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Veröffentlicht am  24.11.08, 9:55 Uhr von  rj

Palm entlässt, RIM mit Käuferansturm, Apple flexibilisiert

AktieWie sich die Finanzkrise bei verschiedenen IT-Unternehmen auswirkt, wird genau beobachtet: Apple scheint laut Insiderberichten bislang ein glückliches Händchen zu haben. Flexiblere Arbeitszeiten sollen mögliche Umsatzschwankungen abfedern. Davon träumt man beispielsweise bei Palm: dort sind Entlassungen angesagt. Währenddessen vermeldet RIM Kundenanstürme beim Verkauf der neuen Blackberries.

Der bereits schon harte Wettbewerb im Smartphone-Sektor legt noch einmal zu. Palm wird am heftigsten gebeutelt. 1050 Beschäftigte bangen um ihre Jobs, das Unternehmen kann mit den Centro- und Treo-Plattformen nicht mehr an die Erfolge vergangener Tage anknüpfen. Nur noch 5% der Kaufwilligen würden sich aktuell für ein Palm-Modell entscheiden, vor einem Jahr war der Anteil noch doppelt so hoch. Nun wartet man verzweifelt auf ein neues OS, welches ab Mitte 2009 die Palm-Smartphones attraktiver machen soll. Bis dahin ist jedoch Stellenabbau angesagt, genaue Zahlen vermeldet Palm noch nicht.

Apple sieht die kommenden Turbulenzen offenbar gelassener: Aus Insiderkrisen verlautete, dass Apple behutsam auf anstehende Schwierigkeiten am Markt reagieren will, was die Beschäftigungslage angeht: mit flexibleren Arbeitszeiten, Überstunden bzw. Arbeitszeitreduzierungen will man kommenden Schwankungen begegnen. Entlassungen würden auf eine schlechte Aufstellung des Unternehmens hindeuten und das Vertrauen der Anleger negativ beeinflussen und sollen daher vermieden werden.

Von RIM hört man aktuell ganz andere Sorgen: Verizons Website wurde zum Launch des Touchscreen-Blackberry Storm am Freitag vom Besucheransturm geplättet, vor den Shops bildeten sich lange Schlangen. Oftmals ohne das gewünschte Smartphone mussten die Kunden wieder abziehen – Verhältnisse, die man in der Vergangenheit von iPhone-Verkaufsstarts kannte. Anders als Palm kann RIM auf hervorragende Entwicklungen hoffen: die Blackberry-Familie ist beliebt wie eh und jeh. Einige Erfolgsrezepte Apples sind auch bei RIM unübersehbar geworden, und so wundert es nicht, dass der Blackberry-Softwarestore inzwischen leicht an andere Shops dieser Art erinnert. Aber Konkurrenz belebt bekanntlich ja auch das Geschäft.

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 2 Kommentar(e) bisher

  •  bono01 sagte am 24. November 2008:

    Apple kann es sich ja wohl auch durchaus leisten (immerhin 25 Milliarden auf der hohen Kante) seine Mitarbeiter nicht einfach so raus zu werfen. Diese Krise wird auch vorbei gehen. Hoffe das Apple da nicht so unsozial ist wie viele andere firmen heutzutage. Machen Millionen oder Milliarden gewinne, aber wenn es mal ein bisschen schwieriger wird, werden die Personen die sich für die gewinne verantwortlich zeigen und sie erarbeitet haben eiskalt entlassen.

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  •  Bidone sagte am 24. November 2008:

    Kann bono nur Recht geben.
    Leider sieht es meist anders aus. Zuerst schaffen die Mitarbeiter den Profit und dann werden sie eiskalt abserviert. Ist mir vor Jahren selbst passiert.
    Meist gönnt sich die Chefetage dann noch ein- zwei Milliönchen für diese Großtat.

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