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Veröffentlicht am  6.02.09, 17:21 Uhr von  rj

Google Latitude: Demnächst auch auf Ihrem iPhone

GoogleMit dem Satz “Sehen Sie in Echtzeit, wo Ihre Freunde sind”, titelt Google seinen neuen Dienst, über den man Freunden seine örtliche Position via Google Maps und Handy offenbaren kann. “In Kürze verfügbar” sei das Google Maps-Addon auch für Apples iPhone. Wo man ist und was man macht, wird so in Echtzeit automatisch anzeigbar – nur für die freigegebenen Freunde, selbstverständlich. An Plattformen unterstützt Google (demnächst) neben dem iPhone natürlich Android, weiter Blackberry, Windows Mobile ab 5.0, Symbian S60 und Java. Alternativ kann der Dienst auch einfach via Browser genutzt werden.

Einer raschen Verbreitung von Latitude steht somit zumindest technisch nichts im Wege. Bedenkt man das gelegentliche Rätselraten im Freundeskreis, wie man vor Jahren die Freizeitgestaltung ohne Handys koordiniert bekommen hat, scheint nicht unwahrscheinlich, dass in ein paar Jahren ähnliche Gespräche über den “Wo sind meine Freunde grade” – Dienst Googles geführt werden können.

Alle Dienste Latitudes müssen zuerst freigegeben werden – ohne expizite Zustimmung des Nutzers gibt Google nichts preis. Die Settings können für alle “Freunde” via Google Talk oder Gmail Chat separat eingestellt werden, auch auf eine “begrenzte” Sichtbarkeit, die beispielsweise nur eine Stadt als eigenen Standort freigibt und nicht die genaue, eigene Position dort.

Stichwort bleibt dennoch natürlich “Sichtbarkeit“, und die wird mit Latitude natürlich wieder ein gutes Stück weitergetrieben. Wir sind es inzwischen gewohnt, via Mobiltelefon erreichbar zu sein (bzw. im Fall der Nichterreichbarkeit uns gegebenenfalls rechtfertigen zu müssen). Dass andere via Messenger sehen, ob wir den Rechner anhaben oder nicht, ist ebenso weitgehende Normalität, und dass auf die eine oder andere Weise dokumentiert und gegebenenfalls auch veröffentlicht wird, wo wir sind und was wir dort machen, kennen wir von diversen Social Networks, von Twitter, Bilderdiensten und Konsorten. Auch Latitude braucht die explizite Zustimmung des Nutzers, seine Details den Leuten bekanntzugeben, denen man diese Information geben will. Anschließend sollte man sich nur im Klaren darüber sein, dass man ein weiteres Programm am Laufen hat, das permanent Daten ausliefern kann – mit einer etwas höheren Verbindlichkeit als ein “Weg vom Rechner”-Status, den beispielsweise ein Messengerclient ausgibt und den man noch mit etwas mehr Glaubwürdigkeit abstreiten kann, sollte das notwendig werden.

Bis das Programm genuin für das iPhone zur Verfügung steht, kann man sich mit einer Browserlösung behelfen – wenn man das denn möchte.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 8 Kommentar(e) bisher

  •  It's me sagte am 6. Februar 2009:

    ^^ hat mal jemand schätzen lassen, was Google mit den Informationen die es besitzt Wert ist, und was die damit alles anfangen könnten?

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  •  It's me sagte am 6. Februar 2009:

    ^^ hat mal jemand schätzen lassen, was Google mit den Informationen die es besitzt Wert ist, und was die damit alles anfangen könnten?
    Ich finde sowas schon fast kriminell.

    Antworten 
  •  rj sagte am 6. Februar 2009:

    So ne EInschaetzung ist zur Zeit schwierig. Information per se in Euros zu uebersetzen, ist, nun ja… :) Fuer wen ist diese Info Geld wert? Foer lokalisierte Werbetreibende, beispielsweise. Wenn Google es schafft, Ads von der Kneipe einzubinden, an der ich grade vorbeilaufe (oder noch besser, tagsueber die von der Cafeteria eins weiter und abends die der Kneipe daneben usw), dann wirds spannend. Dann wird man auch sehen, was entsprechende Anbieter bereit sind, fuer so regio- und personalisierte Werbung zu zahlen.

    Potential ist da allemal, das ist klar. Breiter angelegt wird das Ganze, wenn man wirklich die Bewegungsprofile zugrundelegt – andere Werbung fuer einen offenkundigen Berufspendler oder gar Vielflieger als bei einem Stubenhocker – dem einen gibt man die Miles and More, dem anderen den Pizzabringdienst. Man muesste sich da aber mal AGB und nationale Rechtslage ansehen, um zu checken, ob und wie das konkret umsetzbar ist. In letzterem Szenario steckt, jetzt mal aus dem Bauch raus vermutet, definitiv einiges.

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  •  lifesmile sagte am 6. Februar 2009:

    …na das hat uns grad no gefehlt, so ein programm von google und das noch dazu mit sicherheitsleck! (http://futurezone.orf.at/stories/1502317/), aber das wird ja ne menge (nicht nur) dumm-kiddies nicht davon abhalten, es runterzuladen ;)

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  •  woodie sagte am 8. Februar 2009:

    na herzlichen glückwunsch, jetzt lässt uns google auch visuell wie spielfiguren in ihrem großen kommerzspiel herumlaufen..

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  •  Albert sagte am 18. Februar 2009:

    Viel Spass!

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  •  Maurice sagte am 27. Februar 2009:

    Weiß eventuell jemand wann endlich google latitude fürs iphone ungefähr rauskommt ? warte schon sehnsüchtig und finde keine ausschlaggebenden informationen ..Gruß Maurice

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  •  Nidaus sagte am 20. September 2011:

    Ich verstehe nicht, was das Problem ist… Ich habe sogar selbst überlegt solch eine App zu schreiben, wobei ich auch die hohe Traffic-Last als Problem bei der Realisierung ansehe.

    Wenn jemand die Anwendung nicht nutzen will, dann soll er/sie es sein lassen und sein Standort wird folglich nicht veröffentlicht. Falls aber besorgte Eltern immer wissen wollen, wo ihre Kinder sind, welche mittlerweile auch mit modernen Handys rumlaufen, dann sollen sie doch die Anwendung nutzen.

    Ich wäre eher enttäuscht, wenn niemand solch eine Anwendung entwickelt… Besser es gibt zu viele Anwendungen, als zu wenige und jeder soll entscheiden, welche Anwendung er/sie haben/nutzen will.

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