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Veröffentlicht am  9.08.08, 12:27 Uhr von  

Kolumne: Olympiade 2008

Zensur wird dieser Tage überall erwähnt, meistens im Zusammenhang mit China und den olympischen Spielen. Was auch absolut richtig ist. Schließlich kann ein Land wie China sich nicht einerseits weltoffen präsentieren und anderererseits die Menschenwürde mit Füßen treten. Aber manches Mal kommt es uns vor, als würde die von uns heiß geliebte Firma mit dem angebissenen Apfel gewisse Zensur und Menschenrechtsprobleme haben. Jedenfalls könnte man es denken, wenn man sich dieser Tage die Mac-Neuigkeiten durchliest. Der Mitarbeiter der Apple verklagt, weil er nicht bezahlte Überstunden geleistet hat. Mensch, das ist wirklich menschenverachtend! Da sind die Zustände in China sogar viel besser, dort dürfen Sportler freiwillig an zwei Metallseilen rund um das Stadiondach laufen und kleine Kinder singen Lieder mit einer Inbrunst als hätte man Sie gerade aus dem Turn-Gulag befreit. Da wäre ja auch noch die strenge Zensur der iPhone Apps.

Ganz schlimm muss es dem genialen, deutschen Programmierer Armin Heinrich getroffen haben, der ein Bild im App Store mit einem “Secret Mantra” für 999,99 US$ eingestellt hatte. Nach nur 24 Stunden (!) hat Apple reagiert und das vermeintliche “Programm” beseitigt. Dumm nur, dass es weltweit doch 8 mit höchster Wahrscheinlichkeit vom Alkohol verwirrte Gestalten gab, die das Programm tatsächlich gekauft haben. Für Heinrich und Apple ein Volltreffer, Apple hat 2400 US$ und Heinrich 5600 US$ (ca. 3730 Euro) für das kleine Pixelbild bekommen. Wenn das kein schlechtes Karma ist. Frei nach “My Name is Earl” Earl müsste Heinrich jetzt eine Liste mit diesen armen Menschen aufstellen und die Tat wiedergutmachen.

Wiedergutmachung ist in letzter Zeit auch bei Apple – Schlagwort MobileMe-Dienst – zu erkennen. Nachdem Steve eine Mail an die Mitarbeiter geschickt, deren Inhalt mit “MobileMe sucks” wiedergegeben werden kann, soll Eddy Cue den Schlammassel in den Griff bekommen. Bald soll alles besser werden. Ich hoffe es jedenfalls sehr. Genug der Lästerei. Freuen wir uns lieber über das baldige Ende des Sommerlochs und den Anfang der perfekt inszenierten chinesischen Olympiade und auf die kommenden Gerüchte zu neuen Apple Produkten, ich sage nur Intel Core i7

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 13 Kommentar(e) bisher

  •  nurd sagte am 9. August 2008:

    dir ist aber schon klar, dass die olympiade den zeitraum zwischen zwei olympischen spielen bezeichnet?

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  •  Philip sagte am 9. August 2008:

    @nurd: Natürlich ist ihm das nicht klar. Aber der Rest ist ja auch verworren genug…

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  •  laurids sagte am 9. August 2008:

    iPhone Apps mit den Problemen Chinas zu vergleichen halte ich für ziemlich daneben..

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  •  cpt lapidus sagte am 9. August 2008:

    Auch ich finde diese Kolumne einfach nur seltsam…

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  •  jens sagte am 10. August 2008:

    @meine vorposter: ich finde euere kommentare seltsam…

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  •  Pepe sagte am 11. August 2008:

    Lieber Nurd, hallo Philip, wenn schon klugscheißen, dann aber bitte richtig. »Olympiade« schließt die Olympischen Spiele schon mit ein! Der Begriff meint jene vier Jahre, beginnend mit den Olympischen Spielen, bis zu den nächsten. Mit den nächsten Olympischen Spielen begänne dann die nächste Olympiade. Die Olympischen Spiele sind also das Neujahrsfest der Olympiade. Ich vermute demnach, dass der Autor uns ermuntert, uns auf die nächsten »perfekt inszenierten chinesischen« vier Jahre zu freuen. Was er damit freilich meint kann auch ich nicht sagen.

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  •  nurd sagte am 11. August 2008:

    selbst dann gibt es immer noch keine olympiade 2008 ;)

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  •  Pepe sagte am 11. August 2008:

    Hm, dann ist sich ac nicht sicher, ob die Chinesen gleichbleibend »perfekt inszenierte« vier Jahre am Stück hinbekommen, möchte sich also nicht so weit aus dem Fenster lehnen und rät uns, unsere Freude also erst einmal auf das Jahr 2008 zu beschränken?

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  •  Philip sagte am 11. August 2008:

    Was auch immer das bedeuten soll… Aber wir sind ja die Klugscheißer…

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  •  Floehle sagte am 11. August 2008:

    Wirklich erbärmlich eure Kommentare. Lest doch einfach die Bild oder eher Bild der Frau.

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  •  Philip sagte am 12. August 2008:

    @Floehle: Was genau an unseren Kommentaren ist denn Deiner Meinung nach “erbärmlich”? Werde doch bitte mal konkret. So ist das einfach nur eine Parole, aber keine Diskussion. Aber vielleicht entspricht Dein Kommentar ja auch dem Niveau der Redaktion…?

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  •  Sodann sagte am 12. August 2008:

    “Schließlich kann ein Land wie China sich nicht einerseits weltoffen präsentieren und anderererseits die Menschenwürde mit Füßen treten”… stimmt, genau wie wir mit unseren tollen Freunden am Hindukusch etc.
    Obendrein verhindern unsere Vertreter z.B. die Reform der Rechte für Arbeiter: “Auch der Präsident der EU-Handelskammer, …, warnte öffentlich, das Gesetz würde im Fall der Verabschiedung “die Flexibilität der Arbeitgeber einschränken und … ausländische Unternehmen zwingen, ihre Investitionen in China zu überdenken”.

    Obwohl “China bashing” nach dem “Moslem bashing” gerade total angesagt ist, sollten wir uns wohl etwas zurückhalten mit den Steinen im Glashaus.

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  •  Pepe sagte am 12. August 2008:

    Immerhin sind unsere Kommentare wohlformuliert und weitestgehend rechtschreibfehlerfrei. (Das ist mehr als man landläufig von Kommentaren auf Internetseiten erwarten kann.)

    Aber als Zeichen guten Willens gleich noch ein Versöhnungsversuch. Sprache ist ja ein dehnbares Gut und eine der wirklich praktischen Aspekte an ihr ist, dass sie sich mit der Zeit ihren Benutzern anpasst. Wie ein gutes Paar Schuhe, dass mit der Zeit immer besser passt. Wenn also nun die Mehrheit irgendwann bei »Olympiade« nurmehr an die Spiele denkt, dann überzeugt das auch die Duden-Redaktion und fortan darf man im Deutsch-Aufsatz »Olympiade« schreiben wenn man die »Olympischen Spiele« meint. (Und hier natürlich auch.)

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