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Veröffentlicht am  4.02.09, 13:32 Uhr von  rj

Crackulous als Paid App: Entwickler legt die Cracker rein

CrackulousCrackulous ermöglicht das Kopieren von iPhone-Apps, und dass die Applikation damit nicht Freund jedes Entwicklers ist, liegt nahe. Ein Programmierer von iPhone-Apps hat nun kurzerhand eine Fakeseite aufgezogen, auf der Crackulous für zehn Dollar angeboten wurde. Beabsichtigter Effekt: die Crackulous-Entwickler sollen mal sehen, wie es sich anfühlt, wenn die eigene Leistung von anderen abgegriffen wird. Eventuell weniger beabsichtigt: einige Ticker fielen auf die Geschichte herein.

Der Inquirer beispielsweise zeigt sich recht verwirrt von der verqueren Logik des “Mr Crackulous Creator”, der selbstverständlich auch eine Vergütung seines Programmieraufwands fordert. “Natürlich, und die Appentwickler verdienen gar nichts”, antwortet der Inquirer rhetorisch. Und hat natürlich recht, nur war die Aktion ganz anders gemeint. Auch bei Arstechnica nahm man die Geschichte für bare Münze, nur fand Erica Sadun die Intention der Aktion trotzdem heraus: Es sei “…eine Schande, dass diese Erfahrung keine Gelegenheit zu ein wenig moralischem Lernen bei Mr Saladfork” gewesen sei.

Auf den Hoax selbst zu kommen, ist angesichts des wahrhaftig irrsinnigen Gesprächs zwischen dem vermeintlichen Coder und der Gizmodo-Redaktion zugegebenermaßen etwas schwierig. Ein “Jackass” sei der Crackulous-Fake, so das Fazit bei Gizmodo. Schade, eigentlich – denn die Idee ist schön und tut an sich keinem weh.

Ziel sei einzig gewesen, den Crackulous-Codern aufzuzeigen, wie es sich anfühlt, wenn man sich Arbeit macht und andere die Früchte dafür ernten. “This is Haklab, a person who is against piracy of iPhone apps. This website is a joke. I just made a post explaining this site at Haklab.com, here is the link”, so der Hinweis auf der Seite, die der Pseudo-Cracker auch in vielen Kommentaren (unter anderem auf Macnotes) hinterlassen hat. Er habe schlicht die Cracker ärgern wollen. Mit Erfolg:

“The cracking “community” started getting pissed off that their application was being stolen and redistributed. The most ironic part of it is the comments people started posting.”

berichtet “Hacklab”, und weist weiter darauf hin, dass Crackulous von ihm niemals verkauft und er auch keine Zahlungen erhalten habe. Als App-Entwickler würde er auch gerne weitere Aktionen gegen die Crackulous-Coder starten und ist offen für Vorschläge:

“I still have the domains Installous.com and Crackulous.net and maybe we can do something with it. Not selling the programs but something that will help. Any ideas devs? Leave a comment. ;)”

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 4 Kommentar(e) bisher

  •  nadeo sagte am 4. Februar 2009:

    Absolut irre! Da ich jetzt kein iPhone mehr habe, finde ich es natürlich lustig. Aber schon absolut Wahnsinn welche Gespräche wegen eines solchen Apps zustande kommen!

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  •  Moss sagte am 4. Februar 2009:

    «… wie es sich anfühlt, wenn man sich Arbeit macht und andere die Früchte dafür ernten.»

    Hmm. Was ist eigentlich Open-Source-Software?

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  •  rj sagte am 4. Februar 2009:

    Gemeint ist da nicht die Verbreitung eines kostenlosen OS-Programms gegen Kohle, sondern das Kopieren von kostenpflichtigen Apps via Crackulous – jemand macht sich die Arbeit fuer eine Bezahlapp, und jemand anderes nimmt sich die Fruechte (indem ers fuer lau kopiert). Genau genommen sinds ja schon zwei paar Stiefel – der Hoax-Starter macht eine ans sich kostenlose Entwicklung zu Geld, gegen den Willen der Entwickler. Die Crackulous-Coder ermöglichen anderen, kostenpflichtige Entwicklungen kostenlos zu nutzen, gegen den Willen der Entwickler. Ich denke, die Unterschiede sind suchtbar, aber eben auch die Gemeinsamkeiten. Gegen Open Source sprach aber ueberhaupt nichts bzw. niemand :)

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  •  Moss sagte am 4. Februar 2009:

    @rj: Danke für die Erläuterung, aber ich bin durchaus des Lesens mächtig. Ich finde es nur albern, Lizenzen für die Nutzung von Software zu verkaufen, diese per Software und Geheimhaltung «abzusichern» und sich dann aufzuregen, wenn Leute das umgehen. Wer sowas ernsthaft als dauerhaftes Geschäftsmodell betreibt, hat nicht verstanden, was Software ist.

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