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Veröffentlicht am  12.02.09, 10:59 Uhr von  

Videostreaming via iTunes: Film-Insider bestätigt Apples Replay-Pläne

iTunesEin Insider aus der Filmbranche bestätigte Apples Pläne, iTunes-Usern Filme per Streaming zur Verfügung zu stellen. Der “iTunes Replay” genannte Dienst spart Festplattenplatz und ermöglicht das Filmschauen auf allen webfähigen Geräten, die der iTunes-Kunde besitzt. Neben der Auslagerung der großen Dateien könnten noch weitere Gründe eine Rolle spielen – Apple gibt bislang jedoch keine offizielle Stellungnahme zu dem für iTunes 8 erwarteten Feature ab.

Replay on Demand, ohne den gerade auf den kleineren Notebooks oder Mobilgeräten knappen Speicherplatz mit großen Videofiles zu füllen: der Dienst hätte natürlich seine Vorteile. Gegenüber cnet bestätigte ein Insider aus der Filmindustrie die Pläne, nach denen die Movie- und TV-Bibliotheken auf Apples Servern belassen werden und den Usern auf Abruf per Stream zur Verfügung stehen sollen. Bandbreite ist günstig. Dasselbe gilt zwar auch für die Terabyte-Festplatten, diese werden in der Zeit der Mobilgeräte jedoch in der Regel zu Hause stehen gelassen.

Bei cnet fragt man sich dennoch, ob Videostreaming on demand den Aufwand wert ist, der zweifellos bei der notwendigen Lizenzierung von Film- und TV-Inhalten bei Apple anfallen wird. Ungeklärt ist auch die Kostenfrage, sowohl auf der Seite der User als auch auf jener der Contenteigner. Letztere werden sicherlich Vergütung verlangen.

Naheliegend ist jedoch auch die Frage, ob die Streaming-Pläne eine Reißleine Apples sind, um Ärger wie im Fall der FairPlay-Auseinandersetzungen um den Apple Music Store zu vermeiden. Nicht nur bei der Kundschaft herrschte angesichts der Einschränkungen der gekauften Musikfiles nicht immer eitel Sonnenschein, auch Verbraucherschutz und Gesetzgeber beschäftigten sich mit Apples DRM. Was mit dem Fallenlassen der FairPlay-Restriktionen zu einem guten Ende führte, welches aber gleich die Frage nahelegte, ob ähnliche Auseinandersetzungen nicht in absehbarer Zeit um die Videoangebote bei iTunes beginnen könnten.

Neben den vollen Festplatten der User erspart man sich mit einem Streamingangebot via iTunes möglicherweise auch einige Auseinandersetzungen um den Rechtsstatus eines geladenen Films und den Möglichkeiten, die dem Kunden nach Kauf eingeräumt werden müssen. Vielleicht ist die Lizenzierung der Inhalte fürs Streaming die rechtlich wie geschäftlich einfache Vorgehensweise. Alternative wäre die Schaffung einer sicheren Infrastruktur, die bei höchstmöglicher Kompatibilität das Transferieren von Videofiles bei gleichzeitigen, exakt definierten Beschränkungen ermöglichen muss. Dass letzteres nicht zur Zufriedenheit sowohl der Käufer als auch der Contentproduzenten funktioniert, hat man im Musikbereich ausgiebig betrachten können. Ein “Filme schauen von überall”-Dienst könnte diese Klippen umschiffen und die Inhalte weitgehend plattformunabhängig den Usern zur Verfügung stellen, während der letztendliche Zugriff auf die Files in Apples Händen verbleibt. Abgesehen vom simplen Fakt, das alles, was auf einem Rechner angezeigt wird, auch irgendwie aufgezeichnet werden kann.

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 3 Kommentar(e) bisher

  •  Bjrn82 sagte am 12. Februar 2009:

    Ja aber das ist leider alles nichts wenn man beim iPhone weiterhin nach wenigen GB von HSDPA auf ISDN Niveau gedrosselt wird. Da kann Apple sich das nämlich schenken.

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  •  rj sagte am 12. Februar 2009:

    Dass das mit der guenstigen Bandbreite aktuell auf DSL/Kabel/WiFi beschraenkt ist, ack. Ich glaube, man lehnt sich aber nicht zu weit aus dem Fenster, wenn man annimmt, dass auch im Mobilbereich die Bandbreiten steigen/die Kosten sinken werden. Das scheint mir mittelfristig weniger das Problem, eben weil man klassischerweise auf einem iPhone nicht gerade derbe hochaufgelöste Videos ansieht und die Datentraten dennoch vergleichsweise niedrig bleiben. “Funktionieren” koennte das mittelfristig gut, denke ich, die Fallstricke wuerd ich da weniger in der Bandbreitenfrage wie in der nach der Plattformunabhaengigkeit und den Monopolzoffereien sehen, wenn sich das Standing Apples da aehnlich entwickelt wie im Fall des iTunes Music Store. Da scheint mir Streit vorprogrammiert.

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  •  ms sagte am 12. Februar 2009:

    Endlich tut sich da was! Physikalische Medien sind out. Einen Film schaue ich mir höchstens 1 bis 2 mal an, wieso soll ich mir damit zig GB an Festplattenplatz zumüllen oder Regale voller Plastikscheiben zustellen. Wenn das System vernünftig ist (und anscheinend braucht es da erst wieder Apple) dann ist das genial! Ich kann Freunde einladen und man kann spontan jeden beliebigen Film anschauen, den man will. Kein Kauf von doofen DVDs oder zur Videothek fahren etc. Einfach Film aussuchen und starten, fertig. Ein Traum, der hoffentlich bald in Erfüllung geht. Ich will nicht mit Plastikscheiben (oder sonstwas) hantieren müssen; ich will einfach jeden beliebigen Film sehen, wann und wo ich will. Das ganze muss natürlich super-einfach gehen. Und dafür bezahle ich dann auch gerne (aber bitte pro Nutzung und keine Monatsbeiträge oder ähnlichen Schrott). Ich denke, Apple hat das längst alles erkannt (auch einer der Gründe, warum Apple nicht auf den BluRay-Zug springt), muss das jetzt aber erst mal kundengerecht aufbereiten und den Leuten in den Kopf kriegen, wie einfach alles sein kann. Aber da bin ich guter Dinge, jetzt wo sich endlich Apple mal darum kümmert. Andere Firmen können ja keine neuen Innovationen einführen. ;-) Und mit iTunes etc. hat Apple ja bereits eine gute Basis für sowas. Alles wird gut. :-)
    Dann macht auch die AppleTV endlich mal wirklich Sinn. Und HD-fähige Flachbildfernseher in Deutschland (denn wo ist denn wirklich HD-Content, der das momentan ausnutzt?!?). Also ich freu mich drauf; hoffentlich dauert es nicht mehr allzu lange.

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