  •  ac sagte am 11. Mai 2008:

    Floehle: Das tut mir leid! Hoffentlich ist nichts wichtiges gelöscht worden. Blitzeinschläge sind echt heimtückisch! Wir senden dir hiermit digitale Sonnenstrahlen aus dem heißen Münsterland.

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  •  Floehle sagte am 11. Mai 2008:

    Brauche keine digitalen Sonnenstrahlen. ;-) Betätige die ganze Zeit den Auslöser von Photo Booth^^ und dank “Time Capsule” wurde mein Spiel automatisch gespeichert.
    Gott segne unsere Mac´s

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  •  eclat sagte am 11. Mai 2008:

    Nette Geschichte. Erinnert mich an eine Geschichte aus dem Buch “Die Spinne in der Yucca-Palme”, nur ist sie etwas umgedreht, dass der Mann gegangen wäre ohne zu zahlen und du die Rechnung hättest übernehmen müssen.

    Ansonsten auch einen sonnigen Pfingst-Gruß aus Stuttgart, bei 27 Grad auf der Terrasse mit dem MBP ;) Dabei noch einen Eiskaffee schlemmen. Wie fein :)

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  •  ac sagte am 11. Mai 2008:

    @Floehle: Dann ist ja alles in Butter :)
    @ eclat: Jepp, das wäre dann die Bizzaro-Variante ;)

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  •  Johann sagte am 11. Mai 2008:

    Das ist wirklich eine schöne Story, und die “Moral” von der Geschicht hast Du gut auf den Punkt gebracht!

    In diesem Sinne,
    sonnige Grüsse aus Zürich-Balkonien!

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  •  Heike Fischer sagte am 13. Mai 2008:

    @ac: Auch ich ärgere mich über die vielen Bastian Sick-Anhänger und dessen (wie deren) Halbwahrheiten über die deutsche Sprache, weil es einfach ein Unding ist, das historisch gewachsene “Organ” Sprache zu verteufeln. Allerdings gehöre ich nicht zu den “selbsternannten” Sprachwissenschaftlern, sondern mein Akademikergrad in diesem Metier wurde mir vor etwa einem Jahrzehnt an einer deutschen Uni verliehen. Und weil ich die Chance hatte, an einem Sprachatlas mitwirken zu dürfen (über einen deutschen Dialekt und dessen fast vergessene Begrifflichkeiten), weiß ich, wie wichtig es ist, dass sich Sprache weiterentwickelt, aber darüber hinaus auch nicht vergessen wird. Denn sie ist ein durch und durch lebendiges Gut, das unsere Gesellschaft und Kultur widerspiegelt – und das ist auch prima so! Und dennoch graut es mir immer wieder, wenn durch die Schnelllebigkeit des Internets und die Communities die Groß- und Kleinschreibung sowie viele unserer Idiome einfach vergessen oder verwechselt werden. Aber das ist wahrscheinlich auf meine ganz persönliche Vorliebe für das “Gut” Sprache zurückzuführen. Übrigens schätze ich macnotes.de gerade dafür, dass hier ein stilsicheres Deutsch in den News verwendet wird!

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  •  ac sagte am 13. Mai 2008:

    @Heike: Das Problem beim Schreiben ist, wie du es selbst auch richtig erkannt hast, die Schnelllebigkeit. Daher kann es auch ab und an zu einem Fehler kommen. Ich habe überhaupt kein Problem mit der Korrektur, es geht eher darum, dass daraus ein großes Drama gemacht wird. Weshalb? Ein Lehrer weint auch nicht, weil seine Schüler in der Deutschklausur im Aufsatz Flüchtigkeitsfehler oder Grammatikfehler gemacht haben. Der macht einen roten Strich und gut ist ;) Ich persönlich habe erst mit 12 Jahren die deutsche Sprache gelernt und muss gestehen, dass ich oft ein besseres Deutsch spreche und schreibe, als manche Deutschen, deren Muttersprache es ist. Wie gesagt, wir sind alle Menschen und machen Fehler, es wäre irgendwie langweilig, wenn alles “Perfekt” wäre… Denn der Satz gilt für jeden von uns “Nobody is perfect” ;) Zudem freut es uns natürlich, wenn aufmerksame Leser die Fehler sehen, und uns darauf hinweisen.

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  •  Floehle sagte am 13. Mai 2008:

    Mach sie fertig Antonio!!! ;-)

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  •  Floehle sagte am 13. Mai 2008:

    Ähhhh… Ich meine: Antoni.
    @Heike Fischer: “Nach der Schule auf dem Pausenhof!”^^

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