MACNOTES

Veröffentlicht am  7.01.09, 12:42 Uhr von  rj

Kommentar: iTunes Plus, die unterschätzte Revolution

iTunesDas schöne Wort “underwhelmed” fällt aktuell im Zusammenhang mit der letzten Macworld-Keynote Apples, und tatsächlich wurden viele Hoffnungen der Gemeinde nicht erfüllt. Neben der Entäuschung über die nicht gefeatureten Mac Minis oder dem iPhone Nano gerät die Resonanz auf Apples iTunes-Revolution leider ins Hintertreffen. Dabei liegt die These nahe, dass hier eine ähnliche Unterschätzung stattfindet wie vor Jahren im Fall des ersten iPod. Einige Gründe, warum 2009 doch mit einem Knall begonnen hat, und warum wir das vielleicht erst in ein paar Jahren bemerken.

Als Steve Jobs 2001 den iPod vorstellte, war die Resonanz, nun, etwas dürftig. Ein MP3-Player, na und? – auf diese Quintessenz können viele Kommentare eingedampft werden. Die Folge war indessen der Durchbruch für Online-Musik – bis dahin haftete den Songs auf dem Datenträger der Geschmack der illegalen Kopie an. Nachdem der Rio-MP3-Player 1998 auf den Markt kam, folgte noch eine Klage der Musikindustrie gegen den Hersteller. Das ist jetzt gerade 10 Jahre her.

[singlepic id=2468 w=200 float=right] Dass die heutigen Zeiten andere sind, liegt zu einem kaum zu unterschätzenden Anteil an Apple – am iPod und am iTunes-Store. Die Parallelen zu heute sind klar. Der iPod war nicht der erste MP3-Player am Markt, ebensowenig wie iTunes der erste kopierschutzfreie Musikshop im Netz war oder sein wird. In beiden Fällen war die erste Reaktion verhalten, die mittelfristigen Auswirkungen hingegen enorm. Und in beiden Fällen war die technisch erfahrene Userschaft von der Ankündigung enttäuscht und die Masse begeistert.
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Das wiederholt sich im Augenblick. Während die Mac-Community die “langweiligste Keynote ever” beklagt, sind die weniger mac-affinen Medien bis hin zum Radio begeistert und herrschen Statements vor, die das erste große Ding seit der Compact Disc am Horizont sehen – vollkommen zurecht.

Erfahrene User wird es weitgehend kalt lassen, dass sie nun barrierefrei Musik transportieren können. Den Gelegenheitsnutzer wird die klare Ansage überzeugen, dass er nun endlich Songs kaufen kann, mit denen er anschließend anstellen kann, was ihm beliebt – von der CD fürs Auto bis zum DVD-Superlongplayer, von der Kompatibilität mit beliebigen Playern ganz zu schweigen. Obgleich iTunes mit der entsprechenden Infrastruktur eine sehr bequeme Lösung ist, darf nicht unterschätzt werden, wie viele potentielle Kunden den Einkauf dort bleiben ließen, weil trotz allem ein iTunes-Track nicht die universale Abspielbarkeit suggeriert wie eine CD.
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Es kann gar nicht überschätzt werden, wie eine Ansage in Richtung “Dort kannst einkaufen, das läuft überall” bei der großen Masse wirkt. Hand aufs Herz: wer wurde schon von technisch weniger beschlagenen Zeitgenossen gefragt, wo man im Netz seine Musik kaufen soll und musste feststellen, auch bei der iTunes-Empfehlung zunächst die vorhandene Player- und Hardwareausstattung abzufragen, anschließend das Shopping- und Abspielprinzip von iTunes zu erklären und zum Schluss noch zu erläutern, warum man besser nicht den 19-Euro-Player aus dem Mediamarkt dazu kaufen sollte?

Der Kampf gegen DRM ist so alt wie die Musik aus dem Netz. Seit gestern scheint er geschlagen: die Majors erlauben dem größten Onlineshop den Vertrieb DRM-freier Musikfiles. Apple hat es bereits verstanden, trotz Kopierschutz den iTunes-Einkauf und die Nutzung der Titel extrem einfach zu gestalten. Dem Unternehmen aus Cupertino ist zuzutrauen, das alles ohne die alten DRM-Fallstricke noch einfacher zu machen – wie man eben auch die CD im Laden kaufte, die anschließend überall lief. Um es kurz zu fassen: Seit gestern gibt es Musik via elternkompatiblem Onlineshopping. Möglicherweise läutet für die kleine Silberscheibe nun wirklich die Totenglocke. Wenn dem so ist, dann wurde der Anlass auf der gestrigen Keynote verkündet.

Wer auf die ultimative Hardware gewartet hat, mag das als wenig bedeutsam betrachten. Die Auswirkungen auf unseren alltäglichen Medienkonsum werden aber größer sein als die eines neuen Mac mini und größer als die eines Apple-Tablets. Bei weitem größer.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 35 Kommentar(e) bisher

  •  wrzlbrnft sagte am 7. Januar 2009:

    Mich hat auch gewundert dass all die Leute die immer DRM-freie Musik gefordert haben, nun so still sind. Aber so ist es halt: ist ein Wunsch erfüllt. ist man unzufrieden weil alle anderen Wünsche noch nicht erfüllt sind: neuer Mini, iphone mini etc.

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  •  bono01 sagte am 7. Januar 2009:

    Man muss aber auch erwähnen das die Musik weiterhin nur im AAC Format angeboten wird. Und das kann nunmal NICHT jeder mobile player abspielen.

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  •  björn sagte am 7. Januar 2009:

    100% Zustimmung – genauso ist es! Eine Revolution im Stillen – mit sehr lauten Auswirkungen

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  •  Stefan sagte am 7. Januar 2009:

    Endlich mal eine Zusammenfassung mit Sachverstand. Man liest ja sonst ausschließlich hirnloses Genörgel zur gestrigen Keynote.

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  •  Christopher sagte am 7. Januar 2009:

    Danke für diesen Kommentar!
    ich hatte das Genöle gestern Abend schon satt. Es bleibt doch immer noch anzunehmen, dass MacMini und iMac im Laufe der nächsten Wochen erneuert werden. Genügend Hinweise dafür gibt es und das Letzte Jahr hat genauso begonnen: vermeintlich maue Keynote und anschließend jede Woche etwas neues nie eben ohne Keynote.
    Viel interessanter wäre jedoch ein Blick oder Hinweis auf Snow Leopard gewesen. Hier kann ich die Enttäuschung der Community verstehen. – Bei der Fragen (oder dem Lechzen) nach Hardware kann ich aber nur Jammern erkennen.

    Es kommt ja noch hinzu, dass es für noch mehr Gesprächsstoff gesorgt hätte, wenn Phil anstelle von Steve Jobs eine noch größere Bombe hätte platzen lassen.

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  •  drsteino sagte am 7. Januar 2009:

    Wer AAC bemängelt hat sich sicher auf beschwert, dass eine DVD nicht im Videorecorder lief. So ist das halt, wenn es Nachfolgeformate gibt, aber die Massenhardware nicht mitzieht und immer noch das alte Zeugt baut.

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  •  Docking sagte am 7. Januar 2009:

    Die E-Mail-Adresse ist AFAIK aber leider im iTunes Plus File drin. Was soll das?
    Kommt die Musiksammlung mal unfreiwillig in die Hände andere Leute (z.B. Diebstahl des Macbooks), findet man dann wenn man Pech hat seine Musik in einer Tauschbörse.
    Es soll zwar Möglichkeiten geben die E-Mail-Adresse/Accountname ohne Qualitätsverlust zu entfernen aber wieso muss man die Adresse überhaupt in den File taggen?

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  •  altfvier sagte am 7. Januar 2009:

    Konnte man nicht durch Konvertieren in mp3 die ID killen?

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  •  Docking sagte am 7. Januar 2009:

    @altvier:
    Das sollte man lassen, da dann ein Reencodierung stattfindet – schlechtere Qualität, die nicht einzusehen ist. Schon garnicht bei den Preisen. Leider ist der Masse die Qualität völlig egal.

    Hiermit sollte es ohne Qualitätsverlust hingegen gehen: http://www.rogueamoeba.com/fission/

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  •  bono01 sagte am 7. Januar 2009:

    @drsteino:

    Ich bemängele nicht die Qualität von AAC. Ganz im gegeteil. Aber es ist nunmal eine tatsache das AAC nicht so weit verbreitet ist in mobilen abspielgeräten wie zum beispiel mp3. Und das schränkt leider immer noch viele verwendungszwecke der jetzt DRM freien Musiktitel ein.

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  •  Roman sagte am 7. Januar 2009:

    Endlich mal ein Kommentar mit Sachverstand, dem kann ich nur zustimmen! Das Genöle und Genörgel nervt gewaltig. Überhaupt finde ich, dass durch den Macworld-Ausstieg und den Vortrag durch Phil der Hype-Faktor auf eine viel angenehmere, mehr Sachlichkeit zulassende Dosis heruntergefahren wurde. Dabei geht es gar nicht um Sachlichkeit oder Begeisterung für tolle Apple-Produkte: Beides ist parallel möglich! Aber die Extreme – hysterischer Enthusiasmus einerseits, ätzendes Troll-Genörgel andererseits – gingen in den letzten Jahren doch etwas weit und gehen vielen Leuten gehörig auf die Nerven.

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  •  Almi sagte am 7. Januar 2009:

    Was zu sagen war, hast Du gesagt! Großartige Analyse.

    Danke..

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  •  altfvier sagte am 7. Januar 2009:

    @Docking
    Mir ist die Qualität auch keinesfalls egal!
    Ich würde für mich auch ned umkonvertieren eben wegen dem Verlust, mir war allerdings so, als ob ich mal irgendwo gelesen habe, dass die Möglichkeit besteht.
    Für mich stellt sich allgemein die Frage was passiert in genau dem Fall: Musiksammlung gestohlen – was geschieht mit mir, wenn meine ID in einer Tauschbörse auftaucht?

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  •  derdanie sagte am 7. Januar 2009:

    Ich hatte gestern noch Gerüchte bezüglich DRM-freier Musik gelesen. Da ich Hardwaretechnisch recht gut ausgestattet bin, war ich in dieser Keynote voller Hoffnung auf lediglich diese Änderung. Somit hat für mich Phil Schiller da eine Neuerung präsentiert, die für mich viel weitreichender ist, als so einiges, was Steve Jobs in vorhergehenden Keynotes in petto hatte.

    Somit: Wer braucht den Hype um eine Person?!

    Antworten 
  •  altfvier sagte am 7. Januar 2009:

    Jaja, erst die Deutschen mit 12 Geschenken ködern, dann DRM-Freier werden ;)

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  •  JMM sagte am 7. Januar 2009:

    Endlich kann man mit der Brennfunktion auch mal die Musik ohne Airtunes auf der Soundanlage genießen. Meine Mutter wird es lieben…

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  •  Jim Panse sagte am 7. Januar 2009:

    Wie ich schon bereits in meinem letzten Kommentar sagte, die Keynote erhitzt nur die Gemüter der Fanboys oder Menschen die es mit Ihrer Phantasie übertreiben. Ich fand die Keynote total gelungen und die Produkte, besonders der iTunes Store werden Apple noch mehr beflügeln. Die Jungs und Mädels in Cupertino sind nicht auf den Kopf gefallen!

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  •  drsteino sagte am 7. Januar 2009:

    @bono01

    Aber es ist doch nicht Apples Schuld wenn andere Hersteller vergessen, dass es längst einen Nachfolger gibt. Ich will ja nicht, dass es nur noch mp4 Player gibt. Aber die Hersteller von Musikplayern hätten ja längst mp3 und mp4 untersützen können, denn neu ist aac/mp4 ja nicht.

    Und wer beim Player sparrt muss dann halt Zeit investieren und unter Umständen mit Qualitätseinbußen beim Umwandeln leben. Oder wie immer…woanders kaufen.

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  •  Maik sagte am 7. Januar 2009:

    AAC? Kann doch vollkommen egal sein. Alles, was ohne Kopierschutz ist, kann umgewandelt werden. Somit kann eine gekaufte AAC-Datei ganz einfach mit iTunes in MP3 gewandelt werden und die Metadaten bleiben ebenfalls erhalten.
    was soll also das Gemeckere?

    Antworten 
  •  Maik sagte am 7. Januar 2009:

    Anfangs konnte man schon etwas enntäuscht sein. Aber die Neuerungen bei iPhoto und iMovie sowie der neue Service iWork.com sind nicht zu unterschätzen. Und wieso soll es jedes Mal neue Hardware geben? Was ist an den aktuellen Geräten schlecht? Die Dinger funktionieren und das ist dann doch wohl wichtig. Und: wer kauft sich denn jedes Jahr einen neuen Mac oder ein neues MB(P)?

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  •  Docking sagte am 7. Januar 2009:

    @Maik: Umkonvertieren bei lossy ist äußerst schlecht und machen nur Leute, denen Qualität egal ist – offenbar auch du. Aber gegen AAC spricht wirklich nichts, da es ein ISO-Standard ist. AAC unterstützen heute viele Hersteller. Man sollte das auch verlangen können, da AAC ein offzielles Format ist und dann nicht über Apple meckern sondern den jeweiligen Musik-Player-Hersteller.
    Umkonvertieren macht nur bei lossless sinn. Lossless ohne Account-Namen im File wäre der absulute Hammer.

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  •  cd sagte am 7. Januar 2009:

    Ich stimme Dir schon zu Richie, nur: warum müssen Revolutionen bei Apple immer so teuer sein? Das Plus-Upgrade kann ganz schön ins Geld gehen…

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  •  mangochutney sagte am 7. Januar 2009:

    @Carsten
    Da hast du mein Mitgefühl, ganz ehrlich.
    Ich persönlich habe bisher iTunes Musik eher gemieden, mit der Ausnahme einiger Impulskäufe bei Klassikern. Alles in allem aber nicht mehr als 10 Stücke. Von denen sind auch noch vier ohnehin im iTunes Plus Format.
    Der Grund warum ich Musik bisher eigentlich nur als CDs gekauft habe, war einfach die Qualität. 192kbit/s sind mir auch bei AAC zu wenig.
    Mit den 256igern werde ich jetzt aber wohl schon öfter zu rein digitaler Musik greifen,

    Habe meinen Senf in meinem eigenen kleinen Blog schon dazu abgegeben:

    Aber in jedem Fall noch mal Danke für diesen tollen Artikel Richard!

    Noch was zu AAC: Dieses Format ist nicht frei wie wir ja alle wissen. Aber, ich finde es verwunderlich, dass Firmen wie iRiver oder Cowon, sich so gegen dieses fortschrittliche Format so sehr wehren, wohlwissend, dass es mp3, und ogg überlegen ist. Die Preisen offene Standards an (und bei FLAC verstehe ich dies auch), knausern im Endeffekt nur bei den Lizenzen, um am Ende ihre Produkte doch zu einem Premiumpreis zu verkaufen.
    Schade eigentlich.

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  •  foetoid sagte am 7. Januar 2009:

    Öhm DRM-Freies war im ITS schon immer mit 256 codiert ;)

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  •  Maik sagte am 7. Januar 2009:

    @Docking: Lossy umwandeln oder nicht – Qualität hin und her. Wenn man unterwegs Musik hört, (iPod, Auto usw.) dann spielt Superduper-HiFi-Pure-Qualität primär keine Rolle. Und wer behauptet, er könne im Auto oder unterwegs mit einem iPod oder einem anderen Player den Unterschied zwischen einer “Originaldatei” und einem umgewandelten Ding “heraushören” der hat entweder Ohren wie ein Berglöwe UND Kopfhörer für 996 Euro (oder für noch mehr Kohle), oder der ist begeisterter Computerbildleser und glaubt tatsächlich alles, was irgendwelche Leute mal gepostet haben.

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  •  Robert sagte am 7. Januar 2009:

    Bleibt aber dennoch abzuwarten, ob “DRM-freie” Musik nur in den USA “DRM-frei” ist, oder auch im deutschen iTunes Store.

    (Wenn ich da an die so hoch gelobten Filme denke und wie oft die schon für Deutschland angekündigt wurden….)

    Und ebenso bleibt die Frage: Was passiert mit meiner bereits gekauften Bibliothek und wie kriege ich DRM dort “weg”. Muss man dann – ganz apple typisch – für ein “kleines” Geld von, sagen wir $49 sich das Entfernen der bestehenden DRMs einmalig erkaufen???

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  •  markus sagte am 7. Januar 2009:

    Ich kann das Gejammer auch nicht mehr hören. Mein Gott. iPhoto hat mich zum Beispiel vom Hocker gehauen. Okay, die Funktionen sind nicht unbedingt die Weltneuheit, aber ein wirklich guter Zug von Apple. Auch, dass iPhoto jetzt noch besser mit facebook und flickr kommuniziert. Das nenne ich Klasse.

    Gesichtserkennung, geotagging, bessere Dia-Shows.. was will man an Software mehr? Skeptisch stehe ich zwar iWork.com gegenüber, was das Online-Speichern von privaten Dokumenten oder wichtigen Präsentationen angeht. Was etwas stört, ist der Preis. Aber dafür bekommt man auch Software, die funktioniert.

    Ansonsten interessiert es mich einen Feuchten, ob AAC, MP3 oder was auch immer. Hauptsache die Musik klingt gut und läuft.

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  •  H. Rudolf sagte am 7. Januar 2009:

    Mir waere lieber, iTunes waere endlich ein Programm, in dem ein Film nicht als Song bezeichnet wuerde. Vor 40 Jahren waere ich als Prorammierer fuer sowas gefeuert worden. Doch die mp3-geilen Massen schlucken das. Steinzeit der It-Demokratie, ob mit oder ohne DRM – Dumm Rennt Mit

    Antworten 
  •  Jamie Oliver sagte am 7. Januar 2009:

    Lustig. Ich habe denselben Titel verwendet – Nur für ein anderes apple Produkt! Scheinbar hat niemand bemerkt oder als nicht wichtig empfunden, dass das 17″ macBook pro jetzt als anti-glare Variante OHNE schwarzen Rahmen sonder mit Alurahmen geliefert. Dadurch sieht das Teil ganz neu aus. Alle hatten sich genervt wegen dem Glossy Effekt aber jetzt sagt niemand was…

    Antworten 
  •  Oliver sagte am 7. Januar 2009:

    @Robert

    Zitat von Apple.com/de:

    “Die Aktualisierung Deiner Mediathek auf iTunes Plus ist ganz leicht. Du musst Songs oder Alben nicht noch mal zu kaufen, sondern zahlst nur den Aktualisierungspreis von 30 Cent pro Song. (Aktualisierungen von Musikvideos kosten 60 Cent und ganze Alben können für 30 % des Albumpreises aktualisiert werden.)”

    Gruß
    Oliver

    Antworten 
  •  abc sagte am 7. Januar 2009:

    Tja, wer es nicht einsieht, die 30 Cent pro Titel zu zahlen, weiß nach kurzem Blick in die Wikipedia, wie er seine Titel vom DRM Fairplay befreien kann. Nur hat man dann halt keine 256iger …

    Antworten 
  •  Mddin sagte am 8. Januar 2009:

    Jubel jubel, Heiterkeit. Stimme ich zu, guter Artikel.
    das einzige was mich stört ist dass ich nun für 300 € meine ganze Bibliothek updaten soll, in der auch Sachen sind die ich nicht o oft bis gar nicht mehr höre. Aber bei einer Einzelauswahl würde sich das Angebot für Apple wohl nicht lohnen.

    Antworten 
  •  kretschi sagte am 8. Januar 2009:

    Apple sei Dank – die anderen ziehen mit: auf N-TV zu lesen:

    Kopierschutz ist GeschichteAuch Musicload DRM-frei
    Bewegung bei Musik-Downloads im Internet: Nach Apples…

    hier der Link: http://www.n-tv.de/1081496.html

    Antworten 
  •  Robert sagte am 8. Januar 2009:

    @H. Rudolf:
    Wenn Du/Sie vor 40 Jahren Programmierer warst/waren, dann würde mich mal interessieren, wie schwer Dein/Ihr Songplayer entsprechend war. Ich glaube mich zu erinnern, dass die ersten DIL-Speichergehäuse erst in den frühen 70ern kamen, vorher waren es Ferrit-Kern-Arrays oder ähnliches schrankförmiges mit vielleicht knapp 1kb Kapazität pro Schrank. Auch die DIL-Gehäuse hatten dann nur Kapazität im Kilobyte-Bereich.

    Selbst mit “Telefonqualität” 8000byte/s hätte ein ca. 2min langes Musikstück noch stolze 937kByte und die hätten es auf ca. 115 DIL-IC’s (z.B. IC MSM5165AL SRAM 8kx8) gebracht.

    Damals lagen die Zugriffszeiten auf die Speicherbausteine bei ca. 200ns, was bedeutet, dass dies ein “Streaming” von 1,6kbit/s entspricht. Rechnet man die damals langsame Verarbeitung der CPU’s und der D/A-Wandler (aufgebaut aus ungenauen Widerstands-Arrays) hinzu, verschlechtert sich die Übertragungsrate zusehends, so dass kaum vernünftige Musik zu hören gewesen sein sollte.

    Demnach wäre man vor 40 Jahren als Programmierer, der etwas von “digitalen” Songs (geschweige dem Filmen) geschwafelt hätte, als Hexer oder Hippie gebrandmarkt und bei dem Drogenkonsum zu der Zeit, wäre der Unterschied auch nicht aufgefallen.

    Meint ein Besserwisser…

    Antworten 
  •  nero sagte am 8. Januar 2009:

    mein kommentar wäre wohl zu lang und zu umfangreich… darum hab ich’s mal an anderer stelle kommentiert und auch etwas “abschweifender” ;)
    Ein paar Worte zu Apple’s MWSF Keynote und über Verwertungsrechte und creative commons

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