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Veröffentlicht am  16.01.09, 13:54 Uhr von  rj

Gravis nimmt Stellung: Wachstum überschätzt, knapp 50 Stellen fallen weg

Zwischen Januar und Dezember 2008 hatte Gravis die Beschäftigtenzahlen um 100 aufgestockt und war dabei von einem Umsatzwachstum von 30% ausgegangen. Das angepeilte Ziel wurde nicht erreicht, insbesondere das letzte Quartal fiel unerwartet schlecht aus. Den jetzigen Stellenabbau will man sozialverträglich und im Abstimmung mit dem Betriebsrat umsetzen.

Von 661 auf 761 stieg die Beschäftigtenzahl 2008, eine Entwicklung, mit der man umsatztechnisch nicht Schritt halten konnte. Im letzten Quartal 2008 sank der Umsatz sogar, weshalb man statt der angepeilten 30% nur deren 10 an Wachstum übers Jahr erreichen konnte. Das Statement von Martin Wuppermann, Finanz- und Personalvorstand bei Gravis:

“Im letzten Quartal lag unser Umsatz erstmalig niedriger als im Vorjahresquartal. Das heißt, dass wir unsere Strukturen schnell anpassen müssen…. Die aktuelle Anpassungen der Anzahl der Beschäftigten geschieht zu einem großen Teil dadurch, dass keine neuen Mitarbeiter eingestellt werden und auslaufende Verträge nicht verlängert werden. Konkret sind derzeit 49 Mitarbeiter betroffen. Diese wurden darüber bereits informiert.”

Alle Beschäftigten sind von der Geschäftsführung bereits am 13.1. über die aktuelle Lage in Kenntnis gesetzt worden. In Abstimmung mit dem Betriebsrat sollen die anstehenden Veränderungen nun umgesetzt werden. Im Zuge dessen ist mit dem Betriebsrat auch bereits ein freiwilliger Sozialplan vereinbart worden, mit dem die Folgen für die Betroffenen gemildert werden sollen.

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 5 Kommentar(e) bisher

  •  Bernd sagte am 16. Januar 2009:

    Wenn von knapp 800 Mitarbeitern 25 gekündigt werden und bei 24 die Probezeitverträge nicht verlängert werden, und wenn die Hälfte der 49 Mitarbeiter noch Teilzeiter sind, dann ist “schwere Krise” einfach nur Sensationsmache.

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  •  bono01 sagte am 16. Januar 2009:

    “Im Zuge dessen ist mit dem Betriebsrat auch bereits ein freiwilliger Sozialplan vereinbart worden, mit dem die Folgen für die Betroffenen gemildert werden sollen.”

    Und wie sieht dieser Sozialplan aus? Das würde mich nämlich mal sehr interessieren. Denn meistens sind diese “Sozialpläne” nichts wert.

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  •  Avi07 sagte am 16. Januar 2009:

    Soweit ich weiss sind die 49 “Betroffenen” diejenigen, die auch wirklich gekündigt wurden. Auslaufende und nicht verlängerte Verträge kommen noch dazu. Ausserdem sind vor allem Mitarbeiter im Vertrieb betroffen. Konkret heisst das also beispielhaft für einen Standort für den ich die Zahlen kenne, dass ca. 50% weniger Mitarbeiter im Verkauf sind. Hut ab vor denen, die dann dort noch sie Stellung halten!

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  •  Alex sagte am 16. Januar 2009:

    Wenn der iPod touch 32GB bei Gravis 378,90 EUR (auch noch mit mieser, herablassender Beratung) kostet, bei amazon.de jedoch 350,45 EUR (mit 14 Tage Rückgaberecht), wo würdest du ihn kaufen?
    Amazon hatte ein gutes Weihnachtsgeschäft, Gravis anscheinend nicht. Für mich keine Überrraschung. Überraschender sind da schon eher die Falschmeldungen oder Fehleinschätzungen von Gravis im Dezember.

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  •  Randolf sagte am 16. Januar 2009:

    Im ersten Gravis Beitrag gingen die Meinungen ja schon hoch her – ich sehe bei Gravis in aller Regel _für_mich_ immer noch den Vor-Ort Vorteil: Laptops sind keine Elektrokisten, die man eben so per Logistiker verschickt und dann _irgendwann_ wieder zurückerhält. Gerne denke ich an meine Zeiten als Toshiba-Kunde zurück, als ich sogar gratis ein Austauschgerät gestellt bekam (bei Apple/Gravis leider unmöglich) aber immerhin ermöglicht mir Gravis bei beharren meinerseits einen recht flexiblen Umgang mit dem Gerät: Ich bringe es erst dann rüber (Fußdistanz), wenn das Ersatzteil aus Berlin zugeschickt wurde und nach einem halben Tag ist das Motherboard auf Kosten der Gravis Garantieerweiterung getauscht und ich habe mein Arbeitsgerät zurück. Leider aber geht doch sehr viel der Kommunikation über die Berliner Zentrale, aber solange mein Gerät nicht dort landet, geht alles recht fix.

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