Review: 28. Dezember 2008,

GTI Club+ im Test: auf der PS3-Überholspur

GTI Club+
GTI Club+

Über das PlayStation Network vertreibt Konami eine aufgepeppte Variante eines Arcade-Racers namens GTI Club. Im Jahr 2008 erhällt das Rennspiel ein „Plus“ an Optik und soll an die guten alten Zeit anknüpfen. Der Klassiker geht also in hochauflösendem Gewand neu an den Start und kriegt das Etikett GTI Club+. Ob der Arcade-Stern nur schimmert oder strahlt, lest ihr in unserem Testbericht.

In GTI Club+ fährt man mit derzeit fünf verschiedenen Autos: Austin Mini Cooper, Renault 5, Fiat A112 Abarth, Lancia Delta und VW Golf GTi. Das Gaspedal durchdrücken können die Spieler auf Strecken an der Cote d’Azur. Auf den ersten Blick bieten die kleinen Rennautos viel Charme. Auf der Piste selbst geht es mit den Straßenrennern flott zu Werke. Realismus wie bei Gran Turismo sucht man hier vergeblich. Und ganz so rasant wie vielleicht in Ridge Racer fühlt sich das Rennspiel dann ebenfalls nicht an. Trotzdem hat man als Fahrer das Gefühl schnell unterwegs zu sein. Das liegt nicht zuletzt an der Tatsache, dass man gegen die Uhr fährt. Landet man nicht schnell genug am nächsten Checkpoint, hat man schon verloren.

Viele Wege und viele Spieler

Die Strecken sind daraufhin angelegt, dass man an manchen Stellen ebenfalls eine Abkürzung fahren kann. Manch vermeintlicher Schleichweg führt jedoch nicht immer zum gewünschten Erfolg. Neben dem schnellen Spiel oder einer Meisterschaft können wir online gegen menschliche Gegner antreten. Diese Option ist durchaus sinnvoll, weil sie Langzeitfreuden verspricht, vor allem wenn man sich auf den ewigen Ranglisten wiederfindet und einen der Ehrgeiz packt.

Niedliche Optik

Die Grafik von GTI Club+ ist in der Tat keine Pixelgrafik mehr aus 8- oder 16-Bit-Zeiten. Die Texturen sind ordentlich aber bei weitem nicht herausragend. Die Umgebung ist niedlich gestaltet, aber keineswegs beeindruckend. Wer eine vorbeifahrende Eisenbahn oder ein schwankendes Bot im Hafenbecken mit der Tiefe und weitläufigkeit von Panoramen aus Spielen wie PURE oder Motorstorm vergleicht, merkt schnell, warum GTI Club+ eben keine Vollpreisspiel ist. Für 14,99 Euro ist es über das PSN zu erwerben (bis 30. Januar allerdings noch zum Einführungspreis von 12,99 Euro).

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Fazit

Das Spiel hat trotz leichtem Arcade-Feelings, das vor allem im Rennen mit anderen online aufkommt zu wenig Substanz, um auch langfristig an die Konsole zu binden. Die Grafik ist zwar aufpoliert, doch wirkt sie stellenweise genau so. Ein Schadensmodell hätte dem Spiel gut zu Gesicht gestanden. Denn Spiele wie Destruction Derby aus den 90er Jahren setzten ebenfalls auf den Spaßfaktor und konnten diesen mit Schadensmodell erreichen. Der Soundtrack von GTI Club+ ist ebenfalls ordentlich, wird aber nach langer Spielzeit ein wenig fad. PURE auf der XBox 360 beispielsweise bot dem Spieler an, seinen eigenen Soundtrack von der Festplatte der Konsole zu laden.

Man merkt, dass in GTI Club+ einiges erreicht wurde, gleichzeitig aber noch viel Luft nach oben vorhanden ist. Ein wenig davon möchte Konami dann auch ausfüllen. Zumindest bei der Präsentation auf der Games Convention in diesem Jahr, auf der unsere Redaktion ebenfalls zu finden war, sprach man bereits von AddOns. Während der Mini Cooper ja schon zur Grundausstattung gehört, können wir eventuell noch einen Nachtmodus oder Regenwetter erwarten. Alles Elemente, die das Spiel nachträglich noch aufwerten können. Gesetzt den Fall sie bleiben kostenlos. Denn der jetzige Verkaufspreis bildet meinem persönlichen Empfinden nach noch kein adäquates Preis-Leistungsverhältnis ab.



GTI Club+ im Test: auf der PS3-Überholspur
4,06 (81,18%) 17 Bewertungen

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