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Veröffentlicht am  28.12.08, 14:24 Uhr von  

Test: MacBook Pro 15″

MacBook ProSeit der Ankunft meines neuen MacBook Pros sind einge Wochen vergangen. In dieser Zeit hatte ich die Gelegenheit das Gerät auf Herz und Nieren zu prüfen. Insbesondere der mit Glas verspiegelte Bildschirm musste seine Eignung beweisen. Soviel vorab: Die Spiegelungen sind weniger schlimm als man nach den ersten Berichten befürchten musste, jedoch gibt es durchaus Situationen in denen die Reflexionen störend sind. Doch der Reihe nach.

Holpriger Start
Das Gerät wurde direkt nach der Vorstellung am 14. Oktober von mir bestellt. Zumindest in Deutschland hatte Apple aber die ersten Wochen massive Lieferschwierigkeiten, so dass das MacBook Pro erst knapp 4 Wochen später geliefert wurde.

Bei der Inbetriebnahme verweigerte das Superdrive-Laufwerk zunächst seine Arbeit und ich sah bereits den ersten Garantiefall meiner langen Apple-Geschichte bevorstehen. Ein Blick in den Apple System Profiler ergab, dass es scheinbar gar kein Laufwerk im Rechner gab, was entweder auf einen kompletten Hardware-Defekt oder ein lockere Kabel hinwies. Ein Versuch war es wert und die Entfernung der Bodenplatte ergab sofort die Fehlerursache. Der Stecker zwischen Laufwerk und Motherboard war nicht verbunden. Nach Beseitigung dieses offensichtlichen Qualitätsproblems funktionierte alles wie erwartet.

Technische Daten
Das Testgerät ist mit einer 2,53GHz schnellen Penryn-Doppelkern-CPU ausgestattet. Damit ist es unwesentlich schneller als das MacBook Pro welches wir im April getestet haben. Im Unterschied zum alten Modell ist der Frontside-Bus über den die 4GB RAM angebunden sind aber mit 1066MHz geringfügig schneller getaktet, was zumindest bei Anwendungen die auf hohen Datendurchsatz angewiesen sind zu kleinen Geschwindigkeitszuwächsen führen sollte. Zudem setzt Apple beim RAM jetzt auf den DDR3-Standard, der eine etwas geringere Leistungsaufnahme als der Vorgänger DDR2 hat.

Daten speichert das MacBook Pro standardmäßig auf einer 320GB großen Festplatte. Optional stehen im Apple Store auch ein 500GB-Modell bzw. eine 128GB SSD zur Verfügung. Wer sich aktuell noch nicht entscheiden kann, kann die Festplatte später jederzeit einfach austauschen, da sie nach Entfernen des Akkudeckels sofort zugänglich ist. Als DVD-Laufwerk verbaut Apple ein 8-fach Superdrive. Blu-Ray-Unterstützung lässt weiter auf sich warten und ist auch nicht als Option verfügbar.

Erstmals seit dem Umstieg auf Intel-CPUs verbaut Apple in seinen Rechnern wieder einen Chipsatz der nicht von Intel kommt. Wie beim MacBook setzt Apple beim MacBook Pro auf den Geforce 9000 Chipsatz von Nvidia. Dieser verfügt über den im Vergleich zur Intel-Chipsatzgraphik recht leistungsfähigen Graphikchip 9400M GT, der mit seinen 16 Shader-Einheiten auch Nvidias CUDA unterstützt. Zusätzlich verbaut Apple noch eine Nvidia 9600GT mit 512MB Graphikspeicher. Damit ist das MacBook Pro Apples erstes Dual-Graphik-fähiges Notebook. Allerdings kann Leopard die Graphikkarten noch nicht parallel nutzen und ein Umschalten zwischen beiden GPUs ist ohne Aus- und Einloggen nicht möglich. Abhilfe wird hier wohl erst Snow Leopard schaffen, welches Mitte nächsten Jahres erwartet wird. Das LED-beleuchtete Glossy-Display zeigt 1440×900 Punkte an.

Anschluss sucht das MacBook Pro über einen Gigabit-Ethernet-Port, zwei USB-Anschlüsse, einen Mini-Display-Port und einen ExpressCard-Slot. Im Gegensatz zum MacBook verbaut Apple auch noch einen Firewire 800 Anschluss. Der Audio-Ein- und Ausgang erkennt auch optisch-digitale Kabel.

Design aus einem Guss
Bei den neuen MacBook Pros hat Apple die für das MacBook Air entwickelte Fertigungstechnik übernommen. Die Unterschale des Notebooks wird aus einem Stück Aluminium ausgefräst. Dadurch wird das Gehäuse extrem stabil und verwindungssteif. So ist es möglich das Gerät nur an einer Ecke anzuheben, ohne das sich das Gehäuse verbiegt. Die Unterseite wird durch zwei Bodenplatten verschlossen. Unter der größeren, welche von 6 Schrauben gehalten wird, verbergen sich u.a. die RAM-Steckplätze. Die kleinere wird durch einen Verriegelungsmechanismus gelöst und legt dann Akku und Festplatte frei. Die Spaltmaße für die Platten sind erfreulich gering und gleichmäßig.
[nggallery id=591]In den Bodenplatten sind große Plastikfüße eingelassen. Diese wirken wesentlich stabiler und haltbarer als die Minifüßchen älterer Generationen, bieten aber auf glatten Oberflächen einen weniger sicheren Halt. Da der Akku unter der Bodenplatte verschwindet, hat Apple die Statusanzeige kurzerhand an die linke Seite neben den ExpressCard-Slot verlegt. Das ist zudem praktischer als das Notebook jedesmal auf den Rücken zu legen.

Bei der Tastatur verbaut Apple bewährtes Material und lehnt sich an die vom iMac bekannte Alu-Tastatur an. Der Druckpunkt ist gut und die Tasten haben einen sehr leisen Anschlag. Durch die glatte Oberfläche werden sie aber schnell schmierig. Die Tasten werden von der von der älteren Generation bekannten Hintergrundbeleuchtung erleuchtet.

Das Glossy-Display wird wie beim iMac von einer stark spiegelnden Glasscheibe bedeckt. Rund um das Display herum gibt es einen schwarzen Rand. So schaut das MacBook Pro im aufgeklappten Zustand ein wenig wie ein iMac aus.

Display
Das Display stellt 1440×900 Pixel dar und verfügt über einen sehr großen Blickwinkel. Die LED-Beleuchtung ist sehr hell und homogen. Hinter der Glasscheibe versteckt sich ein Glossy-Bildschirm, der für knackigere Farben und einen höheren Kontrast sorgen soll.
[nggallery id=592]Bedenklich ist die Glasscheibe über dem Display. Der schwarze Rand spiegelt permanent und sorgt immer wieder für Störungen. Selbst in dunklen Räumen mit voller Display-Helligkeit verschwinden die Spiegelungen auf dem Display nicht immer völlig. obald dunkle Flächen angezeigt werden, beispielsweise bei Spielen, Fotos und Filmen, aber auch als Hintergrund einiger Anwendungen, sind deutlich konturierte Spiegelbilder unvermeidbar. Damit scheiden die MacBook Pros für einige Pro-Anwender bereits wegen des Displays aus.

Fingerfertigkeiten
Ein unbestrittenes Highlight der neuen MacBook-Pro-Reihe ist das Multitouchtrackpad. Getreu Apples Minimalismusanspruchs wurde die Trackpad-Taste weggelassen und stattdessen das gesamte Trackpad zur Taste gemacht. Das das Trackpad komplett aus Glas gefertigt ist sieht man ihm nicht an, aber die Haptik ist hervorragend. Bis etwa zur Mitte des Trackpads funktionieren Klicks sehr gut, darüber benötigt man schon etwas Kraft, da der Hebel natürlich immer kleiner wird. Damit das Trackpad Klicks mit dem zweiten Finger oder Daumen nicht als Multitouch-Geste interpretiert, hat Apple oben und unten einen ca. ein Zentimeter breiten Streifen von der Erkennung von solchen Gesten ausgeschlossen.
[nggallery id=593]Alle auf dem Trackpad ausführbaren Gesten werden mit einem kurzen Video in den System-Einstellungen erklärt. Neu hinzugekommen ist eine 4-Finger-Geste zur Steuerung von Exposé. Insgesamt macht das Trackpad eine Maus im Alltagsbetrieb schnell vergessen. Es beeindruckt vor allen Dingen durch seine Größe. Andere Trackpads kommen einem anschließend wie eine Briefmarke vor.

Akkulaufzeit
Die Akkulaufzeit von Apples Mobilrechnern hat sich seit Jahren kaum geändert und wird von Apple immer mit ca. 5 Stunden angegeben. Auf dem Papier soll das MacBook Pro auch 5 Stunden abseits der Steckdose arbeiten können. In der Realität ist dieser Wert allerdings nur sehr schwer bei minimaler Displayhelligkeit und abgeschaltetem WLAN zu erreichen.

Mit einer Akkufüllung spielte das MacBook Pro immerhin eine komplette 2 1/2 Stunden dauernde DVD ab und verfügte dann noch über etwas Restlaufzeit. Beim Mix von verschiedenen Tätigkeiten (Texte Schreiben, Surfen, Musik hören usw.) hielt das Notebook immerhin über 4 Stunden durch. Die Displayhelligkeit war auf mittlere Stufe eingestellt und das MacBook Pro arbeitete nur mit der Chipsatzgraphik. Aktiviert man die Graphikkarte, geht die Laufzeit spürbar um ca. 30 Minuten zurück.

Das das MacBook Pro insgesamt recht sparsam mit dem Strom umgeht, merkt man an der Geräusch- und Wärmeentwicklung. Zwar laufen die Lüfter permanent mit knapp 2000 Umdrehungen, sind aber nur bei absoluter Stille zu hören. Erst bei 3000 und mehr Umdrehungen hört man ein Summen. Insgesamt drehen die Lüfter erst sehr spät und nur nach langer Maximalbelastung des Rechners hoch. Insgesamt wird der Rechner an der Unterseite angenehm warm, Verbrennungsgefahr besteht allerdings nicht.

Performance
Die Performance des MacBook Pros liegt in etwa auf dem Niveau des Vorgängers. Der Prozessor ist zwar mit 300MHz mehr getaktet und der Frontside-Bus ist auch schneller geworden, aber in der Praxis machen sich diese Steigerungen nicht bemerkbar. Xbench liefert fast identische Ergebnisse, die eher in der Streuung als in einer echten Performance-Steigerung begründet sind.

Insgesamt bietet das MacBook Pro genügend Rechenleistung für alle Lebenslagen. Interessant dürfte es sein, das Gerät mal mit einer SSD zu testen, denn viele Verzögerungen liegen nicht an mangelnder Rechenpower, sondern an einer langsamen Festplatte.

Fazit
Das Re-Design der MacBook-Pro-Serie ist Apple gelungen. Das neue Design lässt den Vorgänger fast schon altbacken ausschauen. Die Unibody-Fertigungstechnik macht das Gerät nicht nur zu einem der dünnsten 15″-Notebooks, sondern auch zu einem der stabilsten. Weniger gelungen ist das Glas-Display. Wie schlimm die Spiegelungen bei den Displays sind muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden. Schade ist, dass Apple hier keine Matt-Option anbietet und Funktionalität klar dem Design unterordnet.

Beim Innenleben hat Apple das MacBook Pro auf aktuelle Standards aktualisiert. Größere Änderungen dürften bis zur Einführung der nächsten Prozessorgeneration von Intel (“Nehalem”) Mitte nächsten Jahres ausbleiben. Das Apple mit dem Nvidia 9400M und 9600M die erste SLI-fähige Graphiklösung in Macs verbaut, hat momentan keine Bedeutung, da Leopard diesen Verbund nicht nutzen kann. Abhilfe wird hier erst Snow Leopard schaffen.

Insofern kann man das MacBook Pro als Investition in die Zukunft betrachten. Leistungsmäßig liegt es auf dem Niveau des Vorgängers. Für Besitzer dieses Geräts besteht also kein Upgrade-Bedarf. Für Besitzer älterer Modelle könnte ein Upgrade durchaus interessant sein, denn das Multitouch-Trackpad und die LED-Beleuchtung des Displays sind ein echter Mehrwert.

4/5Testurteil: 4/5 Macs
Bezeichnung: MacBook Pro
Hersteller: Apple
Preis: ab 1799 Euro

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 17 Kommentar(e) bisher

  •  Suddenstriker79 sagte am 28. Dezember 2008:

    Der Test ist gut geschrieben und inhaltlich hilfreich. Aber die Fotos sind ein NoGo. Hast Du das mit einem iPhone fotografiert.
    Also für die erste Seite sollten es doch bessere Fotos sein.
    MfG Sudden

    Antworten 
  •  Bill Gates sagte am 28. Dezember 2008:

    Die Spiegelungen sind weniger schlimm als man nach den ersten Berichten befürchten musste…

    Der schwarze Rand spiegelt permanent und sorgt immer wieder für Störungen.

    Was den nun?

    Antworten 
  •  funnymatze sagte am 28. Dezember 2008:

    Finde die Fotos jetzt nicht so schlecht! Nach der Spiegelung im Display zu beurteilen ist es ne ganz normale Kompakt-Digicam!

    Antworten 
  •  Blizzart sagte am 28. Dezember 2008:

    Wirklich schöner Testbericht, aber 2 Fragen habe ich noch:
    1. Bei meinem alten MBP kann ich auch direkt auf dem Trackpad klicken. Zwar ist bei meinem ja noch nicht dieser neuartige Klickmechanismus verbaut, aber ein Tippen wird auch als Klick erkannt. Funktioniert das beim neuen Modell auch noch? Zumal du ja schreibst, dass im oberen Teil des Trackpads das “normale” Klicken schwierig wird, da der Hebel zu kurz ist.
    2. Du schreibst, dass im oberen Teil des Trackpads etwa ein 1cm breiter Streifen von der Erkennung von Gesten ausgeschlossen ist. Hier habe ich den Sinn nicht ganz verstanden. Könntest du evtl. mal anhand eines Beispiels erklären, wo der Vorteil davon liegt.

    Das sind jetzt vielleicht blöde Fragen, aber wenn ich nicht frage, verstehe ich das nie. Und ich will ja nicht dumm sterben ;-)

    Antworten 
  •  ml sagte am 28. Dezember 2008:

    @Blizzart: Tap-Clicks (mit dem Finger auf das Trackpad tippen) funktionieren natürlich immer noch. Zu deiner zweiten Frage: viele Leute lassen aus Gewohnheit einen Finger auf dem Trackpad ruhen. Dadurch kann es fehlerhafter Weise zur Erkennung von Gesten kommen. Daher gibt es diese Zonen. Ein Finger der dort liegt wird nicht für die Erkennung von Gesten benutzt.

    Antworten 
  •  MalNachdenken sagte am 28. Dezember 2008:

    Netter Testbericht, der irgendwie in großen Teilen stark von anderen Berichten abgeschrieben worden zu sein scheint. Schade, denn ich hätte nach der nun schon längeren Zeit nach erscheinen etwas mehr Praxiseindrücke erhofft.
    Zu den Foto kann ich meinen Vorrednern nur Recht geben. Wer solche Bilder in einem Testbericht zeigt, wertet den ganzen Bericht auf Low-End-Niveau ab. Dann sollte man es lieber gleich bleiben lassen.
    Mein Fazit: Ein nett zusammenkopierter Bericht mit äußerst schlechten Bildern. Er vermittelt insgesamt den Eindruck, dass hier eher die Zwischen-Den-Jahren-Langeweile des Autors etwas gemildert werden soll, als fundierte tiefe Info’s zu vermitteln.

    Antworten 
  •  Blizzart sagte am 28. Dezember 2008:

    @ml: Danke.

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  •  Tice sagte am 28. Dezember 2008:

    Schöner Bericht. Deckt sich mit meinen Erfahrungen bis auf das lose Laufwerk. Ein rundum gelungenes Gerät, das leider durch den echten Mangel des “glanz-ist-trendy” Displays für DVD ansehen und Bildbearbeitung für mich ausfällt. Schade, fühlt sich an wie beim iPhone – tolles Gerät, nur leider zu teure Tarife und bei der Telekom.

    Die Fotos sind doch OK, nur den orange-Farbstich sollte man entfernen: http://blog.tice.de/beitrag.php?file=2008_12_05_1843 ; )

    Antworten 
  •  nirfx sagte am 28. Dezember 2008:

    Bei den Bildern einfach mal nen manuellen Weissabgleich ;-) Kann nachträglich auch fast jedes photo-tool

    Antworten 
  •  knruff sagte am 28. Dezember 2008:

    “…So ist es möglich das Gerät nur an einer Ecke anzuheben, ohne das sich das Gehäuse verbiegt…”

    Also das kann man schon seit den Ti-PowerBooks machen – nichts Neues! Im Gegenteil, es gibt Berichte nachdem sich die Portöffnungen z.B. Ethernet nach solchen Aktionen verbiegen.

    Antworten 
  •  Simón sagte am 28. Dezember 2008:

    Ich hätte da auch mal ne Frage…
    Nach den technischen Daten von Apple hat die 2,53 Ghz Version einen 6 MB L2 Cache (statt 3 MB beim Vorgänger und beim jetzigen 2,4 Ghz Modell). Merkt man da nen Unterschied? Danke
    Ansonsten guter, sachlicher Testbericht!

    Antworten 
  •  dreyfus sagte am 28. Dezember 2008:

    Also, ehrlich gesagt, ein “Pro” MacBook in dieser Preisklasse, dass mit losem Kabel und einem Display kommt, dass für die meisten “Pro”-Aufgaben nicht brauchbar ist, verdient für mich keine 4/5 Macs. Wenn ich selbst Kabel verlegen will, tut es auch der Ramsch, der ein Drittel kostet.

    Ich habe es selbst im Laden ausprobiert und möchte noch hinzufügen, dass es praktisch unmöglich ist, dass Display zu neigen, ohne Fingerabdrücke zu hinterlassen, selbiges bei leichter Neigung von selbst zuklappt und am Schlimmsten: Die Tastatur ist ein Milleniumrückschritt – kein klarer Druckpunkt, viel zu wenig Hub… für Blindschreiber ein komplettes Fiasko. Die alte MBP Tastatur konnte mit den Besten mithalten (also den Thinkpads) – das hier ist Konsumentenmüll zum Pro-Preis und gut aussehen tut es auch nur, solange es geschlossen ist – der schwarze Displayrahmen ist eine Designsünde (als erstes im Designstudium gelernt: Wenn dir gar nichts einfällt, dann mach einen Rahmen). Der Mini-Displayport ist ein echtes Problem, neben DRM-Müll bringt er wahnsinnige Kompatibilitätsprobleme und Mehrkosten (für 30″ CD, nomales EIZO Display und Projektor brauche ich Adapter für insgesamt 140,- EUR und darf bloss keinen je vergessen). Als krönenden Abschluss (besonders für Designer und Fotografen) vergisst OS X beim Anschluss externer Displays über Displayport Farbprofile (wiederholt getestet, es funktioniert einfach nicht und der Apple Support kennt das Problem, kann aber noch nichtmal eine Lösung in Aussicht stellen). Alles zusammengenommen, ist das verbleibende 17″ Modell Apple’s letztes “Pro”-Gerät und danach ist wohl Schluss.

    Antworten 
  •  ml sagte am 28. Dezember 2008:

    @dreyfus: Also das mit dem losen Kabel war wohl eher ein Einzelfall als ein Serienfehler. Jedenfalls sind mir keine weiteren Fälle bekannt.

    Bei der Tastatur bin ich klar anderer Meinung. Ich bin selbst Blindschreiber und komme bestens zurecht. Der Druckpunkt ist klar definiert und der Hub ist auch nicht kleiner als bei den alten MBP-Tastaturen.

    Der Display-Port ist momentan noch eher eine Investition in die Zukunft. Bis weitere Hersteller den lizenzfreien Anschluss in ihre Geräte einbauen kommt man um den Adapter-”Wahn” kaum herum. Mal etwas polemisch gesprochen könnte man behaupten, dass wenn Apple 1998 nicht das Floppylaufwerk im iMac weggelassen hätte, dann würden wir heute noch damit arbeiten. So in etwas wird es sich auch mit dem Displayport verhalten.

    Antworten 
  •  Touri sagte am 29. Dezember 2008:

    Das mit der verlegten Akku-Statusanzeige ist in meinen Augen völliger Blödsinn. Wenn ich den Status des eingesetzten Akkus wissen möchte, gucke ich oben rechts auf den Bildschirm. Die Hardware-Statusanzeige macht nur dann Sinn, wenn diese im Akku verbaut ist und mir so den Stand des Akkus vermitteln kann, ohne dass dieser im MBP eingesetzt ist – wenn man z.B. mehrere Akkus hat.

    Über den Schminkspiegel, äh das Display, ist genug geschrieben worden – so etwas geht gar nicht!

    Ich wünsche mir, dass Apple seine aktuelle MB / MBP kurzfristig überarbeitet, und uns nicht nur Design-, sondern auch arbeitstaugliche Geräte zur Verfügung stellt.

    Zur Review – die ist natürlich so geschrieben, dass, wenn ich es richtig herausgelesen habe, dem Autor gerne auch wieder einmal ein Gerät von Apple zur Verfügung stellen wird.

    Antworten 
  •  Lukas sagte am 29. Dezember 2008:

    Hallo, der Bericht verrät nichts neues, bis auf die geschichte mit dem SuperDrive ist dies leider kein wirklicher Erfahrungsbericht.

    Ich habe in das neue pro nachträglich eine SSD Platte eingebaut, und muss mit Begeisterung feststellen, dass das ein DEUTLICH merklicher Sprung nach vorn ist, selbst gegenüber der BTO 7.200 rpm Platte. Ganz abgesehen von der Geräuschlosigkeit sowie um ca. 1h gestiegene Akkulaufzeit.

    Probleme mit dem neuen pro hatte ich lediglich im zusammenhang mit Roxios Software, offenbar läuft nur Toast 9 richtig fehlerfrei.

    Antworten 
  •  Simón sagte am 29. Dezember 2008:

    @ml: Danke!

    Antworten 
  •  Tobias sagte am 26. Juni 2009:

    Hallo,
    habe das 17″ Macbook Pro und kann daher nicht über Spiegelbilder klagen (habe die matte Version) und auch der silberne Rahmen lässt das Gerät in meinen Augen noch mehr “Pro” aussehen.

    Kann aber leider bestätigen, was dreyfus über die Farbprofile sagt. Allerdings hat der Apple Support gegenüber mir sogar behauptet, dass dieses Phänomen noch nicht bekannt sei. Das finde ich eine große Pleite, wenn ich überlege, dass Apple doch in der Design-Schiene seine größten Erfolge gefeiert hat und vielleicht noch heute feiert. Der Bug wird in mehreren Foren angesprochen und ist offensichtlich schon bei den ersten Macbook Pros aufgetaucht und bis heute nicht behoben. Sooo schwer kann das doch nicht sein. Ich muss jedenfalls dauernd und mehrmals am Tag mein Profil überprüfen und hoffen, dass ich nicht mal ausversehen eine ganze Charge Bilder mit dem falschen Profil bearbeite. Sowas ist mir in der Windows-Welt nie passiert. Ich stehe auf das Macbook und würde es nicht wieder hergeben, aber dieser Fehler gehört noch vor Snow Leopard ausgemerzt.

    Grüße
    Tobias.

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