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Veröffentlicht am  16.02.09, 10:57 Uhr von  rj

EU plant Standard für Handy-Ladegeräte: One charger fits all

iPhone 3GDas Einheits-Ladegerät für Handys soll nach Willen des EU-Kommissars Günter Verheugen kommen. Dass mit jedem Handy ein Ladegerät ausgegeben werde, welches bei anderen Handymodellen nicht eingesetzt werden kann, sei aus Umweltschutzgründen nicht tragbar, sagte Verheugen der Deutschen Welle. Auch vor empfindlichen Maßnahmen werde man zur Durchsetzung dieses Ziels nicht zurückschrecken. Seitens der Industrie wurde selbstredend protestiert: das Unterfangen sei schlicht technisch und rechtlich unmöglich umsetzbar.

Auch Apple dürfte an den EU-Plänen keine Freude haben, erforscht man doch Akkutechnologie, die – patentgeschützt – auch die flexible Stromversorgung der Apple-Infrastruktur vereinfachen und verbessern soll. Pläne dieser Art vertragen sich schlecht mit Vorschriften, die das Laden eines iPhones auch mit dem Ladegerät ermöglichen, das mit Nokia-Smartphone X oder NEC-Handy Y ausgegeben wird.

So wird auch für Apple gelten, was laut Tony Graziano von der European Information and Communications Technology Industry Association (EICTA) für den Rest der Handy-Industrie gilt: es sei unmöglich angesichts der unterschiedlichen verwendeten Leistungsmerkmale der Akkus und Handys, eine einheitliche Ladegeräte-Lösung für den EU-Markt zu entwickeln. Zugegeben, sei die Umweltbelastung durch die Vielzahl der Systeme vorhanden, eine gemeinsame Lösung der Mobiltelefonanbieter sei jedoch “unwahrscheinlich”.

Verheugen sähe naturgemäß die Hersteller gerne auf freiwilliger Basis den “Einheitslader” entwickeln, der EU stünden andernfalls jedoch rechtliche und politische Mittel zur Durchsetzung des vereinheitlichen Ladegerätes zur Verfügung. Die Hersteller hätten mehrere Chancen zum Umstieg auf eine einheitliche Plattform erhalten und nicht genutzt, seine Geduld sei am Ende und drastische Maßnahmen zur Erzwingung einer Lösung nicht mehr ausgeschlossen. Bisherige Lösungen wirken im Vergleich zum “Einheitslader” zwar sympathisch, aber nicht wirklich weitreichend: so spendet beispielsweise Nokia für jedes ohne Ladegerät verkaufte N97 4 Pfund an den WWF – in Großbritannien, Spanien, Italien und Frankreich.

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 7 Kommentar(e) bisher

  •  ml sagte am 16. Februar 2009:

    Umweltschutz in allen Ehren, aber was sollen solche Initiativen? Warum nicht gleich noch den Einheitslader für Notebooks, MP3-Player, Hörgeräte, elektrische Zahnbürsten und Kinderspielzeug fordern? Der Aufwand wäre riesig und der Nutzen vermutlich sehr gering. Im Bereich des Umweltschutzes gibt es Bereiche in denen eine Initiative weit sinnvoller ist. Außerdem gibt es das Einheitsladegerät doch schon in Form von USB-Ladegeräten. So braucht jeder Hersteller nur ein Adapterkabel von USB auf sein proprietäres Steckerformat.

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  •  Lani sagte am 16. Februar 2009:

    Der Vorschlag ist gut gemeit, es gilt aber zu bedenken, dass alle Systeme unterschiedliche Spannungen aufweisen, eine intelligente Elektronik wäre da von Nöten.
    Machbar ist dies bestimmt, da wie ml schon erwähnte ein (fast) einheitliches System Standart ist. USB auf 230 Volt gibt es bereits schon länger.
    Ob und in wie weit es sich einstezen lässt hängt eigentlich nur von den Herstellern ab. Genauso wie die Frage nach dem Standart.

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  •  lakeshore sagte am 16. Februar 2009:

    Heißt der Einheitslader nicht “USB”?. Ich kann mein iPhone, meinen iPod und mein Sony per USB aufladen, ebenso meinen DS.

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  •  Sasha sagte am 16. Februar 2009:

    Da kann ich auch nur zustimmen. Meine letzten 5 Hanys konnte ich alle per USB aufladen. Was bei mir der Multimedia Mac mini im Wohnimmer fleißig erledigte.

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  •  Adam Riese sagte am 16. Februar 2009:

    Vorschlag: Eine induktive Ladefläche, die mittels RFID-Erkennung o.ä. den erforderlichen Ladestrom partiell zur Verfügung stellt.

    Im übrigen ist die oben erwähnte USB-Lösung von Apple längst eingeführt – ich lade am Apple Netzteil neben dem iPhone auch ein Sony Ericsson und ein Medion Navi – man braucht nur verschiedene Kabel.

    Ein Autoladegrät mit USB-Steckeranschluss versorgt somit auch alle anderen Mobilgeräte.

    Herr Verheugen, wo ist das Problem? Die Lösung gibt’s doch schon – switch to Apple.

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  •  Isegrim sagte am 16. Februar 2009:

    Warum denn nicht Einheitsbauteile für die Autoindustrie fordern? Wenn alle autos aus den Selben Teilen bestehen wird es für den Verbraucher bestimmt auch günstiger!

    Aber mal im ernst, was ändert das? Bei jedem Handy liegt ein Netzteil bei, dann liegen hat nicht mehr verschiedene daheim rum sondern 20 mal das gleiche… Oder sollen in Zukunft die Netzteile extra gekauft werden? Und was ist mit dem Zubehör, viele geräte werden über eine Zubehörbuchse geladen soll dieses jetzt entsorgt werden?

    Und die Wichtigste Frage von allen: Haben wir in Europa nicht wichtigere Probleme als Handynetzteile? Meine Güte, ich möchte auch so einen Job wo ich mich den ganzen Tag für viel Geld mit nichtigkeiten beschäftige…
    Ist der Posten des europäischen Grillgutprüfers noch frei?

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  •  Aleks sagte am 16. Februar 2009:

    Was für ein unglaublich dämlicher Vorschlag. Das so etwas auch noch ernsthaft diskutiert wird…

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