MACNOTES

Veröffentlicht am  29.11.08, 13:14 Uhr von  

Test: Das neue 13″-MacBook in Alu

Vor mittlerweile zwei Wochen habe ich mein neues MacBook endlich bekommen, und seitdem habe ich es im normalen Arbeitsbetrieb auf Herz und Nieren testen können. Und ich habe es lieben gelernt.

Bekommen habe ich das Alu-MacBook als Austauschgerät für mein weißes MacBook mit 2,4 GHz, das nach sieben Monaten schon den dritten Defekt hatte. Jetzt habe ich im Endeffekt genau das, was ich von Anfang an haben wollte: Ein kleines Apple-Notebook mit Alugehäuse. Damit gehören die bei mir aufgetretenen Probleme wie Gehäuserisse und -brüche der Vergangenheit an.

Nun also: Alu-Unibody statt Kunststoff. Dass die Produktionsweise auch den Rechner teurer macht, ist zwar tragisch, aber der Aufpreis lohnt sich. Denn was man für die knapp 1200 bzw. 1500 € bekommt, ist nicht nur sehr schick, sondern auch unglaublich stabil. Das MacBook, das ich hier ein wenig genauer unter die Lupe nehme, ist übrigens die 2,0 GHz-Variante ohne Keyboardbeleuchtung.
[inspic=1958,,fullscreen,435]
Verarbeitung
Wie schon zu Beginn gesagt bestehen die neuen MacBooks aus stabilen und dennoch leichtem Aluminium. Die komplette Komposition wirkt nicht nur stabil, sondern ist es auch: Wo beispielsweise der Displayrahmen des weißen MacBook noch an der Halteschiene herumschlackerte, bewegt sich bei der Aluvariante nichts mehr. Auch wenn viele von wackeligen Akkufachabdeckungen berichtet haben, ist bei meinem Modell nichts davon zu merken. Es knirscht lediglich manchmal etwas, wenn ich es mit einer Hand vom Tisch nehme, um es woanders hin zu transportieren. Das allerdings hat auch der Akku meines alten MacBooks getan.
Klappt man das MacBook zu, fällt der Deckel sehr sanft zu. Das könnte daran liegen, dass der Displaydeckel mit einer Gummierung eingefasst ist, die auch die Glasscheibe vor Schäden bewahrt.
Das neue Unibody-Modell ist übrigens trotz nur 230 g Gewicht merklich leichter als der Vorgänger. Nur noch rund 2 kg trägt man jetzt mit sich herum.

Tastatur und Trackpad
[inspic=1956,,fullscreen,435]
Im Gegensatz zu den alten Keyboard ist die Verarbeitung der Tasten “weicher” geworden, sie klackern nicht mehr so laut. Gerade in Situationen, wo man das MacBook zum Mitschreiben nutzt (Konferenzen, Meetings) ist das ein Vorteil, weil es nicht so lärmt. Genau diese Druckpunkte sind es aber, die einige nicht so gut finden. Keyboards sind nunmal Geschmackssache.
Seit dem Firmwareupdate für das Trackpad haben sich einige Kinderkrankheiten erledigt. Am Anfang ist das aus einem Guss gefertigte Glas-Trackpad gewöhnungsbedürftig, gerade die Gestenfunktionen sind weniger intuitiv als erwartet. Hat man den Dreh einmal heraus, erweist es sich aber als durchaus praktische Möglichkeit, mit Vier-Finger-Bewegungen die Expose-Funktionen zu nutzen. Gerade dann, wenn man die F-Tasten für andere Funktionen benötigt. Ein wenig ungewohnt ist die optisch nicht erkennbare Taste am unteren Rand dann, wenn man auch die Rechtsklick-Option aktiviert und genau beachten muss, an welchem Rand der Unterkante man klickt.

Display
Viele meckern darüber, ich finde es hervorragend: Das neue Display ist, was Farbqualität angeht, wirklich unschlagbar. Extreme Spiegeleffekte lassen sich vermeiden, wenn man die Displayhelligkeit insgesamt höher stellt. Im Vergleich zum alten MacBook ist die maximale Helligkeit übrigens etwas höher. Ich habe einmal aus Versehen die Helligkeit auf höchste Stufe gestellt, dabei haben mir schon nach wenigen Sekunden die Augen geschmerzt… Sicherlich ist das Display mit Glasscheibe noch hochglänzender als das bisherige Glossy Display, mit den entsprechenden Einstellungen sind die Spiegelungen aber in einem relativ geringen Rahmen.
Und wo wir gerade beim Rahmen sind: Erfreulich ist auch der schwarze Displayrand, der das Display selbst noch schöner vom sonstigen Umgebungshintergrund abgrenzt.
Etwas verdutzt und vor allem verstört war ich zu Beginn, als das Display ab und an mal flackerte, wenn ich es bewegt habe. Grund dafür war kein Defekt, sondern die automatische Helligkeits-Anpassung, die sich an den Lichtverhältnissen der Umbegung orientiert.

Rechnerleistung und Grafikkarte
Zwar hat das kleinere der Alu-MacBooks direkt mal 0,4 GHz weniger als mein altes weißes MacBook, das merkt man im Betrieb nur wenig. Grund: Der mit 1066Mhz schnelle Frontside-Bus (die weißen Modelle hatten bzw. haben nur 800MHz). Während bei Nutzung von Flash-Inhalten früher schon nach kurzer Zeit der Lüfter rödelte, dauert es nun ziemlich lange, um den Rechner aus dem Konzept zu bringen. Einzig und allein der Arbeitsspeicher ist es momentan, der das System ab und an mal zum Stocken bringt. Vielleicht sollte ich das Gerät doch langfristig gesehen mal auf 4GB RAM erweitern.

Umbaumöglichkeiten
Bei meinem Wechsel vom weißen MacBook auf das neue Unibody-Modell war eines direkt zu Beginn eine wichtige Frage: Bekomme ich meine Festplatte inklusive des bestehenden Systems direkt wieder zum Laufen? Die Antwort ist: Jein. Der Festplattentausch lief dank neuer Bauart ziemlich einwandfrei und vor allem einfach. Lediglich 5 Schrauben musste ich lösen und hinterher wieder festschrauben, um meine alte 320GB-Platte einzubauen.
[inspic=1954,,fullscreen,435]
Problematischer war es da schon mit dem bestehenden Betriebssystem: Da das System bei der Installation auf die bestehenden Hardwarekomponenten zugeschnitten wird, musste ich über die Funktion “Archivieren und Installieren” von der System-DVD gehen, um das System neu zu installieren und in kurzer Zeit das System wieder in Gang zu bekommen.
Insgesamt ist der Tausch von Akku, Festplatte und Arbeitsspeicher vergleichsweise einfach. Apple hat es offenbar endlich eingesehen, dass die User das selbst machen wollen.

Fazit
Lohnt sich das neue MacBook? Ich würde sagen: Klares Ja, trotz des vergleichsweise hohen Einstiegspreises. Allein das Gehäuse ist viel wert, wenn man auf Stabilität Wert legt.

Wer erst vor einigen Monaten ein weißes Modell gekauft hat, der sollte es sich schon sehr stark überlegen, ob er wechselt. Leistungstechnisch liegt das alte mittlere MacBook in etwa auf Höhe des kleineren Alumodells, sieht man mal vom besseren Grafikchip ab. Wer aber gerade darüber nachdenkt, ein neues Notebook zu kaufen, dem kann ich das neue Unibody-MacBook wärmstens ans Herz legen.

Ich hoffe sehr, dass dieses MacBook diesmal nicht so eine Montagsproduktion ist wie mein altes, das nach nur sieben Monaten den Weg in die ewigen Jagdgründe angetreten hat. Zumindest meine bisherigen Gehäuseprobleme haben sich nun auf jeden Fall erledigt.
[nggallery id=541]
5/5Testurteil: 5/5 Macs
Bezeichnung: MacBook 13″
Hersteller: Apple
Preis: 1199 bzw 1499€

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 19 Kommentar(e) bisher

  •  Thomas sagte am 29. November 2008:

    Hallo Kathrin,

    toller Artikel, sehr schöne Bilder. Du schreibst, daß das Mac OS gerätespezifisch angepasst wird bei der Installation. Das stimmt so nicht ganz. Normalerweise kann man Festplatten problemlos von Gerät zu Gerät wechseln, da das OS immer vollständig installiert wird und die jeweils benötigten Extensions dann beim Booten geräteabhängig lädt. Konnte in diesem Fall nicht funktionieren, da das “alte” OS vom MacBook weiß noch nichts vom MacBook Alu mit seinem neuen Chipsatz etc. wusste. Die Alu MacBooks werden mit einem speziellen Build von OS X ausgeliefert, der auch die entsprechend benötigten neuen Treiber beinhaltet.
    Wenn du die Festplatte z.B. jetzt wieder in dein weisses MacBook steckst, funktioniert es einwandfrei.

    Antworten 
  •  kg sagte am 29. November 2008:

    @Thomas Ja, so in dem Sinne war es an sich auch gemeint. Ich war nur ganz perplex, als ich die alte Platte in das neue MacBook einsetzte und es nicht mehr tat als in regelmäßigen Abständen neu zu startet anstatt ein System zu booten…

    in das weiße MacBook wieder einbauen wird leider nichts- das musste ich praktisch direkt nach Erhalt dieses Modells wieder zurückschicken.

    Antworten 
  •  Manuel sagte am 29. November 2008:

    was hatte denn dein weisses macbook mein mac book pro 15″ ist auch noch nicht so alt und hat leider keinen defekt aber für ein neues 15″ würde ich das schon gern herbeiführen ;) wenn ich dann nen neues bekomme :)

    Antworten 
  •  kg sagte am 29. November 2008:

    @Manuel ich habs sicher nicht absichtlich kaputt gemacht, nach und nach haben sich verschiedene Bauteile von selbst zerlegt (erst Topcase, dann Grafikkarte, dann noch das SuperDrive), und nach dem dritten Defekt ließ sich Apple endlich dazu hinreißen, mir ein neues zuzusprechen.

    Antworten 
  •  Jürg Hölzle sagte am 29. November 2008:

    Ich besitze seit kurzem ein Alu-MacBook und bin sehr zufrieden damit. Früher besass ich ein MacBook Pro 15*, aber das ist mir zu schwer. Das alte weisse MacBook war mir zu schwachbrüstig und zu schmutzanfällig.

    Den FireWire-Anschluss vermisse ich etwas, aber ich kann damit leben. ich vermute, dass Apple via USB/Airport wohl auch bald mal Lösungen à la Target-Disk etc anbieten wird?

    Antworten 
  •  Reza sagte am 29. November 2008:

    @Manuel
    soweit ich weiss, heisst der hersteller APPLE und nicht “wünsch dir was”… ;-) ob so oder so, ich als neuer stolzer mac user, habe in allen mac foren was dazu gelernt: die leute schreiben nur dann etwas, wenn sie was zu bemängeln haben… (zumindest häufiger) daher finde ich es klasse, da du kein defekt postest, sondern dir lediglich “laut” gedanken um ein alu mac machst ;-)) Ps.: super artikel, danke, hat spass gemacht sich da durch zu lesen…

    Antworten 
  •  willyman sagte am 29. November 2008:

    Ja ein sehr zutreffender Artikel. Ich habe vergangenen Samstag, den 22.11. meiner Tochter das 2.0 Hz Modell zum runden Geburtstag geschenkt und sie so zur Switcherin gemacht. Leider hat das eine Macke, weil es nur selten aus dem Schlafmodus aufwacht und dann auch nur mit der Ein-/Ausschalttaste, die man etwas länger drücken muss, aber kurz genug damit man das Teil nicht ganz ausschaltet.
    Wenn einem dieses komplizierte Manöver gelungen ist, dann legt sich zuerst ein schleierartiges Bild mit einer Zählleiste über den Bildschirm (ähnlich der Pegelanzeige in der Systemeinstellung TON) und wenn alle Zähler durchlaufen sind, wird der Monitor wieder klar und hell und man kann weiter arbeiten. Ein Anruf bei der Hotline von MacCare brachte natürlich auch kein Ergebnis. (Die Story ist natürlich Wasser auf die Mühlen ihres Freundes, eines überzeugten M$-Users)

    Antworten 
  •  Starcolm sagte am 29. November 2008:

    sehr netter artikel :) ich spiele immernoch mit dem gedanken mein weißes macbook 2.16ghz gegen das neue 2.4er auszutauschen und kann daher erfahrungsberichte immer gut gebrauchen :)

    kleine fehler:
    “Wie schon zu Beginn gesagt bestehen die neuen MacBook aus stabilen und dennoch leichtem Aluminium.”
    “Leistungstechnisch liegt das alte mittlere MacBook in etwa auf Höhe des kleineren Alumodells, sieht man mal von der besseren Grafikkarte ab.” (im macbook steckt keine grafikkarte sondern nur ein chip… für eine grafikkarte muss man schon tiefer ins portemonaie greifen und das macbook pro kaufen)

    Antworten 
  •  Manuel sagte am 29. November 2008:

    ich hatte nie gesagt das du das mit absicht gemacht hast das war eher ironisch gemeint ! @starcolm, wo denn austauschen lassen ? ;) denke apple wird keinen alt gegen neu service anbieten oder ?

    Antworten 
  •  markus sagte am 29. November 2008:

    Man kann sich meines Wissens nach erst dann ein neues Gerät aussuchen bzw. das Geld fordern, wenn zwei Reparaturen innerhalb der Garantie missglückt sind.

    Habe ich das richtig in Erinnerung?

    Antworten 
  •  Manuel sagte am 29. November 2008:

    ja das steht irgendwo im handelsgesetz wenn der gleiche defekt zweimal repariert wurde und beim drittem mal auftritt muss der händler das gerät austauschen oder du kannst den kaufvertrag rückgängig machen laut gesetz kann man auch noch auf die in der zeit entstandenen zinsen bestehen wenn das gerät ständig in reperatur war. wichtig ist nur das man den austausch direkt bei dem händler macht und nicht z.b. bei gravis kauft und dann bei apple direkt einschickt dann zählt das nicht weil der händler keine chance hatte den fehler zu beheben und mit apple kein kaufvertrag besteht. wenns doch passiert ist es kulanz. aber gravis sowie auch apple ist sehr kulant in der regel wenn man nicht unverschämt ist und zum richtigen verkäufer geht ;)

    Antworten 
  •  kg sagte am 29. November 2008:

    @Starcolm danke für die Hinweise, habe ich gerade mal abgeändert.

    In meinem Fall war es mit dem alten MacBook so, dass ich erst lediglich Topcase und Display tauschen lasen musste, dabei hat sich leider das Logic Board auch noch zerlegt. Beim zweiten Mal, gerade mal zwei Wochen danach, war das Inverterboard kaputt. Die dritte Reparatur wäre eine Woche nach der Präsentation der neuen MacBooks wegen des kaputten SuperDrive und Rissen überall im Gehäuse fällig gewesen, woraufhin ich dann doch mal bei AppleCare angerufen habe, wie das mit einem Austausch aussieht. Hatte schon Befürchtungen, dass Apple mir vorwirft, ich hätte das absichtlich gemacht, weil ja gerade die neuen herauskamen ;-)

    Antworten 
  •  Sascha sagte am 29. November 2008:

    Ich habe auch ein MB der alten Version und schon 2 mal ist das Topcase an der gleichen Stelle gerissen. Das passiert so alle 3 Monate (im Dez. wäre der 3 Monat wieder rum).

    Toller Artikel, schön mal was positives zu hören :-)

    @ willyman: das was du beschreibst ist der hybernate Modus (geht mit Tools wie dem “deepsleep” widget). Ist also ein Softwarefehler.

    Vielleicht setzt du einfach mal dein System neu auf.

    Antworten 
  •  Gunnar sagte am 30. November 2008:

    Die Abdeckung sieht ja aus wie ein iPod/iPhone von unten. ;)

    Antworten 
  •  ds sagte am 13. Dezember 2008:

    Wie siehts denn mit der Grafikleistung aus? Ist die wirklich 5x besser?

    Antworten 
  •  Tom sagte am 17. Dezember 2008:

    Das schwarz / silberne ist nicht die Abdeckung sondern der Akku. Die Abdeckung liegt “verkehrt herum” oberhalb des Akkufachs und ist “nur” silber.

    Antworten 
  •  maximilian sagte am 20. Dezember 2008:

    Toller Artikel der hat mich überzeugt mir ein Alu MacBook 2,4 GHz zuzulegen und die tatsache das bei meinem PowerBook G4 der Superdrive defekt ist und ich bin echt zufrieden das einzige was mich wirklich stört ist das fehlende FW aber dafür hab ich mein altes PowerBook G4 17″ mit Defektem Superdrive ;)
    freu mich auf den nächsten Urlaub frag mich wie sich da das Gerät in der Sonne Frankreichs in unserem Ferienhaus schlägt es Spiegelt ja ziemlich :(

    Antworten 
  •  ben sagte am 4. März 2009:

    Super Artikel, Danke!
    Habe auch seit Anfang 09 ein Macbook 2 ghz! Super ding! Mit Bootcamp kann ich auf windows sogar Crysis und GTA 4 mit mittleren Einstellungen sauber laufen lassen! ;D) Nur RAM ist mit 2 GB ein bisschen mickrig…
    Werde ich aber gleich mal auf 4 GB auftunen… ;)

    Greetz bnj

    Antworten 
  •  Roman sagte am 8. März 2009:

    Zum DIsplay: Hast Du einmal die Displays vom MacBook und MacBook Pro nebeneinander verglichen? Das ist wirklich noch ein ganz schöner Unterschied — beim MacBook kommen die Farben, gerade im dunkleren Bereich und schwarz ziemlich verwaschen daher… also nicht wirklich “unschlagbar, was die Farbqualität angeht”.

    Antworten 

Kommentar verfassen

 0  Tweets und Re-Tweets
       0  Likes auf Facebook
         0  Trackbacks/Pingbacks
          Werbung
          © 2006-2013 MACNOTES.DE. Made with insanely great for all things Mac. Apple.de