MACNOTES

Veröffentlicht am  8.06.08, 12:33 Uhr von  

Gerüchte-Checkup zur WWDC 2008

WWDC 2008 Traditionell vor großen Mac-Events versuchen wir bei Macnotes die Gerüchte, die im Vorfeld durch die Gazetten zogen, zusammenzufassen und etwas zu ordnen. Dabei lagen wir bei vergangenen Events immer recht gut bei dem, was anschließend auf der Keynote vorgestellt wurde.

Dieses Jahr scheint alles etwas anders zu sein. Die Gerüchte ändern sich fast stündlich und mittlerweile schwirrt einem fast der Kopf ob der Vielzahl an vorab aufgetauchten Bildern, technischen Spezifikationen und sonstigen Gerüchten. Vielleicht sind also einige Gerüchte bereits morgen schon wieder überholt. Trotzdem möchten wir euch an dieser Stelle unseren traditionellen Gerüchte-Checkup servieren.

iPhone
Den dicksten Gerüchtebrei haben die Gerüchteköche rund um das Thema iPhone angesetzt. Das 3G-iPhone gilt zur morgigen Keynote als gesetzt. Mit abschaltbarer UMTS-Funktion, wie es bereits in den letzten Builds der 2.0-Beta des OS X iPhone zu sehen war, will Apple das Problem des hohen Stromverbrauchs in den Griff kriegen.

Die Frage ist, auf welchen Prozessor bei der zweiten Generation des Mobiltelefons setzt. Zunächst preschte ein Intel-Manager vor und verkündete das nächste iPhone würde von Intels neuestem Atom-Prozessor angetrieben, um am nächsten Tag klarzustellen, dass man das iPhone nur als Stellvertreter der Geräteklasse genannte hätte. Wir meinen, dass der für das iPhone geeignete Silverthorne aktuell noch zu viel Strom verbraucht und daher vorerst nicht im iPhone zum Einsatz kommen wird.

Das nächste iPhone wird GPS-Funktionalität haben. Darauf deuteten ebenfalls die letzten Builds des OS X iPhone 2.0 hin, die ein Geotagging-Feature enthielten. Ohne GPS ist eine solche Funktion nicht sinnvoll zu nutzen, denn die Triangulierung über Mobilfunksendemasten ist hinreichend ungenau. Streit gibt es noch über die Art und Weise der GPS-Integration. Einige meinen Apple würde nur eine Schnittstelle schaffen, über die Drittanbieter später GPS-Module an das iPhone anbinden könnten. Wir meinen, dass Apple GPS direkt in das iPhone einbaut, denn 1. war dieser Punkt einer der Kritikpunkte des ersten iPhones und 2. werden ortsabhängige Dienste in Zukunft immer wichtiger und evtl. sogar zu einer Einnahmequelle werden. Diesen Markt will sich Apple sicher nicht entgehen lassen.

Über das Design des nächsten iPhones kursierten in den letzten Wochen zahlreiche unterschiedliche Meinungen. Erst sollte es dicker und später dünner als das aktuelle Modell sein. Viele der aufgetauchten Bilder waren nur gut gemachte Photoshop-Arbeiten. Die zuletzt am Freitag aufgetauchten Bilder machen allerdings einen sehr realistischen Eindruck. So wird es das iPhone zukünftig auch in rot geben.

Mac OS X
Sicher ist, dass Apple bereits an Mac OS X 10.6 arbeitet. Darauf deuten auch zahlreiche Hinweise in Konfigurationsdateien in den aktuellen WebKit-Builds und der iPhone-2.0-Beta-Software hin. Bleibt auch noch die Frage nach dem Namen für das Release, denn so langsam wird die Auswahl an verbleibenden Raubkatzen gering. Und Mac OS X Ozelot würde zumindest passen, denn der Ozelot, lateinisch Leopardus pardalis, würde doch perfekt zu einem größeren Leopard-Update passen.

Letzte Woche hieß es dann, Apple würde auf dem Weg zum nächsten großen Release von Mac OS X eine Zwischenversion, Codename Snow Leopard, einschieben. Auf der WWDC soll es dazu sogar schon einen ersten Einblick geben. Der Schneeleopard soll nur noch Intel-Macs mit 64-Bit-CPU unterstützen. Damit würden selbst die ersten Intel-Macs mit Yonah-Prozessor bereits nicht mehr von 10.6 unterstützt werden. Mit diesem radikalen Schritt will Apple Altlasten aus dem System werfen.

Das Apple diesen Pfad gehen wird wurde bereits auf der letzten WWDC klar, als man bekannt gab, dass die Carbon-Schnittstellen nicht mehr an die 64-Bit-Architektur angepasst werden würden. In OS X 10.6 soll Carbon ganz verschwinden, was für einige Softwarehersteller ein großes Problem werden dürfte, denn Adobe hat schon angekündigt, dass die kommende CS4 noch auf Carbon setzen wird. Erst die CS5 soll vollständig auf Cocoa setzen.

Aus der Sicht von Apple ergibt eine Zwischenversion zur Stabilisierung der Plattform viel Sinn. Aus Konsumentensicht könnte dieser Schritt brutal, da auf einen Schlag Macs die älter als 2 Jahre sind zu Auslaufmodellen erklärt werden würden. Apple ist dafür bekannt konsequent alte Zöpfe abzuschneiden, wenn sie auf dem weiteren Weg hinderlich sind. Daher halten wir das Szenario für recht wahrscheinlich. Gerüchte die OS X aber jetzt schon als PC-Version sehen, halten wir für Wunschdenken. Der Mac-Absatz brummt, daher gibt es für Apple keinen Grund daran etwas zu ändern.

Macs
Bei den Macs ist Apple dieses Jahr schon mit einer Upgrade-Runde durch. Anfang des Jahres wurde der Mac Pro auf Penryn-CPUs (Hapertown) aktualisiert. Im Februar waren die Mobil-Macs dran und schließlich erhielt auch der iMac eine Frischzellenkur. Daher halten wir ein Update bei den Macs für relativ unwahrscheinlich. Dafür spricht auch, dass Apple Mac-Updates in der letzten Zeit immer außerhalb der großen Mac-Events vorgenommen hat.

Einige Gerüchte legten ein Update der MacBooks zur WWDC nahe, welches mit einem neuen Design der Geräte einhergehen sollte. Allerdings blieben dieses Gerüchte wenig konkret. Zudem wird sich Intels ursprünglich zum 22. Juni angekündigte Vorstellung der Centrino-2-Plattform um einige Wochen verschieben, so dass Apple wohl kaum jetzt schon Geräte vorstellen wird, die es erst in 2 Monaten zu kaufen geben wird.

iPods
Bei den iPods gab es in letzter Zeit bis auf das Speicher-Upgrade bei den iPod Touchs und Shuffles keine Aktualisierungen mehr. Deshalb wurden einige Special-Pricing-Angebote von manchen zum Anlass genommen, ein Update des iPod Nanos für die WWDC vorherzusagen. Ein Update bei den iPods halten wir für sehr unwahrscheinlich. Die WWDC ist eine Entwicklermesse und Consumer-Produkte spielen dort eher eine untergeordnete Stelle.

One more thing …
In dieser Kategorie kann jeder seine persönlichen Wünsche von der Neuauflage des Newton bis hin zum Multitouch-Mac unterbringen. Bei Macrumors wurde über ein Other new device gemunkelt. Genaueres weiß man dort aber auch nicht. Zudem sind in den letzten Tagen einige Pakete aufgetaucht, die angeblich erst am Tag nach der Keynote geöffnet werden dürfen.

So bleibt es noch bis morgen spannend. Die Keynote könnt ihr morgen bei uns live im Ticker verfolgen. Unser Redakteur Sebastian ist inzwischen in San Francisco eingetroffen und wird, sobald er den Jetlag überwunden hat, am Moscone Center vorbeischauen.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 8 Kommentar(e) bisher

  •  epoc1000 sagte am 8. Juni 2008:

    also mal ehrlich, das mit dem neuen iPhone ist zwar interessant, aber nun wirklich nicht spektakulär. Es ist schon lange klar was Apple in ein Handy einbauen kann und wird, da braucht man sich nur mal die Zulieferer und Konkurrenten anzusehen. Wichtig wird die Software für die Nutzung der Komponenten und welche weiteren Hersteller Software präsentieren werden (z.B. AOL mit Messanger etc.). Ich denke das Bild vor einiger Zeit, mit den beiden Brücken, wird das Hauptthema. Die Strategie Apple’s für die Zukunft, da wird sicher viel viel zu erwarten sein. An ein weiteres Gerät glaube ich zur Zeit nicht, weil Apple’s Produktion einfach schon zu überdehnt ist, die Kapazitäten fehlen einfach (mehr zur Macworld). Mein Fazit, es wird einfach zwangsgerüchtet und übergerüchtet :).

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  •  epoc1000 sagte am 8. Juni 2008:

    p.s. was wäre eigentlich wenn Apple bekannt gibt, dass sie das iPhone OS lizensieren?! :-P.

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  •  Jan sagte am 8. Juni 2008:

    Habt ihr .Mac vergessen, oder haltet ihr das für ein zu consumerlastiges Thema für die WWDC? Die Anzeichen für eine gewisse Bewegung bei Apples Online-Service haben sich ja mit Domain-Anmeldungen und Änderungen in den Lokalisierungs-Dateien in letzter Zeit gehäuft. Ich könnte mir ja vorstellen. dass eine mögliche Umfirmierung zu „Mobile Me“ weniger ein Anzeichen einer fortgesetzte Verlagerung des Dienstes in den Consumer-Bereich als vielmehr die Konsequenz einer umfassenden Erweiterung des Dienstes im Bezug auf Plattformen, Endgeräte und Funktionalität ist. Das könnte dann auch auf einer Entwicklermesse Relevanz sein…

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  •  Jan sagte am 8. Juni 2008:

    Ups, vielleicht doch nächstes mal noch schnell durchlesen… :)

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  •  ml sagte am 8. Juni 2008:

    @epoc1000: Für die spektakulären Dinge ist Apple zuständig. Da haben wir wenig Einfluss drauf.

    @Jan: Das Thema .Mac könnte natürlich ein One-More-Thing-Kandidat sein.

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  •  Lars Leroq sagte am 9. Juni 2008:

    Ich finde, hier wird mal wieder zu viel reininterpretiert. Es ist heute ausschließlich Apple’s ENTWICKLERKONFERENZ. Nichts anderes. Deshalb halte ich die meisten hier diskutierten Dinge für völlig daneben. Vermutlich sind es max. drei Dinge, die vordergründig für den gemeinen Endverbraucher interessant sein werden:
    iPhone, weil einhergehend mit neuer Software und Entwicklerkit mit ersten eigens für das iPhone geschriebenen neuen Programmen;
    Mac OS X – Weiterentwicklung;
    Neue Dot.Mac-Entwicklung / Vorstellung.
    Das war’s.
    Leroc

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  •  Söan sagte am 9. Juni 2008:

    Was sagen die “Experten” zu iLife 09?

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  •  hans sagte am 11. Juni 2008:

    Ich will endlich ein macbook pro mit intel core quad prozessoer so mit 4* 3ghz oder so und 8gb ram und 1Tb festplatte…….und ich will mit dem neuen macbook pro teöefonieren können :D

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