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Veröffentlicht am  14.10.08, 15:54 Uhr von  

iPhone für Erstsemester

iPhone 3GAls ich damals mein Studium begonnen habe, gab es zur Begrüßung von der Uni nicht nur direkt meinen Studentenausweis, sondern auch einen Uni-Sportbeutel und einen Ordner für alle studienrelevanten Papiere. Was eine Uni in Texas seinen Erstsemestern mit in das Studium gegeben hat, geht aber weiter als das. Die Abilene Christian University hat nämlich jedem der fast 1000 Frischlinge je nach persönlicher Präferenz ein iPhone 3G bzw. einen iPod touch geschenkt.

Reine Nächstenliebe war es aber nicht, die die Uni dazu bewogen hat, die Hardware zu finanzieren. Die Geräte sind Teil eines Pilotprojekts, in dem es um mobiles Lernen geht. Dazu gehört auch ein Paket von speziell für die ACU gemachten Programmen, die den Studenten während ihrer Vorlesungen und Seminare helfen sollen. Mit den Geräten gibt es auch direkten Lesezugang für das uninterne Datensystem, wo kursinterne Informationen wie Präsentationen, Skripte und allerlei anderes Material via Wlan verfügbar sind. Weitere Vorteile der mobilen Geräte: Sollte man sich auf dem Campus verlaufen, kann man via Wlan seinen Weg wiederfinden. Oder via Facebook-App in Kontakt mit seinen Kommilitonen kommen.

Anstatt auf das Apple-eigene SDK zurückzugreifen sind alle angebotenen Uni-Anwendungen webbasiert, um künftig auch Gebrauch machen zu können von anderen Geräten, wie beispielsweise dem Android Phone.

Die Kosten für die Geräte, insgesamt knapp 650 iPhones und 300 iPod touch, übernimmt übrigens die Uni, wobei man davon ausgehen kann, dass die Kosten über die Studiengebühren auch wieder reinkommen. Und im Fall des iPhones müssen die Kosten für den AT&T-Vertrag von den Studenten selbst getragen werden.

[via Networkworld]

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 2 Kommentar(e) bisher

  •  rj sagte am 14. Oktober 2008:

    Hm. Achtung, laenger.
    Vorweg: ich hatte vor einigen Jahren in einem der BMBF-gefoerderten Notebook-Uni-Projekte den Einsatz von Notebooks in der universitaeren Lehre evaluiert, und da hatten wir natuerlich auch intensiv ueber den Atlantik geschaut und zum anderen eben in der Praxis angesehen, wie und wo (von der Uni gestellte) Notebooks einen Mehrwert bieten, wenn man sie an der Uni verwendet. Ich meine, jenseits vom mittippseln in der Vorlesung.
    Vorweg zu dem US-Modell hier. An einer ueber Gebuehren finanzierten Uni halte ich solche Dreingaben immer zu einem guten Teil fuer eine Zwangsverwendung einer bestimmten Hardware. Zahlen muessen es eh die Studis selber. Wer schon nen PDA hat, kriegt eben noch einen.
    Eine einheitliche Plattform mag da nett sein, aber sorry, damit man sich auf dem Campus nicht verlaeuft, dafuer gibts auch die netten Faltplaene. “Kursinterne Infos” kann man auch so den Leuten zugaenglich machen, die Infrastruktur muss eh her, die elektronische Aufbereitung muss eh gemacht werden, plattformuebergreifend funktionieren sollte das auch dann, wenn jeder ein iPhone hat. So what.
    Wenns ganz konkret ueber die Mehrwerte geht, dann stellt sich immer die Frage, was es bringt, wenn die Leute mit Notebooks oder anderen mobilen Geraeten ausgeruestet werden. EIn Notebook wird in allererster Linie *rumgetragen* und es muss erst mal gezeigt werden, dass man Nutzen und Auslastung zustandekriegt, die sich ansatzweise mit einer (idR billigeren) Ausstattung von Vorlesungsraeumen mit stationären Rechnern und personalisierten Accounts messen laesst. Abgesehen davon, dass die stationaere Loesung billiger ist und auch versicherungstechnisch leichter zu handlen wie eine Loesung, in der die Leute von der Uni mit mobilen Geraeten ausgestattet wird.
    Usw. – ich will definitiv nicht in Abrede stellen, dass man mit nem Notebook und anderen schoenen mobilen Geraeten vieles, auch das Studium, leichter und besser ausgestattet bewaeltigen kann. Die Frage ist immer nur, ob es was bringt, da den Leuten letzten Endes auf eigene Kosten eine Einheitsloesung aufs Auge zu druecken, bzw., ob die zusaetzlichen Kosten wenigstens ansatzweise gerechtfertigt sind bzw. ein *wirklicher* Mehrwert erkennbar ist. Wenns irgendwie mit Technik, Lehre und ubiquitus Computing zu tun hat, ist man immer sehr schnell dabei zu sagen, wow, toll, das ist klasse und das bringt sicher was. Aus der Naehe betrachtet muss ich zugeben, war ich zu Forschungszeiten da gelegentlich doch recht ernuechtert.

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  •  Dirk sagte am 14. Oktober 2008:

    Es gibt bei iTunesU sogar einen Film (connected) darüber, wie man sich das vorstellt:

    http://deimos3.apple.com/WebObjects/Core.woa/Browse/acu.edu.1453813023.01453813030.1458062299?i=1441246580

    Ich finde das nicht schlecht. Am besten fände ich die Funktion, die am Schluss gezeigt wird: automatische Übergabe von iPhone-Gesprächen an iChat und zurück. Also los Apple…

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