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Veröffentlicht am  6.01.09, 20:51 Uhr von  

Das neue 17″ MacBook Pro

MacBook Pro Bei seiner Keynote-Premiere durfte Phil Schiller heute ein “One more thing” präsentieren. Um 19:11 Uhr deutscher Zeit stellte er das neue 17″ MacBook Pro der Öffentlichkeit vor. In unserem Gerüchte-Checkup sahen wir bereits ein Update des beim Notebook-Event noch vernachlässigten Top-Modells kommen.

Unibody
Wie die kleineren Verwandten des 17″-Modells auch, verfügt Apples Top-Modell jetzt auch über den sogenannten Unibody, der maximale Stabilität bei kleinsten Abmaßen verspricht. So bewirbt Apple das überarbeitete Notebook auch als das dünnste und leichteste Notebook seiner Klasse. Trotz vergrößertem Akku (dazu später mehr) liegt das Gewicht noch immer unter 3 Kilogramm. Gegenüber dem 15″-Modell ist es etwas höher (+0,9mm), breiter (+2,9cm) und tiefer (+1,8cm).
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Hardware
Bei der Hardware vollzog Apple die Angleichung an den Rest der Produktlinie. Der Chipsatz wird von Nvidia geliefert und verfügt damit auch über die 9400M-Chipsatzgraphik. Zusätzlich wird noch eine Nvidia 9600MT Graphikkarte verbaut, die gerade bei Spielen deutlich mehr Leistung verspricht.

Bei den Schnittstellen legte Apple gegenüber dem 15″-Modell noch einen weiteren USB-Anschluss drauf, so dass das 17″ MacBook Pro mit einem Gigabit-Ethernet-, einem Firewire-800-, drei USB-2.0-Ports und dem Mini-Display-Anschluss daherkommt.

Neues gibt es glücklicherweise von der Display-Front zu berichten. Das LED-hinterleuchtete Display gibt 1920×1200 Pixel aus und bietet damit etwas mehr als HD-Auflösung. Optional wird es einen Anti-Glare-Bildschirm geben, welcher allerdings mit 45,01 Euro zu Buche schlägt. Man beachte die haarscharfe Kalkulation von einem Cent. Hier versucht Apple auf Kosten der Pro-Anwender, die auf einen nicht-spiegelnden Bildschirm angewiesen sind, Kasse zu machen.
[nggallery id=611]Als Festplatte bietet Apple standardmäßig ein 320GB-Modell mit 5400 Umdrehungen/min an. Wer es schneller mag kann ein Modell mit 7200 Umdrehungen/min ordern oder gleich auf die 128GB bzw. 256GB-SSD umsteigen. Wie es sich für ein Pro-Modell gehört, kommt das MacBook Pro 17″ mit 4GB RAM. Im Gegensatz zum 15″-Modell gibt Apple hier auch die Unterstützung für bis zu 8GB RAM an. Die Prozessoren sind ebenfalls alle etwas schneller getaktet als beim kleineren Bruder. Es gibt ein 2,66GHz Modell und optional eine 2,93GHz-CPU.

Ein neuer Stromspeicher
Beklagten wir in unserem Test des 15″-MacBook Pros noch, dass die Akkulaufzeiten von Apples Notebooks seit Jahren bei mehr oder weniger 5 Stunden stagnierten, so hat man sich diesen Punkt in Cupertino vorgenommen.

Nach dem MacBook Air erhält auch das 17″-MacBook Pro einen fest eingebauten Akku. Dieser ist knapp 40 Prozent größer als der Akku des Vorgängers, verfügt aber über fast 100 Prozent mehr Kapazität. Der Standardakku des 15″-Modells speichert 50 Wattstunden, der des 17″-Modells ganze 95 Wattstunden. Damit soll bis zu 8 Stunden mobiles Arbeiten möglich sein.

Erreicht wird diese Leistung durch eine neue Akkutechnik. Statt runder Zellen verbaut Apple rechteckige Zellen, die sich platzsparender und kompakter einbauen lassen. Gegenüber den alten Akkus sollen die neuen Akkus dank einer intelligenten Ladetechnik bis zu 1000 Mal aufladen lassen. Das ist bis zu 3 mal mehr als bisher. Erreicht wird das durch eine chipgesteuerte Elektronik im Akku, die den Ladestrom optimal auf die Akkuzellen verteilt.

Preise und Verfügbarkeit
Die Preise für Apples Top-Modell sind erfreulicherweise konstant geblieben und beginnen weiter bei 2499 Euro. Wer will kann dann für 1080 Euro gleich 8GB RAM einbauen lassen. Die schnellere CPU schlägt mit weiteren 270 Euro zu Buche. So kann man das Basismodell schnell auf 3849 Euro verteuern. Wem das noch nicht genug ist, der sollte einen Blick auf die 810 Euro teure 256GB SSD werfen. Bis dann das nach Wunsch konfigurierte Notebook ins Haus kommt, werden allerdings noch ein paar Wochen vergehen, denn Apple gibt die Lieferzeit noch mit 3 bis 4 Wochen an.

Fazit
Das neue 17″ MacBook Pro wird seinem Anspruch als Top-Modell wieder gerecht. Hardwaremäßig zieht es mit seinen kleineren Geschwistern gleich und geht in punkto RAM-Ausbau und Prozessorleistung sogar leicht darüber hinaus. Standards setzt es bei der Akku-Technik. Mit versprochenen 8 Stunden Laufzeit setzt das 17″-Modell neue Maßstäbe für Apples Notebooks und durchbricht nach jahrelangem Stillstand endlich die Schallmauer von 5 Stunden.

Richtig ist, dass Apple für das neue 17″ MacBook Pro auch einen Anti-Glare-Bildschirm anbieten wird. Unverständlich ist, dass diese Option zusätzliche Kosten von 45 Euro verursacht. So wird sich der Ärger vieler Benutzer nur teilweise abmildern lassen. Zudem fehlt die Option für die kleineren Modelle, denn nicht alle Benutzer wollen sich wegen eines nicht-spiegelnden Bildschirms ein 17″-Notebook kaufen.

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 8 Kommentar(e) bisher

  •  Eric sagte am 6. Januar 2009:

    Optional wird es einen Anti-Glare-Bildschirm geben, welcher allerdings mit 45,01 Euro zu Buche schlägt. Man beachte die haarscharfe Kalkulation von einem Cent. Hier versucht Apple auf Kosten der Pro-Anwender, die auf einen nicht-spiegelnden Bildschirm angewiesen sind, Kasse zu machen.

    Aber wenn man versucht zu bestellen, ist der Cent nicht gezählt :-)

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  •  ml sagte am 6. Januar 2009:

    Solche Rundungsfehler sind typisch nach der Vorstellung neuer Produkte bei Apple und verschwinden in der Regel nach einiger Zeit. Lustig finde ich es trotzdem. Daher auch der Kommentar. Und wenn der Cent bei der Bestellung nicht gerechnet wird, dann ist ja alles in Ordnung.

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  •  Markus sagte am 7. Januar 2009:

    Das Wegfallen der Akkuklappe wird wohl auch bedeuten, dass der RAM nicht mehr in Eigenregie um- oder aufgeruestet werden kann. Finde ich sehr schade.

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  •  ml sagte am 7. Januar 2009:

    @Markus: Das denke ich nicht. Bodenplatte abschrauben, RAM tauschen und Bodenplatte wieder montieren. So ist es trotz Akkudeckel auch bei den 13″- und 15″-Modellen.

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  •  HT sagte am 7. Januar 2009:

    Bei dem Preis stören mich die 45€ auch nicht. Oder hätten sie die generell für alle draufschlagen sollen? Wäre das denn gerecht gewesen?

    Guter Artikel. Sympathischer Schreibstil mit eleganten Überleitungen.

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  •  maciator777 sagte am 9. Januar 2009:

    Ich finde den 17 in Punkto Grafik wohl der Sieger bei so einer Auflösung und diese Antiglare Option. Aber das die Batterie ned auswechselbar ist, ist ein riesen Manko! Weil wenn man das Notebook mal verkaufen will, wird das den Käufer abweisend machen. Lieber frischere Akkus einbauen udn wieder volle 5 Std. haben als 8 Stunden auf eine begrenzte scheinbar längere Zeit und das ohne sie austauschen zu können ist nicht gerade die beste Idee. Ob der Glare tatsächlich stört, ist ne andere Frage. Dasselbe gilt für den Firewire, der beim 13ner fehlt. Diese kleinen unteuren Teile müssen ned unbedingt sein. mann kann auch bei einem mit Glare eine gute Grafik hinbekommen, und nicht jeder muss Firewire haben, Grüsse

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  •  mario sagte am 15. Januar 2009:

    Super Artikel erstmal an Matthias!

    Weis man schon ab wann der bessere Prozessor und der fixe Akku auch fürs MacBook Pro 15″ erhältlich sein werden?

    wollt mir vor nem halben Jahr schon ein MacBook Pro kaufen, doch dann war die Umstellung auf die neue Pro-Serie und jetzt paar Wochen bzw. Monate später die Aufrüstung des 17″-Modells, dass sich mir die Frage aufdrängt ob ich vielleicht noch warten sollte mit dem Kauf.

    Denn ich möchte mir nicht schon “wieder” einen 17″ Schlapptop kaufen müssen um beste Leistung zu haben.

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  •  ml sagte am 15. Januar 2009:

    @mario: Das 15″ verfügt bereits über den gleichen Prozessor wie das 17″ Modell. Das 17″ wurde ja jetzt erst zur Macworld aktualisiert, während die anderen Modell das Update bereits im Oktober 08 bekamen. Die nächste große Revision bei den Notebooks dürfte mit der Einführung von Nehalem Mobil-Varianten anstehen. Damit ist aber nicht vor Ende diesen Jahres zu rechnen.

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