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Veröffentlicht am  5.06.08, 23:19 Uhr von  ml

SVN-Repositories verwalten mit Versions

Versions Subversion ist das Standard-System, wenn es um das Thema Versionsverwaltung geht. Apples Entwicklungsumgebung Xcode bringt u.a. auch Unterstützung für Subversion mit. Doch diese Integration eignet sich eher für Projekte die mit Xcode realisiert werden. Zudem sollte man sich bereits mit Subversion auskennen.

Einen neuen, graphischen Ansatz geht Versions von Made By Sofa. Die Firma ist u.a. für das Brenn-Tool Disco bekannt. Statt ein Subversion-Repository über die Kommandozeile zu verwalten, bietet Versions eine schöne graphische Oberfläche von der sich alle Aufgaben erledigen lassen. Damit richtet sich Version sowohl an Einsteiger in die Versionsverwaltung als auch an fortgeschrittene Benutzer. Aktuell gibt es Versions als bis zum 30. Juni lauffähige Beta-Version, die wir uns näher angeschaut haben.

Oberfläche
Die Oberfläche von Versions ist schlicht gehalten und neigt daher nicht dazu den Benutzer von seiner eigentlichen Aufgabe abzulenken. Auf der linken Seite befindet sich ein Browser-View, in dem sich alle mit Versions verwalteten Repositories befinden. Verbindung zu Subversion-Systemen kann Versions über alle bekannten Protokolle von file:// über http:// und https:// sowie ssh:// aufnehmen.
[inspic=1152,,fullscreen,400] Hat man ein Repository eingerichtet, so kann man es ähnlich wie in einem Finder-Fenster in Listendarstellung durchsuchen. Eine Zeitleiste zeigt die letzten 10 Commit-Nachrichten an. Standardmäßig wird von Versions immer der HEAD-Zustand des Repositories angezeigt. Über eine Auswahlliste die auf Wunsch alle vorhergehenden Revisionen auflistet, lassen sich auch ältere Zustände des Repositories anzeigen.

Checkout, Diff und History
Über das Menü von Versions lassen sich beliebige Teile des Repositories in eine lokale Arbeitskopie auschecken. Lokale Arbeitskopien werden als Unterverzeichnisse des Repositories in der linken Seite des Fensters angezeigt.
[nggallery id=326] In der Listendarstellung lässt sich zu jeder Datei die History anzeigen. Bei Bedarf kann man auch gleich die Unterschiede zwischen unterschiedlichen Versionen einer Datei anzeigen lassen. Dazu greift Versions auf das von Apple den Entwicklerwerkzeugen beigelegte Programm File Merge zurück. Dieses zeigt graphisch sehr schön an welchen Stellen in einer Datei Änderungen vorgenommen wurden.
[nggallery id=327] Über Menübefehle stehen alle Funktionen die SVN bietet bereit. Hat man eine Datei in seiner Arbeitskopie modifiziert, so kann man sich z. B. vor dem Commit zunächst die Änderungen anzeigen lassen. Auch Konflikte lassen sich auf diese Weise lösen.

Fazit
Versions ist ein feiner graphischer Client für die Verwaltung von Subversion-Repositories, der bereits jetzt über einen großen Funktionsumfang verfügt. Gerade Einsteiger werden es mit Versions leicht haben, in die Welt der Versionsverwaltung einzusteigen. Aber auch erfahrene Anwender werden die schlanke Benutzeroberfläche und die graphischen Werkzeuge zu schätzen wissen. Gerade wenn man unterschiedliche Arbeitskopien des gleichen Projekts gleichzeitig verwalten muss, kann Versions eine große Hilfe sein. Kurzum: mit Versions ist Versionsverwaltung so einfach wie noch nie.

Versions verlangt mindestens nach Mac OS X 10.4.9, wobei 10.5.2 empfohlen wird und liegt als Universal Binary für PowerPC- und Intel-Macs vor. Wir warten gespannt auf die fertige Version 1.0, die dann einem unserer gewohnt ausführlichen Tests unterzogen werden wird.

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 15 Kommentar(e) bisher

  •  Walter S. sagte am 6. Juni 2008:

    Schönes Programm, kein Frage, aber schicker wäre Mercurial gewesen und nicht Subversion. Subversion hat den großen Nachteil ein zentrales Repository vorauszusetzen.

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  •  ml sagte am 6. Juni 2008:

    Versions versteht sich aber nicht mit Mercurial und um die Vor- oder Nachteile von Versionsverwaltungssystemen geht es in diesem Artikel nicht. Wenn du ein ähnliches Programm für Mercurial-Repositories kennst, dann stellen wir es hier gerne vor.

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  •  Georg Ledermann sagte am 6. Juni 2008:

    Endlich – seit meiner Mac-Konvertierung trauere ich TortoiseSVN unter Windows hinterher. Aber so ganz vollständig scheint Versions auch noch nicht zu sein. Für svn:ignore habe ich zumindest noch keine Unterstützung gefunden. Ebenso wenig für switch, branching/tagging. Mehr als ein hübscher SVN-Browser scheint Versions nicht zu sein.

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  •  Walter S. sagte am 6. Juni 2008:

    Versions versteht sich aber nicht mit Mercurial…

    Genau darum auch mein Bedauern.

    …und um die Vor- oder Nachteile von Versionsverwaltungssystemen geht es in diesem Artikel nicht.

    Das wollte ich auch garnicht zum Ausdruck bringen, nur das Versions statt der Subversion-Unterstützung mit Mercurial-Anbindung echt klasse gewesen wäre.

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  •  ml sagte am 6. Juni 2008:

    SVN-Properties kannst du über den Info-Dialog im Working-Copy-Browser setzen. Einfach Datei auswählen, Apfel I und die gewünschte Property eintragen. Branching kannst du über die Import-Funktion von Versions machen: Repository auswählen, Import im Menü wählen, das entsprechende Verzeichnis auswählen und z.B. nach “branches” importieren. Tagging funktioniert genauso.

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  •  ml sagte am 6. Juni 2008:

    @Walter: Ok, ich hatte deinen Kommentar etwas anders verstanden. Aber Mercurial und Mac OS X kommt auf meine Todo-Liste ;-).

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  •  epoc1000 sagte am 6. Juni 2008:

    Ich nutze bisher ZigVersion, aber Versions macht bisher einen guten Eindruck.

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  •  epoc1000 sagte am 6. Juni 2008:

    @ml Eine weitere Anregung wäre vielleicht eine Anbindung an Merlin. Bisher gibt es ja die Trennung in Source Management und dem Projekt Management.

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  •  ml sagte am 6. Juni 2008:

    @epoc1000: Auf dem Gebiet Projektmanagement bin ich nicht ganz so bewandert, aber meines Wissens nach ist eine Integration von Subversion und Merlin nicht möglich. Hier ist z.B. Trac wesentlich besser geeignet.

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  •  epoc1000 sagte am 6. Juni 2008:

    Yap, bisher fehlt das leider, wäre nur eine gute Idee :). Ich nutze Retrospectiva, finde ich ein wenig besser als Trac.

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  •  iMan sagte am 6. Juni 2008:

    Um die Frage von “Walter S.” aufzugreifen. Gibt es für Mac OS X überhaupt schon akzeptable GUI-Clients für die NextGen-Versionsverwaltungssysteme wie Mercurical, Bazaar oder Git?

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  •  Martin sagte am 6. Juni 2008:

    Benutzt tatsächlich jemand SVN mit einem dedizierten Programm? Ich meine, nicht mit der IDE? Der SVN-Support von Eclipse, Netbeans und – ummm – Xcode ist doch ganz passabel…

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  •  rosebud sagte am 7. Juni 2008:

    Ich finde das SCP Plugin eigentlich ganz gut als Tortoise-Ersatz. Das einzige wo man aufpassen muss ist bei selbst signierten Zertifikaten. Am besten einmal in Safari das Repository öffnen und nicht auf continue klicken, sondern auf Details und das Zertifikat manuell erlauben.

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  •  Bernhard sagte am 28. Juni 2008:

    @martin: Natürlich – SVN lässt sich ganz hervorragend als verteiltes Dateimanagementsystem für Projekte und Arbeitgsgruppen – z.b. auch im sozialen Bereich – einsetzen. Da braucht man eigentlich genau TortoiseSVN. Es ist mir völlig unverständlich, dass es was vergleichbares nicht gibt. Und dazu noch die leidige Problematik mit den Umlauten im Dateinamen. Wie kriegt man die URL in die Zwischenablage, um einen Link zu verschicken. Alles nicht so optimal wie unter TortoiseSVN.

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  •  macuser sagte am 21. Juni 2009:

    1. Mercurial
    2. Git
    3. Subversion
    Prios sind gesetzt.

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