Review: 13. Juni 2008,

Testtagebuch: Silent Hill Origins #3: Ich weiß, warum ich nicht ins Theater gehe

Silent Hill Origins
Silent Hill Origins

Testtag 3: Gruseln ist im Dunkeln besser möglich, Horror erst recht – da hilft es wenig, wenn die Halogenstrahler, die in der abgehängten Decke eingelassen sind, Licht und Wärme um mich rum erzeugen. Mit Travis, dem Protagonisten aus Silent Hill Origins habe ich soeben die dritte Etappe im Spiel, das Artaud Theater, hinter mich gebracht. Meine Erzählpassagen können allerdings kürzer ausfallen als zuvor, da ich weniger auf die spielerischen Eigenheiten eingehen muss, die ich bereits erwähnt hatte.

Im Theater wechselt man wieder munter zwischen den Welten, sammelt Schlüssel ein, Glühlampen – löst damit ein Puzzle -, und weil man auf dem Weg zum Endgegner schon einige Tode gestorben ist, wundert man sich nicht, wenn vor dem finalen Kampf in dieser Theater-Episode sehr viel Blei bereits verballert wurde. Es gibt im Theater genügend Speicherstellen, von denen man immer wieder Gebrauch machen sollte. Viel zu schade ist die Zeit, die man damit verbringt evtl. ein Puzzle noch Mal zu lösen und wieder eine Schar von Gegnern zu erledigen.

Aus Schaden wird man klug, und so stand ich am Ende endlich „Caliban“ gegenüber. Einer ausgesprochen überdimensionierten Mixtur aus Monster-Texturen, die allerdings mit dem im Level gefundenen Jagdgewähr zur Strecke gebracht werden kann. Da der Caliban ein besonders langsamer Zeitgenosse ist, macht er uns insgesamt viel weniger Mühe, als der Rest vom Schützenfest, der die ganze Zeit durchs Theater gegeistert war.

Beim Spielen hab ich wohl gemerkt, dass mir Action-Adventure sehr wohl Spaß machen, aber dieser spezifische Horror mir durchaus an die Substanz geht. Die Stunden, die ich Spiele, um eine Etappe zu schaffen – ich bin die ganze Zeit über angespannt. Man erwartet immer wieder ein Monster um die Ecke kommen, wird aber streckenweise hingehalten, hernach öffnet man eine Tür und muss blitzschnell reagieren, weil im Raum oder im Flur die düstere Brut umhertappt. Obgleich die Grafik nicht zu authentisch und real wirkt, wirken die Untoten, das Blut, der Nebel und die Aktionen von Travis sehr atmosphärisch und ziehen einen in die Welt von Silent Hill. Ich kann außerdem verstehen, dass das Spiel keine Jugendfreigabe erhalten hat. Die nächste Episode, das Riverside Motel, werde ich mir übrigens für den hellichten Tag aufheben.



Testtagebuch: Silent Hill Origins #3: Ich weiß, warum ich nicht ins Theater gehe
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