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Veröffentlicht am  16.07.08, 22:56 Uhr von  sm

Test: Things auf dem iPhone

Test: Things auf dem iPhoneZeitgleich mit dem Start des AppStore waren auch die beiden Platzhirsche im Bereich der GTD- Applikationen Things (Affiliate)) und OmniFocus (Affiliate) in einer speziellen Version für iPhone und iPod touch verfügbar. Things gibt es derzeit zum Einführungspreis von 9,99 US-Dollar bzw. 7,99 Euro im AppStore und wird zu einem späteren Zeitpunkt für einen Preis von 19,99 Dollar erhältlich sein.

Struktur: Projekte und Aufgaben
Nachdem man Things gestartet hat, landet man in der Hauptansicht, welche die Navigation zu den einzelnen Kategorien Inbox, Today, Next, Someday, Projects und Logbook ermöglicht. Das Logbuch bzw. Logbook speichert alle abgeschlossenen Aufgaben und Projekte, daher sollte dieser Bereich für den Anfang recht uninteressant sein.

Alle anderen Menüpunkte sollten nahezu selbsterklärend sein: Projects beinhaltet alle Projekte, unter Someday werden Aufgaben abgelegt die keine hohe Priorität haben bzw. die es nicht bis zu einem bestimmten Datum zu erledigen gilt. Folglich liegen dort Aufgaben die man irgendwann mal erledigen kann. Unter Scheduled werden Aufgaben abgelegt, die an einem bestimmten Tag in der Zukunft erledigt werden (müssen) und innerhalb von Next sollten sich alle Aufgaben befinden, die man – wie der Name schon vermuten lässt – als nächstes erledigen möchte.

Die beiden Kategorien Today und Inbox stellen eine kleine Ausnahme der starren Kategoriezuordnung dar, in der Inbox sollten sich alle Aufgaben befinden, die noch keiner anderen Kategorie oder einem Projekt zugeordnet wurden. Der letzte, aber wohl wichtigste Bereich innerhalb von Things ist Today. Dort können alle Aufgaben, unabhängig von ihrem eigentlich Speicherort, abgelegt werden. Befindet man sich auf der Detailansicht einer Aufgabe, ist ein Button ‘show in today’ zu finden, welcher die entsprechende Aufgabe auch innerhalb von Today auflistet.

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Neben dem Namen der Aufgabe oder des Projekts können alle Einträge natürlich auch mit einer Deadline und Notizen versehen werden. In der Desktop-Applikation von Things kommen an dieser Stelle noch die Tags hinzu, welche in der mobilen Variante jedoch fehlen (mehr dazu weiter unten).

Inbox und Today
Wie schon im Rahmen der Struktur erwähnt, ist die Inbox für alle Aufgaben gedacht die (noch) keinem Projekt und keiner der Kategorien Scheduled, Someday oder Next zugewiesen sind. Die Inbox ist ideal dafür um eine Aufgabe schnell zu verfassen und sie dann zu einem späteren Zeitpunkt entsprechend detailliert in das Getting Things Done System einzupflegen.

Aus diesem Grund, dass die Inbox kein dauerhafter Aufenthaltsort für Aufgaben ist, ist es nicht möglich Aufgaben aus der Index auch in Today aufzulisten. Wie zu sehen ist, ist der Button ‘show in today’ bei Aufgaben in der Inbox nicht verfügbar.

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Tags
Leider sucht man die Möglichkeit der Tag-Vergabe auf dem iPhone vergebens. Things ermöglicht es derzeit leider nicht die Aufgaben und Projekte zu taggen; Auch die aus der Desktop-Applikation bekannten Areas vermisst man auf dem iPhone. So ist man im Moment dazu gezwungen seine Aufgaben entweder einem Projekt zuzuordnen oder einer der anfangs erwähnten Kategorien.

Neben dem Wunsch Aufgaben zu taggen bleibt auch die Frage wie diese Funktion in die vorhandene Applikation eingebunden werden kann. Das einfache taggen einer Aufgabe sollte dabei nicht das Problem darstellen, eher wie man die Selektierung bestimmter Tags darstellt. Denn das Taggen macht recht wenig Sinn, wenn man z.b. die Einträge innerhalb von Someday nicht nach Tags sortieren könnte oder nur Aufgaben eines bestimmten Tags angezeigt bekommen kann.

Synchronisation mit dem Mac
In der aktuellen Version von Things ist – wie anfangs erwähnt – noch keine Möglichkeit zur einfachen Synchronisation zwischen iPhone und Mac integriert. Dieses grundlegende Feature soll aber mit einem der kommenden und auch kostenlosen Updates nachgeliefert werden. Bis dahin muss man damit leben, dass man seine Aufgaben entweder doppelt einpflegt oder zwei getrennte ToDo-Listen betreibt.

Im täglichen Gebrauch ist es ziemlich nervig wenn alle Tasks der Mac-Version per Hand auf das iPhone kopiert müssen. Daher ist es ratsam bis zum Release der Synchronisation zwei getrennte ToDo-Listen zu betreiben und nur spezielle Tasks auf das iPhone zu übernehmen.

Fazit
Things auf dem iPhone bzw. dem iPod touch macht einen sehr ausgereift und stabilen Eindruck. Die Applikation ist ihrem großen Bruder auf dem Mac nachempfunden und daher stellt die Bedienung und Navigation innerhalb von Things für Benutzer der Mac-Version keine Hürden dar. Neulinge sollten dank dem schlichten und aufgeräumten Design, sowie den Icons mit hohem Wiedererkennungswert auch keine Probleme bei der Bedienung haben.

Things ist für mich das Paradebeispiel einer gelungenen iPhone-Applikation und einer vorbildlichen Portierung einer Mac-Applikation. Die gesamte Applikation kann sowohl in der Optik als auch in der Bedienung und dem Funktionsumfang überzeugen. Einzig die Möglichkeit zur Synchronisation mit der Mac-Version und die Vergabe von Tags fehlen. Sollten diese beiden Features in einer kommenden Version noch nachgereicht werden, steht einer Wertung mit voller Punktzahl nichts im Wege.

4/5Testurteil: 4/5 Macs
Bezeichnung: Things (AppStore)
Hersteller: Cultured Code
Preis: derz. 9,99 Dollar, später 19,99 Dollar

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 5 Kommentar(e) bisher

  •  Janosius sagte am 16. Juli 2008:

    Großartiger Beitrag – gute Differenzierung.

    Leider stört mich eins sehr (nicht am Beitrag): Warum ist das Herstellen einer Syncronisation bei so vielen Programmen schwierig? Warum einigt man sich nicht auf Standards zum Dateienaustausch (wenn man schon eine Hard- und Software-gebundene Plattform anbietet, wie Apple es tut).

    Ein Beispiel: Microsoft Exchange ist eine naheliegende, vollkommen simple und konsequente IT-Idee, die seit knapp zehn Jahren funktioniert. Warum ist MobileMe, MacOS, iPhone nicht ein Paradebeispiel an Kompatibilität, Syncronisation und Nutzerfreundlichkeit*?

    Dies’ wäre für jeden App-Developer eine Herausforderung, seine Projekte komplett zu machen. Warum sind wir nach 15 Jahren Jeder-Mann-IT nicht in der Lage, den Anwendern zuzumuten, daß sie nur EINMAL eine Sache digitalisieren müssen um sie verfügbar zu machen?

    Meinetwegen ist Things eine gute Anwendung – aber nicht praktikabel, wenn man effizient arbeiten will.

    *) Ich gebe zu: Kompatibilitäten wurden seitens Apple (spätestens mit der Firmware 2.0), erfolgreich und vielseitig hergestellt und hoffentlich ausgebaut. – Die Nutzerfreundlichkeit in Anwendungen ist unübertroffen, keine Frage.

    P.S.: Gerne will ich Things seinen Platz überlassen. Ich arbeite mit Omni und programmiere selbst. Daher ärgert mich so manche Inkobatibilität mit Berücksichtigung des dafür ausgenommenen Aufwands.

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  •  Thomas sagte am 17. Juli 2008:

    Ich bin mir nicht sicher, aber ist MobileMe nicht eine offene Plattform? Zumindest bei .Mac war das doch so – zumindest haben sich bei mir auf dem Mac einige Programme (z.B. Shimo oder Transmit) in .Mac eingetragen und synchronisieren ihre Einstellungen über .Mac mit anderen Rechnern. Sofern sich das bei MobileMe nicht geändert hat, sollte so eine Sync-Funktion also doch kein Problem sein oder?

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  •  stoph sagte am 18. Juli 2008:

    Bestimmt geht das sogar. Aber es ist eine Menge Arbeit. Kommt Zeit kommt Synchronisation.

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  •  Marius sagte am 18. Juli 2008:

    guter Beitrag, leider viele Rechtschreib- oder Tippfehler… Da solltet ihr ein bisschen mehr drauf achten!

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  •  Fredrik Lindemalm sagte am 12. Januar 2009:

    Und “Macht Sinn” ist auch kein gutes Deutsch.

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